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Trinkgeld-Rechner

Trinkgeld in Prozent, auf glatten Betrag gerundet und auf alle am Tisch verteilt.

Wie viel Trinkgeld gebe ich?

Betrag, Prozent, Personen und Rundung wählen.

Beispiel: Rechnung 126,40 € mit 15 % Trinkgeld zu viert, gerundet: 146 €, je Person 36,50 €

So funktioniert der Trinkgeld-Rechner

Der Trinkgeld-Rechner nimmt den Rechnungsbetrag, den Prozentsatz und die Zahl der Personen und zeigt, was zu zahlen ist: das Trinkgeld, den Gesamtbetrag, den Anteil je Person und den Trinkgeldanteil je Person. Mit der Option "Aufrunden" rundet er den Gesamtbetrag auf einen glatten Euro-Betrag, wie man es am Tisch sagt, "machen Sie 146", und zeigt, welchem Prozentsatz das tatsächlich entspricht.

Merksatz: 10 Prozent sind das Komma eine Stelle nach links, 5 Prozent die Hälfte davon, 15 Prozent beides zusammen. Die Eselsbrücke für Deutschland: 5 bis 10 Prozent im Restaurant, aufrunden beim Taxi und an der Bar, ein Euro für den Lieferdienst je zehn Euro Bestellwert, und in den USA 18 bis 20 Prozent, weil das Trinkgeld dort der Lohn ist.

Drei Beispiele:

  • 126,40 Euro, 15 Prozent, 4 Personen, aufgerundet: 18,96 Euro Trinkgeld, aufgerundet auf 146 Euro, das sind 19,60 Euro oder 15,5 Prozent, je Person 36,50 Euro, davon 4,90 Euro Trinkgeld.
  • 47,80 Euro, 10 Prozent, 2 Personen, aufgerundet: 4,78 Euro, aufgerundet 53 Euro, das sind 5,20 Euro oder 10,9 Prozent, je Person 26,50 Euro.
  • Taxi 23,40 Euro: Aufrunden auf 25 Euro sind 1,60 Euro oder 6,8 Prozent, üblich und ausreichend.

Formeln: Trinkgeld = Betrag × Prozent / 100, Gesamt = Betrag + Trinkgeld, aufgerundet auf volle Euro, je Person = Gesamt / Personen. Für die Rechnung mit unterschiedlichen Anteilen gibt es den Kosten-pro-Person-Rechner, für Prozente aller Art den Prozentrechner.

Wissenswertes zum Thema

Wie viel Trinkgeld ist üblich?

In Deutschland gilt im Restaurant: 5 bis 10 Prozent, bei gutem Service 10, bei kleinen Beträgen aufrunden, bei großen Rechnungen ab 100 Euro eher 8 als 10, weil der Aufwand nicht mit dem Preis steigt. Im Café rundet man auf den nächsten Euro oder gibt 50 Cent auf den Kaffee, an der Bar einen Euro je Runde, beim Friseur 5 bis 10 Prozent oder einen glatten Betrag, beim Taxi aufrunden auf den nächsten vollen oder halben Zehner, beim Lieferdienst 1 bis 2 Euro oder 10 Prozent bei Schlechtwetter, im Hotel 1 bis 2 Euro am Tag für die Zimmerreinigung und 2 Euro je Koffer für den Gepäckträger, beim Handwerker nichts oder ein Kaffee, und beim Umzug 5 bis 10 Euro je Helfer. Üblich ist, den Gesamtbetrag zu nennen, "machen Sie 53", nicht das Trinkgeld; wer bar zahlt, lässt das Rückgeld liegen, wer mit Karte zahlt, sagt den Betrag vor dem Buchen, und das Trinkgeld landet dann beim Personal, nicht beim Wirt, wenn es korrekt verbucht wird. Keine Pflicht gibt es nie: Bei schlechtem Service ist wenig oder nichts erlaubt, und wer mit dem Essen unzufrieden war, straft damit meist die Falschen, die Küche bekommt das Trinkgeld nicht. Für Prozente und Aufschläge im Alltag hilft der Dreisatz-Rechner.

Trinkgeld im Ausland

Die USA sind der Sonderfall: Der Mindestlohn für Bedienungen liegt in vielen Bundesstaaten bei 2,13 Dollar in der Stunde, der Rest ist Trinkgeld, und 18 bis 20 Prozent vor Steuern sind die Norm, 15 ist knapp, unter 15 eine Beschwerde; Taxi und Friseur 15 bis 20, Barkeeper einen Dollar pro Getränk, und immer öfter rechnen Kassenterminals Vorschläge von 18, 22 und 25 Prozent vor. Kanada ähnlich mit 15 bis 20. In Großbritannien sind 10 bis 12,5 Prozent üblich, oft schon als "service charge" auf der Rechnung, dann nichts dazu; Frankreich und Italien haben "service compris" und "coperto", ein paar Euro Rundung reichen; Spanien und Portugal 5 bis 10 oder Rundung; Österreich und Schweiz wie Deutschland, Schweizer Lohn ist inklusive, trotzdem rundet man. In Japan, Korea und China ist Trinkgeld unüblich und kann als Beleidigung gelten, in Skandinavien ist es im Preis enthalten und Rundung freundlich, in Australien und Neuseeland freiwillig und selten. In der Türkei, Ägypten, Thailand und vielen Urlaubsländern erwartet das Personal 10 Prozent, der Zimmerservice einen kleinen Schein am Tag, und das Trinkgeld ist dort ein wesentlicher Teil des Einkommens. Die Umrechnung der Beträge macht der Währungsrechner.

Steuer, Karte und Rechnung teilen

Für Angestellte ist Trinkgeld in Deutschland seit 2002 steuerfrei, in unbegrenzter Höhe, solange es freiwillig vom Gast kommt und nicht vom Chef; der Wirt darf es nicht einbehalten, und bei Kartenzahlung muss er es weitergeben. Für den Wirt selbst, der Inhaber ist, ist Trinkgeld dagegen Betriebseinnahme und steuerpflichtig, und ein Aufschlag, der als "Servicegebühr" auf der Rechnung steht, ist kein Trinkgeld, sondern Umsatz mit 19 Prozent Mehrwertsteuer. Beim Rechnung teilen gibt es drei Schulen: Alle zahlen gleich viel, der Rechner macht das mit der Personenzahl; jeder zahlt seins plus anteilig Trinkgeld; oder einer zahlt, die anderen überweisen. Auf die gerundete Gesamtsumme bezogen stimmt die Rechnung je Person auch bei krummen Beträgen, 146 Euro durch 4 sind 36,50, und wer nur einzeln zahlen kann, sagt der Bedienung seinen Anteil plus Trinkgeld. Praktisch: Trinkgeld auf den Nettobetrag vor Mehrwertsteuer zu rechnen, wie es in den USA mit der Sales Tax gemacht wird, ist in Deutschland unüblich, hier gilt der Rechnungsbetrag. Was ein Prozentsatz vom Brutto und vom Netto ausmacht, zeigt der Mehrwertsteuer-Rechner.

Ein Stück Geschichte: Vom "to insure promptness" zum Kartenterminal

Das Wort Trinkgeld ist seit dem Mittelalter belegt, als Gabe, mit der sich der Beschenkte etwas zu trinken kaufen sollte, und im 18. Jahrhundert war es in Europa so verbreitet, dass Reisende über die "Trinkgelder-Plage" klagten; Bediente in großen Häusern lebten davon. Die englische Legende, "tip" stehe für "to insure promptness" auf Schachteln in Londoner Kaffeehäusern, ist hübsch und falsch, das Wort kommt aus der Gaunersprache des 17. Jahrhunderts und heißt "geben". In die USA kam das Trinkgeld nach dem Bürgerkrieg mit reisenden Amerikanern aus Europa, wurde dort zunächst als undemokratisch bekämpft, sechs Bundesstaaten verboten es zwischen 1909 und 1915, und setzte sich dann gerade durch, weil Arbeitgeber damit Lohn sparten; 1938 nahm der Fair Labor Standards Act die Bedienungen vom Mindestlohn aus, und 1966 entstand der "tip credit", der den niedrigen Trinkgeld-Mindestlohn bis heute erlaubt. In Deutschland war Trinkgeld lange Lohnbestandteil, das Bedienungsgeld, "Bedienung inklusive" steht seit den 1950ern auf Speisekarten, und seit 2002 ist es steuerfrei. Die Kartenzahlung hat das Trinkgeld verändert: In den USA stiegen die Sätze durch die Terminalvorschläge, "tipflation", und in Deutschland sank es dort, wo Karte ohne Trinkgeldfunktion gezahlt wird. Der Rechner rechnet die 10 Prozent von damals genauso wie die 20 von heute.

Praktische Tipps

Sagen Sie den Gesamtbetrag, nicht das Trinkgeld, und sagen Sie ihn vor dem Buchen, wenn Sie mit Karte zahlen. Rechnen Sie bei großen Gruppen den Anteil je Person vorher aus und sammeln Sie einmal, statt zehnmal einzeln zu zahlen. Prüfen Sie im Ausland die Rechnung auf eine bereits enthaltene Servicegebühr. Halten Sie in Ländern mit Trinkgeldkultur kleine Scheine bereit. Geben Sie bei Lieferdiensten in bar, wenn die App das Trinkgeld nicht vollständig weiterleitet, und beim Friseur direkt in die Hand. Und wenn der Service schlecht war, sagen Sie es, statt nur das Trinkgeld zu kürzen. Bei Gruppenreisen hilft der Kosten-pro-Person-Rechner beim Aufteilen aller Ausgaben.

Häufige Fragen

Wie viel Trinkgeld gibt man in Deutschland im Restaurant?

5 bis 10 Prozent, bei gutem Service 10, bei kleinen Rechnungen aufrunden. Bei 47,80 Euro sind 10 Prozent 4,78 Euro, aufgerundet zahlt man 53 Euro, das entspricht 10,9 Prozent. Bei 126,40 Euro mit 15 Prozent sind es aufgerundet 146 Euro.

Wie berechne ich das Trinkgeld im Kopf?

10 Prozent sind der Betrag mit dem Komma eine Stelle nach links, 47,80 Euro ergibt 4,78. Für 5 Prozent halbieren, für 15 Prozent beides addieren, für 20 Prozent verdoppeln. Dann auf den nächsten glatten Betrag aufrunden und diesen nennen.

Wie teile ich die Rechnung mit Trinkgeld auf mehrere Personen?

Gesamtbetrag inklusive Trinkgeld durch die Personenzahl: 146 Euro für 4 Personen sind 36,50 Euro je Person, davon 4,90 Euro Trinkgeld. Bei 53 Euro für 2 Personen 26,50 Euro. Der Rechner zeigt beides.

Wie viel Trinkgeld gibt man in den USA?

18 bis 20 Prozent des Betrags vor Steuern im Restaurant, 15 gilt als knapp. Bedienungen verdienen dort oft nur 2,13 Dollar Mindestlohn, der Rest ist Trinkgeld. Taxi und Friseur 15 bis 20 Prozent, Barkeeper 1 Dollar je Getränk.

Ist Trinkgeld steuerfrei?

Für Angestellte ja, seit 2002 ohne Obergrenze, wenn es freiwillig vom Gast kommt. Für den Inhaber selbst ist es steuerpflichtige Betriebseinnahme. Eine auf der Rechnung ausgewiesene Servicegebühr ist kein Trinkgeld, sondern Umsatz mit Mehrwertsteuer.

Kommt das Trinkgeld bei Kartenzahlung beim Personal an?

Es muss, der Wirt darf Trinkgeld nicht einbehalten. Sagen Sie den Gesamtbetrag vor dem Buchen, damit es im Terminal erfasst wird. Bei Lieferdiensten und Apps ist die Weitergabe nicht immer vollständig, dort ist Bargeld sicherer.

Wo ist Trinkgeld unüblich?

In Japan, Korea und China wird es nicht erwartet und kann als unhöflich gelten, in Skandinavien, Australien und Neuseeland ist es im Preis enthalten und freiwillig. In Frankreich und Italien steht die Bedienung meist auf der Rechnung, ein paar Euro Rundung reichen.

Wie viel Trinkgeld gibt man beim Taxi, Friseur und Lieferdienst?

Taxi: auf den nächsten glatten Betrag aufrunden, 23,40 Euro werden 25. Friseur: 5 bis 10 Prozent oder ein glatter Betrag in die Hand. Lieferdienst: 1 bis 2 Euro, bei großen Bestellungen oder schlechtem Wetter 10 Prozent. Hotel: 1 bis 2 Euro am Tag fürs Zimmer.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: § 3 Nr. 51 EStG: Steuerfreiheit von Trinkgeldern, DEHOGA Bundesverband: Hinweise zu Trinkgeld und Kartenzahlung, U.S. Department of Labor: Tipped Employees under the Fair Labor Standards Act, Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm: Stichwort Trinkgeld