BIC-Rechner
BIC und Bankname zu jeder deutschen IBAN oder Bankleitzahl, aus der Bankleitzahlendatei der Bundesbank.
Wie lautet der BIC zu meiner IBAN oder Bankleitzahl?
IBAN oder BLZ eintragen.
Beispiel: BLZ 27090900: PSD Bank Braunschweig, BIC GENODEF1P02
So funktioniert der BIC-Rechner
Der BIC-Rechner findet zu einer deutschen IBAN oder einer achtstelligen Bankleitzahl den BIC, den Namen der Bank und ihren Sitz. Dafür zieht er die Bankleitzahl aus der IBAN, den Stellen 5 bis 12, und schlägt sie in der Bankleitzahlendatei der Deutschen Bundesbank nach, die quartalsweise erscheint und rund 15.000 Einträge hat; der Stand der Datei steht im Ergebnis. Bei einer IBAN zeigt er zusätzlich die Kontonummer ohne führende Nullen. Es wird nichts übertragen, die Datei liegt beim Rechner.
Merksatz: Die BLZ steckt in der IBAN, der BIC steckt in der Bundesbank-Datei. Die Eselsbrücke für den Aufbau: vier Buchstaben Bank, zwei Buchstaben Land, zwei Zeichen Ort, drei für die Filiale, wobei XXX die Hauptstelle ist. Wer seinen BIC herausfinden will, braucht also nur IBAN oder Bankleitzahl.
Drei Beispiele:
- BLZ 27090900: PSD Bank Braunschweig in Braunschweig, BIC GENODEF1P02; GENO steht für das Genossenschaftsnetz, DE für Deutschland, F1 für den Standort, P02 für die Filiale.
- IBAN DE89 3704 0044 0532 0130 00: Bankleitzahl 37040044, Commerzbank Köln, BIC COBADEFFXXX, Kontonummer 532013000, die Beispiel-IBAN aus jeder Dokumentation.
- Eine aufgelöste Bankleitzahl: Der Rechner meldet, dass zu der BLZ keine Bank bekannt ist, mit Datum der Datei, was meist eine Fusion oder ein Tippfehler bedeutet.
Das Verfahren: Deutsche IBAN = DE + 2 Prüfziffern + 8 Stellen BLZ + 10 Stellen Kontonummer, BLZ in der Bankleitzahlendatei nachschlagen, BIC, Bankname und Ort ausgeben. Für andere Länder enthält die IBAN keine deutsche BLZ, dort erfragt man den BIC bei der Bank. Ob eine IBAN überhaupt gültig ist, prüft der IBAN-Prüfer, aus BLZ und Kontonummer baut der IBAN-Rechner die IBAN.
Wissenswertes zum Thema
Aufbau des BIC: Was die 8 oder 11 Zeichen bedeuten
Der BIC, Business Identifier Code, früher Bank Identifier Code, ist die internationale Adresse einer Bank im SWIFT-Netz und nach ISO 9362 aufgebaut: Die ersten vier Buchstaben sind der Bankcode, den sich das Institut aussucht, COBA für Commerzbank, DEUT für Deutsche Bank, GENO für alle Volks- und Raiffeisenbanken, die über die DZ Bank laufen, SOLA, NOLA, HELA und andere für die Sparkassen je Landesbank, PBNK für Postbank, INGD für ING; dann der Ländercode DE nach ISO 3166, dann zwei Zeichen für den Ort oder die Region, FF für Frankfurt, MM für München, BB für Berlin, HH für Hamburg, bei den Genossenschaftsbanken F1 bis F9 und Buchstaben für die Rechenzentren; optional folgen drei Zeichen für die Filiale, XXX für die Hauptstelle, bei Sparkassen oft die Kennung der Stadt. Ein BIC hat also 8 Zeichen ohne Filiale oder 11 mit, und beide Formen gelten; wer bei einem 8-stelligen BIC drei Zeichen angeben muss, hängt XXX an. Bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die in Rechenzentren organisiert sind, teilen sich viele Banken einen Bankcode und unterscheiden sich im Orts- und Filialteil, bei Fusionen behält meist die aufnehmende Bank ihren BIC und die alte BLZ wird nach einer Übergangszeit gelöscht. Der SWIFT-Code und der BIC sind dasselbe, nur mit zwei Namen.
Wann der BIC noch gebraucht wird
Seit dem 1. Februar 2016 ist der BIC für SEPA-Überweisungen und Lastschriften im gesamten SEPA-Raum nicht mehr nötig, die IBAN reicht, "IBAN only"; Banken ermitteln den BIC selbst aus der IBAN, wie dieser Rechner. Viele Formulare haben das Feld trotzdem behalten, Behörden, Versicherungen, Arbeitgeber und Vereine fragen weiter danach, und dann ist es schneller, ihn nachzuschlagen, als zu diskutieren. Nötig bleibt der BIC für Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums, in die USA, nach Asien, Australien oder in die Türkei, für Zahlungen aus dem Ausland nach Deutschland, bei denen der Absender ihn braucht, für manche Online-Dienste wie PayPal-Auszahlungen in bestimmten Ländern und für Auslandsüberweisungen in Fremdwährung auch innerhalb Europas. Zum SEPA-Raum gehören die 27 EU-Staaten, Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz, Großbritannien, Monaco, San Marino, Andorra und der Vatikan, über 35 Länder, und dort ist die IBAN die ganze Adresse. Eine SEPA-Überweisung kostet nicht mehr als eine Inlandsüberweisung, eine SWIFT-Überweisung in Drittländer 10 bis 50 Euro plus Korrespondenzbankgebühren und einen schlechten Kurs; wer regelmäßig in Drittländer zahlt, nutzt Zahlungsdienstleister mit lokalen Konten. Was eine Fremdwährungsüberweisung mit Kurs und Aufschlag kostet, zeigt der Währungsrechner.
Bankleitzahl, Fusionen und was der Rechner nicht weiß
Die Bankleitzahl ist seit 1970 achtstellig: Die erste Ziffer steht für das Clearing-Gebiet, 1 Berlin, 2 Hamburg und Hannover, 3 Rheinland, 4 Westfalen, 5 Hessen und Rheinland-Pfalz, 6 Baden-Württemberg, 7 Bayern, 8 Sachsen und Thüringen, die vierte Ziffer für die Bankengruppe, 0 für Bundesbank, 1 bis 3 für Kreditbanken, 4 für Commerzbank, 5 für Sparkassen, 6 und 9 für Genossenschaftsbanken, 7 für Deutsche Bank, 8 für Dresdner Bank, deren Nummern heute die Commerzbank führt. Die Bundesbank veröffentlicht die Datei viermal im Jahr, jeweils zum ersten Montag im März, Juni, September und Dezember, und der Rechner nutzt den aktuellen Stand, der im Ergebnis steht; Banken, die gelöscht wurden, bleiben noch eine Zeit mit Löschvermerk, dann verschwinden sie. Wenn der Rechner eine BLZ nicht kennt, ist sie entweder falsch oder nach einer Fusion aufgelöst, und die IBAN mit dieser BLZ funktioniert dann meist trotzdem noch, weil die aufnehmende Bank sie weiterführt, der BIC ist aber der neue. Für österreichische IBANs mit fünfstelliger Bankleitzahl, Schweizer mit Clearing-Nummer und alle anderen Länder gibt es die Daten in diesem Rechner nicht, dort hilft die Website der Bank oder der Kontoauszug. Die Prüfziffer der IBAN rechnet der IBAN-Rechner nach.
Ein Stück Geschichte: SWIFT seit 1973
SWIFT, die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication, wurde 1973 von 239 Banken aus 15 Ländern in Brüssel gegründet, um das Telex zu ersetzen, über das Banken bis dahin Zahlungsaufträge als Fließtext mit Prüfschlüsseln austauschten; 1977 ging das Netz mit 518 Banken in Betrieb und übertrug im ersten Jahr zehn Millionen Nachrichten, heute sind es über 50 Millionen am Tag zwischen 11.000 Instituten. Der BIC als Adresse im Netz wurde 1994 ISO-Norm, und sein Ausschluss ist seit 2012 eine politische Waffe: Iranische Banken wurden 2012 abgeklemmt, russische 2022 nach dem Angriff auf die Ukraine, und beides war der Grund, warum man plötzlich in Nachrichten von SWIFT hörte. Die Bankleitzahl stammt von 1970, als die Deutsche Bundesbank die beleglose Zahlungsverkehrsabwicklung vorbereitete; vorher trugen Überweisungen den ausgeschriebenen Banknamen. SEPA machte 2014 die IBAN zur Pflicht und 2016 den BIC entbehrlich, und das europäische Zahlungssystem TARGET2 löste den BIC als Routing-Information innerhalb Europas weitgehend ab. Der Rechner macht, was Banken seit 2016 im Hintergrund tun: aus der IBAN den BIC ableiten.
Praktische Tipps
Tragen Sie die IBAN mit oder ohne Leerzeichen ein, Groß- und Kleinschreibung ist egal. Nehmen Sie bei Formularen, die den BIC verlangen, die 11-stellige Form mit XXX, wenn der Rechner nur 8 Zeichen zeigt und das Formular 11 will. Prüfen Sie bei Zahlungen aus dem Ausland, dass der Absender BIC und IBAN exakt so bekommt, wie der Kontoauszug sie zeigt, ein falscher Filialteil verzögert die Gutschrift um Tage. Erwarten Sie keine Daten für ausländische IBANs, dort steht der BIC auf der Website der Bank. Vergleichen Sie bei Rechnungen per Mail den BIC mit dem früherer Rechnungen, eine fremde Bank hinter einem bekannten Lieferanten ist ein Warnzeichen für Rechnungsbetrug. Und nutzen Sie innerhalb Europas einfach die IBAN, der BIC ist dort seit 2016 nur noch Dekoration. Eine Überweisung mit allen Daten als QR-Code für die Banking-App erzeugt der QR-Code-Generator.
Häufige Fragen
Wie finde ich den BIC zu meiner IBAN?
Die Bankleitzahl steht in der deutschen IBAN an den Stellen 5 bis 12. Der Rechner schlägt sie in der Bankleitzahlendatei der Bundesbank nach und zeigt BIC, Bank und Ort: DE89 3704 0044 0532 0130 00 gehört zur Commerzbank Köln mit BIC COBADEFFXXX.
Wie ist der BIC aufgebaut?
Vier Buchstaben Bankcode, zwei Buchstaben Land, zwei Zeichen Ort, optional drei Zeichen Filiale: GENODEF1P02 ist Genossenschaftsnetz, Deutschland, Standort F1, Filiale P02 (PSD Bank Braunschweig). XXX am Ende steht für die Hauptstelle. 8 und 11 Zeichen sind beide gültig.
Brauche ich den BIC noch?
Innerhalb des SEPA-Raums (EU plus Schweiz, Großbritannien, Norwegen, Island und einige weitere) seit 2016 nicht mehr, die IBAN reicht. Nötig bleibt er für Überweisungen in die USA, nach Asien oder in andere Drittländer, für Zahlungen aus dem Ausland und auf manchen Formularen.
Ist der SWIFT-Code dasselbe wie der BIC?
Ja, BIC und SWIFT-Code bezeichnen denselben Code nach ISO 9362. SWIFT ist das Netzwerk, über das Banken Zahlungsnachrichten austauschen, der BIC ist die Adresse der Bank darin.
Was mache ich, wenn der BIC nur 8 Zeichen hat und das Formular 11 verlangt?
XXX anhängen: Aus COBADEFF wird COBADEFFXXX. Die drei Zeichen stehen für die Filiale, XXX bedeutet Hauptstelle. Beide Formen sind gültig, viele Formulare akzeptieren aber nur eine Länge.
Warum kennt der Rechner meine Bankleitzahl nicht?
Entweder ein Tippfehler, oder die Bankleitzahl wurde nach einer Fusion aufgelöst. Die Bundesbank-Datei wird quartalsweise aktualisiert, der Stand steht im Ergebnis. Die alte IBAN funktioniert meist weiter, der BIC ist dann der der aufnehmenden Bank.
Funktioniert der Rechner für ausländische IBANs?
Nein, nur für deutsche IBANs und achtstellige deutsche Bankleitzahlen, weil nur diese in der Bundesbank-Datei stehen. Für Österreich, die Schweiz und andere Länder steht der BIC auf dem Kontoauszug oder der Website der Bank.
Werden meine Daten übertragen?
Nein, die Bankleitzahlendatei liegt beim Rechner, die Suche läuft im Browser. IBAN und Kontonummer verlassen Ihr Gerät nicht.