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Kaufkraft-Rechner

Zukünftige Kaufkraft bei angenommener Inflation und die Frage, ob Ihr Gehalt seit damals real gestiegen ist.

Was ist mein Geld in x Jahren noch wert?

Betrag, angenommene Inflation, Jahre.

Beispiel: 100.000 € bei 3 % Inflation in 25 Jahren: Kaufkraft 47.760,56 €

Ist mein Gehalt real gestiegen?

Gehalt und Jahr damals gegen heute.

Beispiel: 2.500 € (2019) auf 2.800 € (2025): real -8,6 %

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So funktioniert der Kaufkraft-Rechner

100.000 Euro auf dem Konto sind eine beruhigende Zahl, bis man sie in 25 Jahren ausgeben will. Der Kaufkraftrechner zeigt, was Geld bei einer angenommenen Inflation in Zukunft noch wert ist, wie viel man dann für dieselbe Kaufkraft braucht und nach wie vielen Jahren sich der Wert halbiert. Der zweite Kasten schaut zurück und rechnet mit den amtlichen Preisindizes aus, ob Ihr Gehalt seit einem bestimmten Jahr real gestiegen oder gesunken ist.

Merksatz: Betrag durch Inflationsfaktor hoch Jahre. Die Eselsbrücke ist die 72er-Regel, nur umgekehrt: 72 geteilt durch die Inflationsrate ergibt die Jahre, bis sich die Kaufkraft halbiert. Bei 2 Prozent sind das 36 Jahre, bei 3 Prozent 24, bei 6 Prozent, wie 2022, nur 12. Der Rechner nennt die genaue Halbwertszeit.

Drei Beispiele für den Kaufkraft berechnen:

  • Vermögen: 100.000 Euro haben bei 3 Prozent Inflation in 25 Jahren noch die Kaufkraft von 47.760,56 Euro. Für dieselbe Kaufkraft wie heute braucht man dann 209.377,79 Euro. Die Halbwertszeit liegt bei 23,4 Jahren.
  • Rente: 1.000 Euro Monatsrente bei 2 Prozent Inflation sind in 20 Jahren noch 672,97 Euro wert. Wer dann 1.000 Euro heutiger Kaufkraft will, braucht 1.485,95 Euro.
  • Gehalt: Von 2.500 Euro im Jahr 2019 auf 2.800 Euro 2025 sind nominal 12 Prozent mehr, die Preise stiegen aber um 22,5 Prozent. Real sind das 8,6 Prozent weniger; für gleiche Kaufkraft bräuchte es 3.062,81 Euro.

Die Formeln: Kaufkraft = Betrag ÷ (1 + Inflation ÷ 100)^Jahre, Halbwertszeit = ln(2) ÷ ln(1 + Inflation ÷ 100), reale Gehaltsänderung = Gehalt heute ÷ (Gehalt damals × Index heute ÷ Index damals) - 1. Der Gehaltskasten nutzt den Verbraucherpreisindex seit 1991 wie der Inflationsrechner. Was eine Gehaltserhöhung nach Inflation bringt, rechnet der Gehaltserhöhungsrechner.

Wissenswertes zum Thema

Nominal und real: Die zwei Arten, Geld zu zählen

Nominal ist die Zahl auf dem Kontoauszug, real ist, was man dafür bekommt. Zwischen beiden steht die Inflation, und sie arbeitet leise: Bei 2 Prozent im Jahr, dem Ziel der Europäischen Zentralbank, merkt man im einzelnen Jahr fast nichts, aber über ein Arbeitsleben von 40 Jahren wird aus einem Euro Kaufkraft weniger als die Hälfte, genau 45 Cent. Für die Kaufkraft der Rente heißt das: Wer mit 27 ausrechnet, dass er mit 67 eine Rente von 2.000 Euro bekommt, sollte wissen, dass diese 2.000 Euro dann so viel kaufen wie 906 Euro heute. Die gesetzliche Rente wird zwar jährlich an die Löhne angepasst, eine private Rentenversicherung mit garantierter Summe oder ein Sparziel in Euro aber nicht. Der erste Kasten zeigt deshalb nicht nur den Verlust, sondern auch den Betrag, den man für gleiche Kaufkraft braucht; wer seine Vorsorge plant, rechnet mit dem, nicht mit der nominalen Zahl.

Welche Inflationsrate soll man annehmen?

Niemand kennt die Inflation der nächsten 25 Jahre, aber es gibt vernünftige Annahmen. Der Durchschnitt seit 1991 liegt bei 2,0 Prozent, der seit 2000 bei 1,9, der seit 2020 bei 4,0 Prozent. Das EZB-Ziel von 2 Prozent ist die übliche Planungsgröße, 2,5 bis 3 Prozent die vorsichtige Variante, die den Schock von 2022 einpreist. Rechnen Sie mit dem Rechner beide Varianten durch und schauen Sie, wie stark sich das Ergebnis unterscheidet: 100.000 Euro in 25 Jahren sind bei 2 Prozent noch 60.953 Euro wert, bei 3 Prozent 47.761 Euro, ein Unterschied von mehr als 13.000 Euro Kaufkraft durch einen Prozentpunkt. Für einzelne Posten weicht die Rate ab: Mieten in Großstädten stiegen in den letzten 15 Jahren deutlich schneller als der Index, Elektronik wurde billiger, Energie schwankt. Wer für die Rente plant, sollte eher die Preise für Wohnen, Gesundheit und Pflege im Blick haben, und die lagen meist über dem Durchschnitt.

Das Gehalt: Wer nicht erhöht wird, wird gekürzt

Der zweite Kasten beantwortet eine Frage, die in jede Gehaltsverhandlung gehört: Was ist mein Gehalt in den Preisen von damals wert? Die Antwort auf die Frage Gehalt real gestiegen ist seit 2021 für viele unangenehm. Wer 2019 2.500 Euro verdiente und heute 2.800 Euro bekommt, hat nominal 12 Prozent mehr, real aber 8,6 Prozent weniger, weil die Preise um 22,5 Prozent stiegen. Für gleiche Kaufkraft bräuchte er 3.063 Euro. Der Reallohn in Deutschland sank 2022 um 4 Prozent, so stark wie nie seit Beginn der Messung, und holte erst 2024 wieder auf. Dazu kommt die kalte Progression: Steigt das Gehalt nur um die Inflation, rutscht man trotzdem in einen höheren Steuersatz und hat netto real weniger; der Gesetzgeber gleicht das durch Verschieben der Tarifeckwerte nur teilweise aus. Rechnen Sie Ihr Gehalt mit dem Jahr Ihrer letzten großen Erhöhung durch, und nehmen Sie das Ergebnis mit ins Gespräch; das ist kein Vorwurf an den Arbeitgeber, sondern Arithmetik. Was von einer Erhöhung netto bleibt, zeigt der Brutto-Netto-Rechner.

Ein Stück Geschichte: Die Idee, Geld an Preisen zu messen

Dass sich Geld entwertet, wussten schon die Römer, deren Denar über drei Jahrhunderte von fast reinem Silber auf 2 Prozent Silbergehalt sank. Die Idee, die Entwertung zu messen, ist jünger: 1707 verglich der englische Bischof William Fleetwood die Preise von Brot, Bier und Kleidung über 250 Jahre, um zu klären, ob eine mittelalterliche Einkommensgrenze für Stipendien noch sinnvoll war, der erste Preisindex der Geschichte. Der deutsche Statistiker Étienne Laspeyres entwickelte 1871 die Formel, nach der bis heute fast alle Verbraucherpreisindizes gerechnet werden: ein fester Warenkorb, dessen Preise verfolgt werden. In Deutschland begann die Reichsstatistik 1920 mit einer „Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten“, gerade rechtzeitig, um die Hyperinflation von 1923 zu dokumentieren, als der Index innerhalb eines Jahres von 1.000 auf eine Billion stieg. Seit 1948 rechnet das Statistische Bundesamt monatlich, und seit 1996 gibt es den europaweit harmonisierten Index, nach dem die EZB ihre Geldpolitik ausrichtet. Der Kaufkraftrechner nutzt für die Vergangenheit diese amtliche Reihe und für die Zukunft Ihre Annahme; letztere ist die unsicherere, deshalb rechnet er zum Vergleich immer auch das 2-Prozent-Szenario mit.

Praktische Tipps

Rechnen Sie jedes Sparziel in Kaufkraft um, bevor Sie es festlegen: Wer in 20 Jahren 100.000 Euro heutiger Kaufkraft will, braucht bei 2 Prozent Inflation 148.595 Euro. Vereinbaren Sie bei langfristigen Verträgen, etwa Unterhalt, Rente aus einer Betriebsvereinbarung oder privaten Darlehen, eine Anpassung an den Preisindex. Prüfen Sie Ihr Gehalt jedes Jahr mit dem zweiten Kasten gegen das Jahr Ihrer Einstellung. Halten Sie keine großen Beträge länger als nötig unverzinst; die Halbwertszeit der Kaufkraft bei 3 Prozent sind 23 Jahre, und das Girokonto hat 0 Prozent Zins. Was Zinsen oder Renditen nach Inflation übrig lassen, lässt sich im Sparrechner mit dem Realzins durchspielen; wer eine Immobilie als Inflationsschutz erwägt, findet im Mietrendite-Rechner die Rechnung dazu.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Kaufkraft in der Zukunft?

Betrag geteilt durch (1 + Inflationsrate) hoch Jahre. 10.000 Euro bei 2 Prozent in 10 Jahren haben noch die Kaufkraft von 8.203,48 Euro, 100.000 Euro bei 3 Prozent in 25 Jahren von 47.760,56 Euro. Der Rechner zeigt auch den Betrag für gleiche Kaufkraft.

Was sind 1.000 Euro in 20 Jahren noch wert?

Bei 2 Prozent Inflation 672,97 Euro, bei 3 Prozent rund 554 Euro. Für die Kaufkraft von 1.000 Euro heute braucht man in 20 Jahren 1.485,95 beziehungsweise rund 1.806 Euro.

Wann halbiert sich die Kaufkraft?

Bei 2 Prozent Inflation nach 35 Jahren, bei 3 Prozent nach 23,4 Jahren, bei 5 Prozent nach gut 14 Jahren. Die Faustformel: 72 geteilt durch die Inflationsrate in Prozent.

Ist mein Gehalt real gestiegen?

Das zeigt der zweite Kasten mit den amtlichen Preisindizes. Von 2.500 Euro im Jahr 2019 auf 2.800 Euro 2025 sind nominal 12 Prozent mehr, real aber 8,6 Prozent weniger, weil die Preise um 22,5 Prozent stiegen. Für gleiche Kaufkraft bräuchte es 3.062,81 Euro.

Mit welcher Inflationsrate soll ich rechnen?

Mit 2 Prozent als EZB-Ziel und Durchschnitt seit 1991, vorsichtig mit 2,5 bis 3 Prozent. Seit 2020 lag der Schnitt bei 4 Prozent. Rechnen Sie zwei Szenarien, der Rechner zeigt das 2-Prozent-Szenario immer zum Vergleich.

Was bedeutet Inflation für meine Rente?

Dass eine feste Rentenzusage über die Jahre an Wert verliert: 2.000 Euro in 40 Jahren kaufen bei 2 Prozent Inflation so viel wie 906 Euro heute. Die gesetzliche Rente wird an die Löhne angepasst, private Garantiesummen und Sparziele in Euro nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Kaufkraftrechner und Inflationsrechner?

Der Inflationsrechner schaut mit amtlichen Daten zurück bis 1991, der Kaufkraftrechner mit einer angenommenen Rate nach vorn. Der Gehaltskasten hier nutzt ebenfalls die amtlichen Daten für die Vergangenheit.

Was ist die kalte Progression?

Der Effekt, dass eine Gehaltserhöhung in Höhe der Inflation netto trotzdem real weniger bringt, weil man in einen höheren Steuersatz rutscht. Der Gesetzgeber gleicht das durch Anheben von Grundfreibetrag und Tarifeckwerten nur teilweise aus.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Statistisches Bundesamt: Verbraucherpreisindex und Reallohnindex, Europäische Zentralbank: Inflationsziel 2 Prozent, Bundesministerium der Finanzen: Berichte zur kalten Progression, Laspeyres E.: Die Berechnung einer mittleren Waarenpreissteigerung, 1871