Goldpreis-Rechner
Was Gold wert ist, nach Gewicht und Feingehalt, zum aktuellen Goldpreis und mit geschätztem Ankaufspreis.
Was ist mein Gold wert?
Menge, Einheit und Feingehalt wählen.
Beispiel: Eine Feinunze Feingold (999) zum aktuellen Goldpreis
So funktioniert der Goldpreis-Rechner
Der Goldpreis-Rechner beantwortet die Frage "was ist mein Gold wert?" für alles vom Krügerrand bis zum alten Ehering: Sie tragen die Menge in Gramm, Feinunzen oder Kilogramm ein, wählen den Feingehalt, und der Rechner rechnet das reine Gold heraus, multipliziert mit dem aktuellen Goldpreis je Gramm und zeigt den Materialwert, dazu den Preis je Feinunze in Euro und Dollar, die Änderung der letzten 24 Stunden und eine Schätzung, was ein Händler beim Ankauf zahlt.
Merksatz: Gewicht mal Feingehalt mal Grammpreis. Die Eselsbrücke für den Feingehalt: 999 ist Feingold aus Barren und Münzen, 916 sind 22 Karat wie beim Krügerrand, 750 sind 18 Karat, 585 sind 14 Karat und 333 sind 8 Karat, die Stempel in deutschem Schmuck. Karat mal 41,67 ergibt die Tausendstel, 18 mal 41,67 sind 750. Wer den Goldwert berechnen will, braucht also die Waage und die Lupe für den Stempel.
Drei Beispiele mit einem angenommenen Goldpreis von 100 Euro je Gramm, der echte steht im Rechner:
- 10 Gramm Feingold 999: 9,99 Gramm reines Gold, 999 Euro Materialwert. Ein Händler zahlt beim Ankauf etwa 3 Prozent weniger, rund 969 Euro, und verkauft denselben Barren für etwa 5 Prozent mehr.
- Eine Feinunze Krügerrand, 916: Die Münze wiegt 33,93 Gramm und enthält genau 31,1 Gramm Feingold, also eine Unze: 3.110 Euro Materialwert, als Anlagemünze fast ohne Abschlag handelbar.
- Ehering, 5 Gramm, 585: 2,925 Gramm Feingold, 292,50 Euro Materialwert; Schmuck wird mit 10 Prozent Abschlag angekauft, also rund 263 Euro, egal wie schön der Ring ist.
Die Formeln: Feingold = Gewicht x Feingehalt / 1.000 (Unzen mal 31,1035 in Gramm), Wert = Feingold x Goldpreis je Gramm, Ankauf = Wert x 0,97 bei Feingold, x 0,90 bei Schmuck. Der Goldpreis kommt aus dem Kurs von PAX Gold, einem Token, der eine physisch hinterlegte Unze abbildet und dem Londoner Goldpreis eng folgt. Was der Unzenpreis in Dollar in Euro bedeutet, rechnet der Dollar-Euro-Rechner; wie Gold gegen die Inflation abschneidet, der Inflationsrechner.
Wissenswertes zum Thema
Wie der Goldpreis entsteht
Der Weltmarktpreis für Gold wird in US-Dollar je Feinunze notiert, 31,1034768 Gramm, einer Einheit aus dem mittelalterlichen Troy-Gewicht, und am Londoner Bullion Market zweimal täglich im LBMA Gold Price festgestellt, dem Nachfolger des Goldfixings von 1919. In Euro schwankt er zusätzlich mit dem Dollarkurs: Steigt der Dollar, steigt Gold in Euro auch dann, wenn es in Dollar stillsteht. Der Preis folgt der Nachfrage von Schmuckindustrie, vor allem Indien und China, Zentralbanken, die seit 2010 netto kaufen und seit 2022 in Rekordmengen, und Anlegern über Barren, Münzen und ETCs wie Xetra-Gold; das Angebot aus Minen liegt bei etwa 3.500 Tonnen im Jahr, dazu Recycling. Gold bringt keine Zinsen, weshalb es bei steigenden Realzinsen fällt und bei Krisen, Inflation und Negativzinsen steigt, und es ist weniger stabil, als sein Ruf sagt: Von 2011 bis 2015 verlor es 45 Prozent, von 2019 bis 2025 hat es sich mehr als verdoppelt. Der Rechner holt den Preis stündlich; beim Kauf und Verkauf zählt der Kurs des Händlers im Moment des Geschäfts, mit Spread.
Barren, Münzen, Schmuck, Zahngold: Was der Händler zahlt
Bei Anlagegold, also Barren ab 1 Gramm und Münzen wie Krügerrand, Maple Leaf, Wiener Philharmoniker oder Britannia, liegt der Ankaufspreis 1 bis 3 Prozent unter dem Goldpreis und der Verkaufspreis 3 bis 8 Prozent darüber, bei kleinen Einheiten mehr, weil die Prägung je Gramm teurer ist; ein 1-Gramm-Barren kostet 15 bis 20 Prozent Aufschlag, ein Kilobarren 1 Prozent. Beim Schmuck zählt nur der Materialwert, der Rechner setzt 10 Prozent Abschlag an, Händler nehmen 10 bis 30: Design, Marke und Steine zählen beim Goldankauf nichts, Steine werden vorher herausgebrochen, und eine 585er-Kette mit Verschluss aus Stahl wiegt weniger Gold, als die Waage zeigt. Zahngold ist meist 600 bis 750 fein, mit Platin- und Palladiumanteilen, die ein guter Scheideanstalt-Ankäufer extra vergütet. Die großen Fallen sind die Ankaufsläden in Fußgängerzonen und die Postsendung an TV-Werbung-Ankäufer, die 30 bis 50 Prozent unter dem Wert bieten; seriöser sind Edelmetallhändler, Scheideanstalten und Banken, die den Grammpreis offen aushängen. Der Stempel ist ein Hinweis, kein Beweis: Vergoldetes trägt oft denselben Stempel, Echtheit prüft der Händler mit Säure, Röntgenfluoreszenz oder Dichtemessung. Wie viel Gold in einem Erbe ist und was es steuerlich bedeutet, zeigt der Erbschaftssteuer-Rechner.
Steuern und Lagerung
Anlagegold ist in der EU umsatzsteuerfrei, wenn es als Barren mindestens 995 fein ist oder als Münze nach 1800 geprägt wurde, mindestens 900 fein und zu einem Preis nahe dem Goldwert gehandelt wird; Schmuck und Silber tragen 19 Prozent Mehrwertsteuer, weshalb Silber als Anlage meist verliert. Gewinne aus dem Verkauf von physischem Gold sind nach einem Jahr Haltefrist steuerfrei, davor private Veräußerungsgeschäfte mit 1.000 Euro Freigrenze; Gold-ETCs mit Auslieferungsanspruch wie Xetra-Gold und Euwax Gold werden seit einem BFH-Urteil von 2015 genauso behandelt, Goldminenaktien und Fonds dagegen mit Abgeltungsteuer. Beim Kauf gilt die Grenze für anonyme Tafelgeschäfte: Bis 1.999,99 Euro darf man bar ohne Ausweis kaufen, darüber wird die Identität geprüft, seit 2020, vorher waren es 10.000 Euro. Gelagert wird im Bankschließfach für 50 bis 200 Euro im Jahr oder zu Hause im verankerten Tresor, wobei die Hausratversicherung Gold nur bis zu einer Grenze von meist 20 bis 30 Prozent der Versicherungssumme abdeckt und im Tresor mehr. Die Portfolio-Faustregel lautet 5 bis 10 Prozent in Gold, als Versicherung, nicht als Renditebringer; was ein Aktien-ETF im Vergleich bringt, rechnet der ETF-Rechner.
Ein Stück Geschichte: 35 Dollar und das Ende von Bretton Woods
Von 1934 bis 1971 kostete eine Unze Gold 35 Dollar, festgelegt von Franklin Roosevelt, der zuvor den privaten Goldbesitz in den USA verboten hatte, und im Bretton-Woods-System von 1944 war der Dollar die einzige Währung, die in Gold tauschbar blieb, alle anderen hingen am Dollar. Am 15. August 1971 beendete Richard Nixon die Einlösbarkeit, weil die Goldreserven für die umlaufenden Dollar nicht mehr reichten, und der Preis stieg bis Januar 1980 auf 850 Dollar, getrieben von Ölkrise und Inflation, um dann zwanzig Jahre lang zu fallen, bis 250 Dollar 1999, als die britische Notenbank am Tiefpunkt die Hälfte ihrer Reserven verkaufte. Die Finanzkrise brachte 2011 den Rekord von 1.920 Dollar, der zehn Jahre hielt, bevor Pandemie, Inflation und Zentralbankkäufe ihn 2020 brachen und der Preis 2025 die 3.000 und dann die 4.000 Dollar überschritt. In D-Mark kostete eine Unze 1971 etwa 130 Mark, 1980 etwa 1.500. Deutschland hält mit rund 3.350 Tonnen die zweitgrößten Reserven der Welt, die Hälfte davon seit 2017 wieder in Frankfurt. Der Rechner nimmt den aktuellen Kurs, nicht den von 1971.
Praktische Tipps
Wiegen Sie Schmuck auf einer Feinwaage mit 0,1 Gramm Genauigkeit und ziehen Sie Steine, Stahlfedern und Verschlüsse gedanklich ab. Prüfen Sie den Stempel mit der Lupe, 585 und 333 sind in Deutschland am häufigsten, 750 bei älterem und hochwertigem Schmuck, 916 und 999 bei Münzen und Barren. Holen Sie beim Verkauf zwei Angebote von Edelmetallhändlern oder Scheideanstalten und vergleichen Sie den gebotenen Preis je Gramm Feingold mit dem Rechner; mehr als 10 Prozent Abschlag bei Schmuck und 3 Prozent bei Barren sind zu viel. Verkaufen Sie Anlagemünzen nicht als Altgold, sie bringen den vollen Münzpreis. Kaufen Sie Anlagegold bei Händlern mit offenem Kurs und in Stückelungen ab 1 Unze oder 100 Gramm, bei denen der Aufschlag klein ist. Und heben Sie Kaufbelege auf, sie belegen die Haltefrist fürs Finanzamt. Wie sich der Goldpreis im Vergleich zum Bitcoin entwickelt, zeigt der Bitcoin-Rechner.
Häufige Fragen
Wie viel ist 1 Gramm Gold wert?
Der aktuelle Goldpreis je Gramm Feingold steht im Rechner, er ergibt sich aus dem Unzenpreis geteilt durch 31,1035. Für Schmuck mit 585 zählt nur der Feingoldanteil: 1 Gramm 585er Gold enthält 0,585 Gramm Feingold und ist entsprechend weniger wert.
Was bedeuten 333, 585, 750 und 999?
Den Feingehalt in Tausendsteln: 333 sind 8 Karat mit einem Drittel Gold, 585 sind 14 Karat, 750 sind 18 Karat, 916 sind 22 Karat wie beim Krügerrand, 999 ist Feingold aus Barren und den meisten Anlagemünzen. Karat mal 41,67 ergibt die Tausendstel.
Wie viel Gramm hat eine Feinunze?
31,1034768 Gramm. Der Weltmarktpreis wird in Dollar je Feinunze notiert. Ein Krügerrand wiegt 33,93 Gramm, enthält aber bei 916 fein genau eine Unze Gold, ein Maple Leaf wiegt 31,1 Gramm bei 999.
Was zahlt ein Händler beim Goldankauf?
Bei Barren und Anlagemünzen 1 bis 3 Prozent unter dem Goldpreis, der Rechner setzt 3 Prozent an. Bei Schmuck und Zahngold nur den Materialwert mit 10 bis 30 Prozent Abschlag, der Rechner rechnet mit 10. Steine, Verschlüsse und Design zählen nicht. Mehrere Angebote einholen.
Ist Gold steuerfrei?
Anlagegold ab 995 fein und gängige Goldmünzen sind beim Kauf umsatzsteuerfrei, Schmuck und Silber nicht. Verkaufsgewinne sind nach einem Jahr Haltefrist steuerfrei, davor als privates Veräußerungsgeschäft mit 1.000 Euro Freigrenze steuerpflichtig. Bis 1.999,99 Euro kann man bar ohne Ausweis kaufen.
Woher kommt der Goldpreis im Rechner?
Aus dem Kurs von PAX Gold, einem Token, bei dem jede Einheit einer physisch in London gelagerten Feinunze entspricht und der dem LBMA-Goldpreis eng folgt. Der Kurs wird stündlich aktualisiert, in Euro und Dollar, mit 24-Stunden-Änderung.
Wie erkenne ich, ob Gold echt ist?
Der Stempel ist nur ein Hinweis, vergoldeter Schmuck trägt ihn auch. Händler prüfen mit Säuretest, Röntgenfluoreszenz oder Dichtemessung. Zu Hause hilft ein Magnet (Gold ist nicht magnetisch) und die Dichte: Feingold wiegt 19,3 Gramm je Kubikzentimeter.
Lohnt sich Gold als Geldanlage?
Als Beimischung von 5 bis 10 Prozent zur Absicherung gegen Krisen und Inflation, nicht als Renditebringer: Gold zahlt keine Zinsen und schwankte zwischen 2011 und 2015 um minus 45 Prozent. Barren ab 100 Gramm oder Unzenmünzen haben die kleinsten Aufschläge.