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Durchschnittsgeschwindigkeit-Rechner

Strecke durch Zeit: km/h, m/s, mph, Knoten und Pace für Autofahrt, Lauf und Radtour.

Wie hoch war meine Durchschnittsgeschwindigkeit?

Strecke, Stunden und Minuten eintragen.

Beispiel: Marathon (42,195 km) in 3 Stunden 59 Minuten: 10,6 km/h, Pace 5:40 min/km

So funktioniert der Durchschnittsgeschwindigkeit-Rechner

Der Rechner für die Durchschnittsgeschwindigkeit nimmt die Strecke in Kilometern und die Zeit in Stunden und Minuten und zeigt die Geschwindigkeit in km/h, m/s, Meilen pro Stunde und Knoten, dazu die Pace in Minuten je Kilometer, wie Läufer rechnen, und wie lange dieselbe Strecke bei 10 Prozent mehr Tempo dauern würde. Er gilt für alles, was eine Strecke in einer Zeit zurücklegt: Auto, Rad, Lauf, Wanderung, Zug und Schiff.

Merksatz: Geschwindigkeit ist Strecke durch Zeit, und die Zeit muss in Stunden stehen, 3 Stunden 45 Minuten sind 3,75 Stunden, nicht 3,45. Die Eselsbrücke für m/s: km/h durch 3,6, also 36 km/h sind 10 m/s und 100 km/h knapp 28 m/s. Für die Pace: 60 durch km/h, also 10 km/h sind 6 Minuten je Kilometer.

Drei Beispiele:

  • Marathon, 42,195 km in 3:59 Stunden: 10,6 km/h, 2,94 m/s, 6,6 mph, 5,7 Knoten, Pace 5:40 Minuten je Kilometer. Mit 10 Prozent mehr Tempo wären es 217 Minuten, also 3:37.
  • Autofahrt, 350 km in 3:45 Stunden: 93,3 km/h, 25,93 m/s, 58 mph, 50,4 Knoten, inklusive Pause und Stau.
  • Radtour, 85 km in 3:20 Stunden: 25,5 km/h, Pace 2:21 je Kilometer, ein flottes Tourentempo.

Formeln: v = s / t, m/s = km/h / 3,6, mph = km/h / 1,609, Knoten = km/h / 1,852, Pace = 60 / km/h. Für die Lauf-Pace mit Zielzeiten und Zwischenzeiten gibt es den Pace-Rechner, für reine Einheitenwechsel den Geschwindigkeits-Umrechner.

Wissenswertes zum Thema

Durchschnitt heißt: mit allem, was dazwischen war

Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist die gesamte Strecke durch die gesamte Zeit, und sie enthält jede Pause, jede Ampel und jeden Stau, deshalb liegt sie auf der Autobahn bei 90 bis 110 km/h, obwohl der Tacho oft 130 zeigt, und in der Stadt bei 20 bis 30, obwohl 50 erlaubt sind. Das führt zu einem bekannten Denkfehler: Wer hin mit 60 und zurück mit 120 km/h fährt, hat nicht 90 im Schnitt, sondern 80, weil er für die langsame Hälfte doppelt so lange braucht; der Durchschnitt über gleiche Strecken ist das harmonische Mittel, nicht das arithmetische. Noch deutlicher: Wer die Hälfte der Strecke mit 30 fährt, kann mit beliebigem Tempo auf der zweiten Hälfte keinen Schnitt von 60 mehr erreichen, weil die Zeit dafür schon aufgebraucht ist. Darum bringt Rasen so wenig: 100 km mit 130 statt 120 km/h sparen 3,8 Minuten, und eine Pause von 15 Minuten frisst mehr, als 10 km/h Mehrtempo über 200 km bringen. Der Rechner zeigt die Zeit bei 10 Prozent mehr Tempo, beim Marathon 217 statt 239 Minuten, und das ist die ehrliche Antwort auf die Frage, was schneller fahren bringt: 10 Prozent mehr Tempo sparen 9 Prozent Zeit, nicht 10, weil 1 / 1,1 = 0,909. Was die Fahrt an Sprit kostet, rechnet der Spritkostenrechner, und wie der Verbrauch mit dem Tempo steigt, zeigt er auch.

Einheiten: km/h, m/s, mph, Knoten, Pace

Kilometer pro Stunde ist die Alltagseinheit, Meter pro Sekunde die der Physik, und der Faktor 3,6 kommt daher, dass eine Stunde 3.600 Sekunden hat und ein Kilometer 1.000 Meter. Meilen pro Stunde gelten in den USA und Großbritannien, eine Meile sind 1,609 km, also sind 60 mph gleich 97 km/h und das Tempolimit 70 mph auf britischen Autobahnen gleich 113 km/h. Knoten sind Seemeilen pro Stunde, eine Seemeile ist eine Bogenminute am Äquator und 1,852 km, deshalb rechnen Schiffe, Flugzeuge und Wetterdienste in Knoten, 10 Knoten sind 18,5 km/h und ein Containerschiff mit 20 Knoten macht 37 km/h. Die Pace ist die umgekehrte Größe, Zeit je Strecke, in Minuten und Sekunden je Kilometer, und sie ist für Läufer praktischer, weil man sie direkt mit der Uhr vergleichen kann: Pace 5:40 heißt, jeder Kilometer dauert 5 Minuten 40 Sekunden, 10 Kilometer 56:40, der Marathon 3:59. Umrechnen: 60 durch km/h gibt die Pace in Dezimalminuten, 60 / 10,6 = 5,66, und 0,66 Minuten sind 40 Sekunden. Beim Schwimmen rechnet man in Minuten je 100 Meter, beim Rudern je 500 Meter, beim Radfahren wieder in km/h. Für Knoten, Seemeilen und Schiffsfahrzeiten gibt es den Knoten-Rechner.

Typische Geschwindigkeiten als Maßstab

Zu Fuß geht man 4 bis 5 km/h, in den Bergen rechnet der Alpenverein mit 4 km in der Stunde plus 300 Höhenmeter bergauf je Stunde. Jogger laufen 8 bis 10 km/h, Pace 6:00 bis 7:30, ambitionierte Läufer 12 bis 15, der Marathon-Weltrekord liegt bei 2:00:35, das sind 21 km/h und eine Pace von 2:51. Radfahrer: Alltag 15 bis 18 km/h, Tourenfahrer 20 bis 25, Rennrad 30 bis 35, die Tour de France im Schnitt um 41 km/h über drei Wochen. Auto: Stadt 20 bis 30 im Schnitt, Landstraße 60 bis 70, Autobahn 90 bis 110 inklusive Pausen, 350 km in 3:45 sind mit 93,3 km/h ein typischer Wert. Zug: ICE von Berlin nach München in 3:55 für 623 Kilometer sind 159 km/h, obwohl er zwischendurch 300 fährt, Regionalbahn 50 bis 70 mit Halten. Schiff: Fähre 15 bis 20 Knoten, Segelboot 5 bis 7, Kreuzfahrtschiff 20. Flugzeug: Linienjet 850 bis 900 km/h, über Grund je nach Wind 750 bis 1.000. Und die Erde selbst dreht sich am Äquator mit 1.670 km/h, auf der Breite von Deutschland mit etwa 1.070. Die Reisezeit für eine geplante Strecke bei bekanntem Schnitt rechnet der Dreisatz-Rechner.

Ein Stück Geschichte: Vom Schnellläufer zum Tachometer

Geschwindigkeit als Zahl ist jünger, als man denkt: Galilei beschrieb sie um 1600 als Strecke durch Zeit, aber gemessen wurde sie über Jahrhunderte nur grob, auf See mit dem Log, einem Holzbrett an einer Leine mit Knoten in festen Abständen, die man in 28 Sekunden auszählte, daher der Knoten als Einheit. Die erste Geschwindigkeit, die Menschen beunruhigte, waren die 30 km/h der Eisenbahn 1825, Ärzte warnten vor Gehirnschäden, und die Stephenson-Lokomotive Rocket erreichte 1829 bei Rainhill 47 km/h. Der Tachometer fürs Auto, den Otto Schulze 1902 patentierte, machte die Geschwindigkeit sichtbar, und Deutschland führte 1910 das erste Tempolimit ein, 15 km/h in Städten; das Limit 50 innerorts kam 1957, 100 auf Landstraßen 1972, und auf Autobahnen gilt seit 1978 die Richtgeschwindigkeit 130. Die Pace stammt aus dem Laufsport der 1970er, als die Jogging-Welle aus den USA Minuten je Meile brachte, die hier zu Minuten je Kilometer wurden. Der Marathon wurde 1908 in London auf 42,195 km festgelegt, von Windsor Castle bis vor die Königsloge, und der erste Sieger brauchte 2:55, Pace 4:09. Der Rechner nimmt dieselbe Formel, mit der Galilei die Fallrinne vermaß.

Praktische Tipps

Nehmen Sie die Gesamtzeit mit Pausen, wenn Sie Ankunftszeiten planen, und die reine Fahrzeit, wenn Sie Ihre Leistung messen wollen. Rechnen Sie Minuten in Dezimalstunden um, bevor Sie teilen, oder lassen Sie den Rechner Stunden und Minuten getrennt nehmen. Kalkulieren Sie Autofahrten mit 90 km/h auf der Autobahn und 60 auf der Landstraße, dann stimmt die Ankunft meist. Vergleichen Sie Laufzeiten über die Pace, nicht über km/h. Rechnen Sie bei Wanderungen Höhenmeter als Zeit dazu. Und lassen Sie sich von der Anzeige bei 10 Prozent mehr Tempo überzeugen, dass eine Pause mehr Zeit kostet, als schneller fahren bringt. Wie viel Bremsweg das höhere Tempo bedeutet, zeigt der Bremsweg-Rechner.

Häufige Fragen

Wie berechnet man die Durchschnittsgeschwindigkeit?

Strecke geteilt durch Zeit, die Zeit in Stunden: 350 km in 3 Stunden 45 Minuten sind 350 / 3,75 = 93,3 km/h. Der Marathon mit 42,195 km in 3:59 ergibt 42,195 / 3,983 = 10,6 km/h. Minuten durch 60 teilen, nicht als Nachkommastelle schreiben.

Wie rechne ich km/h in m/s um?

Durch 3,6 teilen: 93,3 km/h sind 25,93 m/s, 10,6 km/h sind 2,94 m/s. Umgekehrt mal 3,6. Der Faktor kommt von 3.600 Sekunden je Stunde geteilt durch 1.000 Meter je Kilometer.

Was ist die Pace und wie rechne ich sie aus?

Die Zeit je Kilometer in Minuten und Sekunden, die Umkehrung der Geschwindigkeit. 60 geteilt durch km/h: bei 10,6 km/h sind das 5,66 Minuten, also 5:40 je Kilometer. Läufer vergleichen Tempo fast immer über die Pace.

Wie viele km/h sind ein Knoten und eine Meile pro Stunde?

Ein Knoten ist eine Seemeile pro Stunde, 1,852 km/h; 93,3 km/h sind 50,4 Knoten. Eine Meile pro Stunde sind 1,609 km/h; 93,3 km/h sind 58 mph, 10,6 km/h sind 6,6 mph.

Hin mit 60 km/h, zurück mit 120: Wie hoch ist der Schnitt?

80 km/h, nicht 90. Für die Hinfahrt braucht man doppelt so lange wie für die Rückfahrt, deshalb zählt das langsame Tempo stärker. Bei gleichen Strecken gilt das harmonische Mittel: 2 · 60 · 120 / (60 + 120) = 80.

Was bringt 10 Prozent mehr Tempo?

Rund 9 Prozent weniger Zeit, weil 1 / 1,1 = 0,909. Beim Marathon in 3:59 wären es 217 statt 239 Minuten, also 22 Minuten weniger. Auf 100 km Autobahn sparen 130 statt 120 km/h nur 3,8 Minuten, eine Pause kostet mehr.

Warum ist der Durchschnitt so viel niedriger als der Tacho?

Weil er alle Pausen, Ampeln, Baustellen und Staus enthält. Auf der Autobahn liegt der Schnitt bei 90 bis 110 km/h, auch wenn der Tacho oft 130 zeigt, in der Stadt bei 20 bis 30 km/h. Für die Ankunftszeit zählt nur der Durchschnitt.

Welche Durchschnittsgeschwindigkeit ist beim Laufen und Radfahren normal?

Jogger 8 bis 10 km/h, Pace 6:00 bis 7:30; geübte Läufer 12 bis 15 km/h. Alltagsradler 15 bis 18 km/h, Tourenfahrer 20 bis 25, Rennradfahrer 30 bis 35. Wanderer 4 bis 5 km/h in der Ebene, im Gebirge plus 300 Höhenmeter je Stunde.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Physikalisch-Technische Bundesanstalt: SI-Einheiten und abgeleitete Einheiten, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie: Seemeile und Knoten, Deutscher Alpenverein: Berechnung der Gehzeit nach DIN 33466, Straßenverkehrs-Ordnung § 3: Geschwindigkeit, Autobahn-Richtgeschwindigkeits-Verordnung