Firmenwagen-Rechner
Geldwerter Vorteil nach der 1-%-Regel und die echten Netto-Kosten des Dienstwagens, mit Steuerklasse und Arbeitsweg.
Was kostet mich der Firmenwagen netto?
Brutto, Listenpreis, Arbeitsweg, Antrieb und Steuerklasse eintragen.
Beispiel: E-Auto mit 60.000 € Listenpreis, 30 km Arbeitsweg, 6.000 € Brutto in Steuerklasse III mit Kind: 285 € geldwerter Vorteil, 102,37 € Netto-Kosten im Monat
So funktioniert der Firmenwagen-Rechner
Der Firmenwagen-Rechner zeigt, was der Dienstwagen Sie wirklich kostet: nicht den geldwerten Vorteil, sondern die Differenz zwischen dem Netto ohne Wagen und dem Netto mit Wagen. Dafür rechnet er den Vorteil nach der 1-%-Regel aus Listenpreis, Antrieb und Arbeitsweg, schlägt ihn aufs Brutto, rechnet Lohnsteuer und Sozialabgaben mit Ihrer Steuerklasse neu und zieht den Vorteil wieder ab, denn ausgezahlt wird er ja nicht.
Merksatz: Der Vorteil ist fiktives Gehalt, die Kosten sind die Steuer darauf. Die Eselsbrücke: 1 Prozent vom Listenpreis im Monat für die Privatnutzung, plus 0,03 Prozent je Entfernungskilometer für den Arbeitsweg, und beim E-Auto nur ein Viertel davon. Wer den geldwerten Vorteil berechnen will, braucht also Listenpreis, Kilometer und Steuerklasse.
Drei Beispiele:
- Verbrenner, 45.000 Euro Listenpreis, 20 km Arbeitsweg, 4.500 Euro Brutto, Klasse I: Vorteil 450 plus 270 Euro, zusammen 720 Euro im Monat. Das Netto sinkt von 2.875,50 auf 2.527,40 Euro: Der Wagen kostet 348,10 Euro im Monat, rund 4.180 Euro im Jahr, inklusive Versicherung, Sprit und Werkstatt, die der Arbeitgeber trägt.
- Plug-in-Hybrid, sonst gleich: 0,5 Prozent, Vorteil 360 Euro, Kosten 172,38 Euro im Monat.
- E-Auto, 60.000 Euro, 30 km, 6.000 Euro Brutto, Klasse III, ein Kind: 0,25 Prozent, Vorteil 150 plus 135 Euro gleich 285 Euro, Netto-Kosten 102,37 Euro im Monat für einen 60.000-Euro-Wagen mit allem drum und dran.
Die Formeln nach § 8 Abs. 2 EStG: Privatnutzung = Listenpreis (auf volle 100 Euro abgerundet) x 1 % (Hybrid 0,5 %, E-Auto bis 100.000 Euro 0,25 %), Arbeitsweg = Listenpreis x 0,03 % x Entfernungskilometer, mit demselben Bruchteil beim E-Auto, Kosten = Netto ohne Wagen - (Netto mit Vorteil - Vorteil). Die Pendlerpauschale dürfen Sie trotzdem absetzen, der Pendlerpauschale-Rechner zeigt, wie viel sie zurückholt; was vom Brutto ohne Wagen bleibt, der Brutto-Netto-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Die 1-%-Regel im Detail: Listenpreis, nicht Kaufpreis
Grundlage ist der inländische Bruttolistenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung, inklusive Sonderausstattung und Mehrwertsteuer, abgerundet auf volle 100 Euro, und zwar auch dann, wenn der Arbeitgeber den Wagen mit 20 Prozent Flottenrabatt gekauft, geleast oder gebraucht übernommen hat; ein zehn Jahre alter Gebrauchter mit 60.000 Euro Neupreis wird wie ein neuer versteuert, weshalb sich alte Dienstwagen für Arbeitnehmer nicht lohnen. Nachträglich eingebaute Extras zählen nicht, ab Werk bestellte schon, ein Navi oder die Anhängerkupplung aus der Preisliste also ja, die Winterreifen nein. Der Zuschlag für den Arbeitsweg von 0,03 Prozent je Entfernungskilometer unterstellt 15 Fahrten im Monat; wer nachweislich seltener fährt, etwa bei drei Tagen Homeoffice, kann die Einzelbewertung mit 0,002 Prozent je tatsächlicher Fahrt wählen, bis 180 Fahrten im Jahr, was bei zehn Fahrten im Monat ein Drittel spart. Zuzahlungen des Arbeitnehmers, ob monatlich oder einmalig zum Kaufpreis, mindern den Vorteil, selbst getankter Sprit seit 2017 ebenfalls, mit Belegen. Der Vorteil unterliegt Lohnsteuer und, bis zur Beitragsbemessungsgrenze, allen Sozialabgaben, erhöht also auch die Rentenpunkte minimal. Für Wagen, die nur dienstlich genutzt werden dürfen, mit Nutzungsverbot im Vertrag, entfällt die Versteuerung, aber das Finanzamt glaubt das nur bei Lieferwagen und Pool-Fahrzeugen. Wie sich das höhere Brutto auf die Rente auswirkt, zeigt der Rentenpunkte-Rechner.
E-Auto, Hybrid, Fahrtenbuch
Für reine Elektroautos gilt seit 2020 die Viertelregel: 0,25 Prozent des Listenpreises, seit 2025 bis 100.000 Euro Listenpreis, darüber 0,5 Prozent; die Grenze lag vorher bei 60.000 und 70.000 Euro. Plug-in-Hybride bekommen 0,5 Prozent nur, wenn sie mindestens 80 Kilometer elektrisch fahren oder höchstens 50 Gramm CO2 je Kilometer ausstoßen, was seit 2025 die meisten neueren Modelle schaffen, ältere nicht. Beim Arbeitsweg gilt derselbe Bruchteil, also 0,0075 Prozent je Kilometer beim E-Auto, und das Laden beim Arbeitgeber ist steuerfrei, das Laden zu Hause wird mit Pauschalen von 30 Euro (mit Lademöglichkeit beim Arbeitgeber) oder 70 Euro im Monat erstattet. Das Fahrtenbuch ist die Alternative zur 1-%-Regel: Alle Fahrten werden lückenlos dokumentiert, elektronisch oder handschriftlich, und versteuert wird der private Anteil an den tatsächlichen Gesamtkosten; es lohnt sich bei wenig Privatnutzung, bei teuren Wagen und bei Gebrauchten, ist aber Fleißarbeit, bei der ein fehlender Eintrag das ganze Jahr kippt. Als Faustregel schlägt das Fahrtenbuch die Pauschale, wenn der Privatanteil unter 20 bis 25 Prozent liegt. Die Wahl gilt je Jahr und je Fahrzeug. Was ein E-Auto an Ladestrom kostet, rechnet der E-Auto-Ladekosten-Rechner.
Lohnt sich der Dienstwagen gegenüber Gehalt?
Die Rechnung des Rechners zeigt die Kosten, der Vergleich mit dem eigenen Auto zeigt den Nutzen: Ein neuer Wagen für 45.000 Euro kostet privat über Abschreibung, Versicherung, Steuer, Wartung und Sprit bei 15.000 Kilometern rund 700 bis 900 Euro im Monat, der Dienstwagen 350 Euro netto, bei dem der Arbeitgeber alles zahlt, oft inklusive Tankkarte. Die Alternative, die viele Arbeitgeber anbieten, ist die Gehaltsumwandlung: Der Arbeitnehmer verzichtet auf 500 bis 800 Euro Brutto und bekommt den Wagen, was sich lohnt, wenn die Leasingrate des Arbeitgebers günstig ist, und nicht lohnt, wenn man ohnehin wenig fährt. Beim Gehaltsvergleich zwischen zwei Jobs ist ein Dienstwagen je nach Klasse 400 bis 800 Euro Netto im Monat wert, also 8.000 bis 15.000 Euro Brutto im Jahr. Fallen: Bei Krankheit, Elternzeit oder Kündigung wird der Wagen meist sofort eingezogen, Unfälle mit Eigenverschulden können eine Selbstbeteiligung kosten, und Fahrten ins Ausland brauchen die Erlaubnis. Wer das Auto behalten und mehr Netto haben will, prüft die Gehaltserhöhung, die der Gehaltserhöhung-Rechner in Netto umrechnet.
Ein Stück Geschichte: Die Pauschale von 1996 und das Dienstwagenprivileg
Bis 1995 wurde die private Nutzung eines Firmenwagens nach den tatsächlichen Kosten geschätzt, mit Fahrtenbuch oder Schätzung des Finanzamts, was zu endlosen Streitigkeiten führte. Das Jahressteuergesetz 1996 führte die 1-%-Regel ein, bewusst als grobe Pauschale, die für Vielfahrer günstig und für Wenigfahrer teuer ist, und der Bundesfinanzhof hat sie seitdem mehrfach als verfassungsgemäß bestätigt, zuletzt 2013 mit dem Argument, dass jeder das Fahrtenbuch wählen kann. Der Zuschlag für den Arbeitsweg kam mit, die Einzelbewertung erst 2011 durch ein Urteil. 2019 begann die Förderung der Elektromobilität über die Halbierung auf 0,5 Prozent, 2020 die Viertelung für reine E-Autos, deren Preisgrenze von 40.000 über 60.000 und 70.000 auf 100.000 Euro stieg; dass davon vor allem teure Dienstwagen profitieren, ist seitdem der Kern der Debatte um das "Dienstwagenprivileg", das jährlich auf drei bis fünf Milliarden Euro Steuerausfall geschätzt wird. Zwei Drittel aller Neuwagen in Deutschland sind gewerblich zugelassen, ein großer Teil davon als Dienstwagen, der nach drei Jahren als Gebrauchter in den Markt kommt. Der Rechner setzt die Regeln von 2025 mit den Steuerwerten 2026 um.
Praktische Tipps
Nehmen Sie den Listenpreis aus der Preisliste des Herstellers zum Zeitpunkt der Erstzulassung, nicht die Rechnung des Arbeitgebers, und lassen Sie ihn sich vom Arbeitgeber bestätigen. Verhandeln Sie beim E-Auto um die 100.000-Euro-Grenze herum, ein Euro darüber verdoppelt den Vorteil. Führen Sie bei drei Homeoffice-Tagen die Einzelbewertung für den Arbeitsweg, das spart ein Drittel des Zuschlags. Setzen Sie die Pendlerpauschale in der Steuererklärung an, sie steht Ihnen trotz Dienstwagen zu und holt beim Verbrenner den Arbeitsweg-Zuschlag fast zurück. Lassen Sie sich Zuzahlungen und selbst getankten Sprit auf den Vorteil anrechnen. Und rechnen Sie bei einem Jobwechsel den Wagen mit 400 bis 800 Euro Netto ein, nicht mit dem Vorteil. Was Sie an Kfz-Steuer sparen, weil der Arbeitgeber sie zahlt, zeigt der Kfz-Steuer-Rechner.
Häufige Fragen
Wie wird der geldwerte Vorteil beim Firmenwagen berechnet?
Monatlich 1 Prozent des Bruttolistenpreises bei Erstzulassung, abgerundet auf volle 100 Euro, plus 0,03 Prozent je Entfernungskilometer zur Arbeit. Bei 45.000 Euro und 20 Kilometern sind das 450 plus 270, zusammen 720 Euro, die wie Gehalt versteuert werden.
Was kostet mich der Firmenwagen netto?
Die Steuern und Sozialabgaben auf den Vorteil, nicht der Vorteil selbst. Bei 720 Euro Vorteil, 4.500 Euro Brutto und Steuerklasse I sinkt das Netto von 2.875,50 auf 2.527,40 Euro, der Wagen kostet also 348,10 Euro im Monat. Versicherung, Sprit und Werkstatt zahlt der Arbeitgeber.
Wie wird ein E-Auto als Dienstwagen versteuert?
Mit 0,25 Prozent des Listenpreises, seit 2025 bis 100.000 Euro Listenpreis, darüber 0,5 Prozent. Ein E-Auto mit 60.000 Euro, 30 Kilometer Arbeitsweg, 6.000 Euro Brutto in Klasse III mit Kind kostet netto 102,37 Euro im Monat, der Vorteil beträgt 285 Euro.
Wie wird ein Plug-in-Hybrid versteuert?
Mit 0,5 Prozent, wenn er mindestens 80 Kilometer elektrisch fährt oder höchstens 50 Gramm CO2 je Kilometer ausstößt, sonst mit 1 Prozent. Bei 45.000 Euro und 20 Kilometern sind das 360 Euro Vorteil und 172,38 Euro Netto-Kosten statt 348,10 beim Verbrenner.
Zählt der Listenpreis oder der Kaufpreis?
Immer der Bruttolistenpreis bei Erstzulassung inklusive Sonderausstattung ab Werk und Mehrwertsteuer, auch bei Rabatt, Leasing oder Gebrauchtwagen. Ein alter Dienstwagen wird wie ein neuer versteuert, nachträglich eingebaute Extras zählen nicht.
Kann ich die Pendlerpauschale trotzdem absetzen?
Ja. Der Arbeitsweg wird zwar mit 0,03 Prozent je Kilometer als Vorteil versteuert, die Entfernungspauschale von 0,38 Euro je Kilometer und Arbeitstag dürfen Sie trotzdem als Werbungskosten ansetzen. Bei Verbrennern gleicht sich beides ungefähr aus.
Wann lohnt sich das Fahrtenbuch?
Wenn der Privatanteil unter etwa 20 bis 25 Prozent liegt, bei teuren Wagen und bei Gebrauchten mit hohem Listenpreis. Dann wird nur der private Anteil der tatsächlichen Kosten versteuert. Das Fahrtenbuch muss lückenlos und zeitnah geführt werden, sonst gilt die 1-%-Regel.
Was ist die Einzelbewertung für den Arbeitsweg?
Statt pauschal 0,03 Prozent je Kilometer im Monat werden 0,002 Prozent je tatsächlicher Fahrt angesetzt, bis 180 Fahrten im Jahr. Bei zehn Fahrten im Monat statt der unterstellten 15 spart das ein Drittel des Zuschlags, etwa bei Homeoffice.