Leasingrechner
Leasingrate und Leasingfaktor aus Preis, Restwert und Zins, dazu der Vergleich Leasing gegen Kauf auf Kredit.
Wie hoch ist die Leasingrate?
Preis, Anzahlung, Restwert, Laufzeit und Zins.
Beispiel: 48.000 € ohne Anzahlung, 50 % Restwert, 48 Monate zu 3,9 %: 618,82 € im Monat
Leasing oder Kauf auf Kredit?
Angebotene Rate gegen Autokredit mit Wiederverkauf.
Beispiel: 48.000 € mit 499 € Leasingrate über 48 Monate gegen Kredit zu 4,9 %: Leasing 5.003 € günstiger
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Was kosten Mehrkilometer, was bringen Minderkilometer?
Vertrags- und Istkilometer, Cent je km, Toleranz; Minderkilometer meist auf 10.000 km gedeckelt.
Beispiel: 14.000 statt 10.000 km im Jahr, 3 Jahre, 12 ct, 2.500 km frei: 1.140 € Nachzahlung
So funktioniert der Leasingrechner
„Ab 299 Euro im Monat“ steht auf dem Plakat, und ob das gut ist, weiß man erst, wenn man den Preis des Autos kennt. Der Leasing-Rechner rechnet die Leasingrate aus Fahrzeugpreis, Anzahlung, Restwert, Laufzeit und Zins aus und bewertet sie mit dem Leasingfaktor, der Kennzahl, mit der Fachleute Angebote vergleichen. Der zweite Kasten stellt ein konkretes Leasingangebot dem Kauf auf Kredit mit späterem Wiederverkauf gegenüber.
Merksatz: Beim Leasing zahlt man den Wertverlust plus Zinsen, nicht das Auto. Die Eselsbrücke für den Leasingfaktor: Rate geteilt durch Listenpreis mal 100, und unter 1,0 gilt als gut. 499 Euro für ein 48.000-Euro-Auto sind ein Faktor von 1,04, 299 Euro für ein 35.000-Euro-Auto ein Faktor von 0,85.
Drei Beispiele für den Leasingrate berechnen:
- Rate aus den Konditionen: 48.000 Euro ohne Anzahlung, 50 Prozent Restwert nach 48 Monaten, 3,9 Prozent Zins: 618,82 Euro im Monat, Leasingfaktor 1,29. Über die Laufzeit zahlen Sie 29.704 Euro für 24.000 Euro Wertverlust und 5.704 Euro Zinsen.
- Mit Anzahlung: 35.000 Euro mit 3.000 Euro Sonderzahlung, 45 Prozent Restwert, 36 Monate zu 4,5 Prozent: 542,45 Euro im Monat, mit Anzahlung 22.528 Euro gesamt.
- Leasing oder Kauf: 48.000 Euro mit 499 Euro Leasingrate über 48 Monate kosten 23.952 Euro. Der Kauf auf Kredit zu 4,9 Prozent kostet 52.955 Euro an Raten, bringt beim Verkauf aber 24.000 Euro zurück, netto 28.955 Euro. Das Leasing ist hier 5.003 Euro günstiger.
Die Formel: Die Leasingrate ist die Annuität auf den Fahrzeugpreis minus Anzahlung minus abgezinsten Restwert, mit dem Leasingzins über die Laufzeit. Leasingfaktor = Rate ÷ Listenpreis × 100. Beim Vergleich wird der Kauf mit der Kreditrate über dieselbe Laufzeit und dem erwarteten Wiederverkaufswert gerechnet. Ohne Überführung, Versicherung, Mehrkilometer und Rückgabekosten. Was ein Autokredit allein kostet, zeigt der Autokredit-Rechner, was das Auto nach drei Jahren noch wert ist, der Wertverlust-Rechner.
Der dritte Kasten rechnet die Mehrkilometer und Minderkilometer beim Kilometerleasing ab: Wer statt der vereinbarten 10.000 km im Jahr 14.000 fährt, hat nach drei Jahren 12.000 km zu viel; nach Abzug der üblichen Toleranz von 2.500 km werden 9.500 km mit zum Beispiel 12 Cent berechnet, also 1.140 Euro Nachzahlung bei der Rückgabe oder 31,67 Euro je Monat. Minderkilometer werden meist nur zur Hälfte vergütet und auf 10.000 km gedeckelt, 16.000 km zu wenig bringen bei 5 Cent nur 500 Euro zurück.
Wissenswertes zum Thema
Wie Leasing funktioniert
Beim Autoleasing kaufen Sie nicht das Auto, sondern seine Nutzung für eine feste Zeit. Die Leasinggesellschaft, meist die Bank des Herstellers, kauft das Fahrzeug und vermietet es Ihnen; Sie zahlen den Wertverlust während der Laufzeit plus Zinsen auf das gebundene Kapital, und am Ende geben Sie das Auto zurück. Der Restwert, den der Rechner als Prozentsatz des Preises nimmt, ist die entscheidende Stellschraube: Je höher er angesetzt wird, desto niedriger die Rate, weil weniger Wertverlust zu bezahlen ist. Beim Kilometerleasing vereinbaren Sie eine Laufleistung, etwa 10.000 oder 15.000 Kilometer im Jahr, und die Gesellschaft trägt das Risiko, dass das Auto am Ende weniger wert ist; Mehrkilometer kosten 5 bis 15 Cent je Kilometer, Minderkilometer werden teilweise erstattet. Beim Restwertleasing tragen Sie das Risiko selbst: Ist das Auto bei Rückgabe weniger wert als der vereinbarte Restwert, zahlen Sie die Differenz, und das kann bei einem schwachen Gebrauchtwagenmarkt mehrere tausend Euro sein. Verbraucherschützer raten deshalb zum Kilometerleasing, und die meisten Privatangebote sind heute so gestaltet.
Der Leasingfaktor und die versteckten Kosten
Der Leasingfaktor macht Angebote vergleichbar, weil er die Rate auf den Preis bezieht. Faktoren unter 1,0 gelten als gut, um 0,7 als sehr gut und über 1,3 als teuer; Herstellerbanken subventionieren Leasing für Modelle, die sie in den Markt drücken wollen, und dann sind Faktoren von 0,5 möglich, vor allem bei Elektroautos. Der Faktor hat aber Lücken: Er sagt nichts über die Laufleistung, die Laufzeit und die Anzahlung, und eine hohe Sonderzahlung drückt die Rate und damit den Faktor künstlich. Der Rechner weist deshalb die Gesamtkosten inklusive Anzahlung je Monat aus. Dazu kommen Posten, die in keinem Faktor stehen: die Überführung mit 800 bis 1.500 Euro, die Pflicht zur Vollkasko, die Wartung in der Vertragswerkstatt und die Rückgabe. Bei der Rückgabe prüft ein Gutachter das Auto, und jeder Kratzer über „normale Gebrauchsspuren“ hinaus wird berechnet; 500 bis 2.000 Euro Nachzahlung sind bei der Rückgabe keine Seltenheit und der häufigste Streitpunkt. Rechnen Sie diese Posten in die Gesamtkosten ein, bevor Sie den Vergleich mit dem Kauf ziehen.
Leasing oder Kauf: Wann sich was lohnt
Der zweite Kasten vergleicht ehrlich: Leasing kostet Anzahlung plus Raten, der Kauf kostet Kreditraten minus den Wiederverkaufswert am Ende. Im Beispiel ist das Leasing gut 5.000 Euro günstiger, aber das hängt vollständig von zwei Annahmen ab, dem Kreditzins und dem Wiederverkaufswert; wer das Auto statt nach vier nach acht Jahren verkauft, hat beim Kauf vier Jahre ohne Rate und gewinnt deutlich. Leasing lohnt sich für Menschen, die alle drei bis vier Jahre ein neues Auto wollen, wenig fahren und die Rückgabe kalkulieren können, und für Selbstständige und Firmen, bei denen die Raten sofort Betriebsausgaben sind, während beim Kauf nur die Abschreibung über sechs Jahre zählt. Der Kauf lohnt sich für alle, die ein Auto lange fahren, viele Kilometer machen oder nicht jeden Kratzer bezahlen wollen. Und ein dritter Weg ist oft der günstigste: ein zwei bis drei Jahre alter Gebrauchtwagen, der den größten Wertverlust schon hinter sich hat. Was eine Abschreibung steuerlich bringt, rechnet der AfA-Rechner, was ein Firmenwagen als geldwerter Vorteil kostet, der Firmenwagen-Rechner.
Ein Stück Geschichte: Vom Telefon zur Hälfte aller Neuwagen
Leasing kam aus der Industrie. Die amerikanische Telefongesellschaft Bell vermietete ab den 1870ern ihre Apparate, statt sie zu verkaufen, und IBM tat es ab den 1920ern mit Lochkartenmaschinen; der Kunde zahlte für die Nutzung und bekam immer das neueste Gerät. Das erste Autoleasing bot 1941 der Amerikaner Zollie Frank in Chicago an, zunächst für Firmenflotten. Nach Deutschland kam das Leasing 1962 mit der Deutschen Leasing in Düsseldorf, ebenfalls für Maschinen und Firmenwagen; Privatleasing blieb bis in die 1990er die Ausnahme, weil das Finanzamt und die Banken es misstrauisch beäugten. Dann entdeckten die Hersteller, dass sich mit niedrigen Raten teure Autos verkaufen lassen und der Kunde nach drei Jahren automatisch wieder im Autohaus steht. Heute wird in Deutschland etwa jeder zweite Neuwagen geleast, bei Firmenwagen fast alle, und die Herstellerbanken gehören zu den größten Finanzinstituten des Landes. Die Rate, mit der das Plakat wirbt, ist das Ergebnis dieser Entwicklung, und der Leasingfaktor die Antwort der Kunden darauf.
Praktische Tipps
Rechnen Sie den Leasingfaktor für jedes Angebot auf den tatsächlichen Listenpreis, nicht auf einen Aktionspreis, und vergleichen Sie Angebote nur bei gleicher Laufzeit und Laufleistung. Wählen Sie Kilometerleasing und schätzen Sie die Laufleistung ehrlich, lieber etwas höher. Verhandeln Sie die Überführungskosten mit; sie sind der größte versteckte Posten. Fotografieren Sie das Auto bei Übergabe und Rückgabe und lassen Sie kleine Schäden vorher günstig in einer freien Werkstatt beheben. Prüfen Sie, ob eine Sonderzahlung nötig ist; sie senkt die Rate, ist aber bei Diebstahl oder Totalschaden oft verloren. Und ziehen Sie den Vergleich mit dem Kauf im zweiten Kasten mit einem vorsichtigen Wiederverkaufswert; was Sprit und Strom über die Laufzeit kosten, ist bei beiden Varianten gleich und steht im Spritkosten-Rechner und im Ladekosten-Rechner.
Häufige Fragen
Wie berechnet sich die Leasingrate?
Aus dem Fahrzeugpreis minus Anzahlung minus abgezinstem Restwert wird mit dem Leasingzins eine Annuität über die Laufzeit berechnet. 48.000 Euro ohne Anzahlung, 50 Prozent Restwert, 48 Monate zu 3,9 Prozent ergeben 618,82 Euro im Monat.
Was ist der Leasingfaktor?
Leasingrate geteilt durch Listenpreis mal 100, zum Beispiel 499 Euro für 48.000 Euro sind ein Faktor von 1,04. Unter 1,0 gilt als gut, um 0,7 als sehr gut, über 1,3 als teuer. Anzahlung, Laufzeit und Laufleistung müssen beim Vergleich gleich sein.
Ist Leasing günstiger als Kauf?
Nicht grundsätzlich. 48.000 Euro mit 499 Euro Rate über 48 Monate kosten 23.952 Euro, der Kauf auf Kredit zu 4,9 Prozent nach Wiederverkauf für 24.000 Euro netto 28.955 Euro. Hier ist Leasing 5.003 Euro günstiger, bei längerer Haltedauer gewinnt der Kauf.
Was ist der Unterschied zwischen Kilometerleasing und Restwertleasing?
Beim Kilometerleasing trägt die Leasinggesellschaft das Risiko des Wiederverkaufswerts, Sie zahlen nur für Mehrkilometer. Beim Restwertleasing müssen Sie die Differenz zahlen, wenn das Auto am Ende weniger wert ist als vereinbart. Für Privatkunden ist Kilometerleasing die sichere Wahl.
Welche Kosten kommen beim Leasing dazu?
Überführung mit 800 bis 1.500 Euro, Vollkasko, Wartung in der Vertragswerkstatt, Mehrkilometer zu 5 bis 15 Cent und bei der Rückgabe Schäden über normale Gebrauchsspuren hinaus, oft 500 bis 2.000 Euro. Diese Posten stehen nicht in der Rate.
Lohnt sich eine Sonderzahlung beim Leasing?
Sie senkt die Rate und den Leasingfaktor, ändert die Gesamtkosten aber kaum und ist bei Totalschaden oder Diebstahl oft verloren. Der Rechner zeigt die Kosten je Monat inklusive Anzahlung, die ehrlichere Zahl.
Für wen lohnt sich Leasing?
Für Vielwechsler mit geringer Laufleistung, die alle drei bis vier Jahre ein neues Auto wollen, und für Selbstständige, die die Raten sofort als Betriebsausgaben absetzen. Für Langzeitfahrer und Vielfahrer ist der Kauf meist günstiger.
Kann ich einen Leasingvertrag vorzeitig beenden?
Nur mit Zustimmung der Leasinggesellschaft und meist gegen eine Ablösesumme, die die entgangenen Raten abbildet. Eine Alternative ist die Übertragung des Vertrags auf einen Nachfolger über Leasingbörsen.
Was kosten Mehrkilometer beim Leasing?
Je nach Vertrag 8 bis 20 Cent je Kilometer, meist mit einer Toleranz von 2.500 km über die Laufzeit. 4.000 km zu viel im Jahr sind nach drei Jahren 12.000 km, abzüglich Toleranz 9.500 km, bei 12 Cent 1.140 €. Minderkilometer bringen meist nur die Hälfte des Satzes und sind auf 10.000 km gedeckelt.