Inflationsrechner
Kaufkraft von damals bis heute und Inflation zwischen zwei Jahren, mit den amtlichen Jahreswerten des Verbraucherpreisindex seit 1991.
Was ist ein Betrag von damals heute wert?
Betrag und beide Jahre, auch rückwärts.
Beispiel: 500 € von 1991 entsprechen 2025 rund 984,65 €
Wie hoch war die Inflation in einem Zeitraum?
Mit Tabelle je Jahr.
Beispiel: 2015 bis 2025: Preise +29,0 %, im Schnitt 2,58 % je Jahr
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Was sind 100 DM heute in Euro wert?
Betrag, Richtung und Jahr für die Kaufkraft.
Beispiel: 100 DM von 1995 sind 51,13 € und haben die Kaufkraft von heute 87,78 €
Was sind 100 DM heute in Euro wert?
Betrag, Richtung und Jahr für die Kaufkraft.
Beispiel: 100 DM von 1995 sind 51,13 € und haben die Kaufkraft von heute 87,78 €
So funktioniert der Inflationsrechner
„Das hat früher mal 500 Mark gekostet“ ist der Satz, mit dem jede Diskussion über Preise beginnt, und der Inflationsrechner beendet sie mit einer Zahl. Er übersetzt einen Betrag aus einem Jahr seit 1991 in die Kaufkraft eines anderen Jahres, mit dem amtlichen Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts, und zeigt, um wie viel Prozent die Preise zwischen zwei Jahren gestiegen sind, Jahr für Jahr aufgeschlüsselt.
Merksatz: Betrag mal Index heute durch Index damals. Die Eselsbrücke: Der Index stand 2020 auf 100, 1991 auf 62 und 2025 auf 122. Was 1991 100 Euro kostete, kostet 2025 also fast 200 Euro, und die Preise haben sich seit der Wiedervereinigung knapp verdoppelt, im Schnitt 2 Prozent im Jahr.
Drei Beispiele für den Inflation berechnen:
- Damals bis heute: 500 Euro von 1991 entsprechen 2025 rund 984,65 Euro. Die Preise sind um 96,9 Prozent gestiegen, 2,01 Prozent im Jahr. Was 2025 500 Euro kostet, kostete 1991 nur 253,90 Euro.
- Zehn Jahre: Von 2015 bis 2025 stiegen die Preise um 29 Prozent, im Schnitt 2,58 Prozent je Jahr. Das stärkste Jahr war 2022 mit 6,9 Prozent, und 100 Euro von 2015 sind 2025 noch 77,52 Euro wert.
- Die Krise: Von 2021 bis 2023 allein 13,2 Prozent, 6,39 Prozent im Jahr. Seit 2020 sind es 21,9 Prozent, mehr als in den zehn Jahren davor zusammen.
Die Formel: Wert heute = Betrag damals × Index(heute) ÷ Index(damals), die Inflation zwischen zwei Jahren ist Index(bis) ÷ Index(von) - 1, der Jahresdurchschnitt die entsprechende Wurzel. Der Rechner nutzt Jahresdurchschnitte mit Basis 2020 = 100, keine Monatswerte. D-Mark-Beträge vor der Eingabe durch 1,95583 teilen. Was Geld bei einer angenommenen Inflation in Zukunft noch wert ist, rechnet der Kaufkraftrechner, was das für eine Indexmiete bedeutet, der Indexmiete-Rechner.
DM in Euro umrechnen: Kurs und Kaufkraft
Der Kasten DM in Euro rechnet mit dem festen Kurs von 1,95583 DM je Euro, der seit dem 31. Dezember 1998 unverändert gilt: 100 DM sind 51,13 Euro, 50 Euro sind 97,79 DM. Spannender ist die zweite Zahl, die Kaufkraft: 100 DM von 1995 entsprechen nach der Preisentwicklung heute etwa 87,78 Euro, denn die Verbraucherpreise sind seit 1995 um rund 72 Prozent gestiegen. Wer also sagt, früher habe etwas "nur 100 Mark" gekostet, vergleicht mit heutigen 88 Euro, nicht mit 51. Alte Scheine und Münzen tauscht die Bundesbank weiterhin unbegrenzt und ohne Gebühr zum festen Kurs um.
Wissenswertes zum Thema
Was der Verbraucherpreisindex misst und was nicht
Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die Preise eines Warenkorbs, der das abbilden soll, was ein durchschnittlicher Haushalt kauft: rund 650 Güterarten von Brot über Miete, Strom, Benzin und Kleidung bis zu Friseur, Versicherung und Kinokarte, gewichtet nach dem Anteil an den Ausgaben. Wohnen und Energie machen etwa ein Drittel aus, Nahrungsmittel ein Achtel, Verkehr ein Siebtel. Jeden Monat erheben Preisermittler in rund 90 Gemeinden über 300.000 Einzelpreise, dazu kommen Scannerdaten des Handels und Internetpreise. Der Warenkorb wird alle fünf Jahre neu gewichtet, zuletzt mit Basisjahr 2020. Was der Index nicht misst, ist die persönliche Inflation: Wer zur Miete in der Stadt wohnt und viel pendelt, hatte 2022 eine Teuerung weit über den 6,9 Prozent, wer ein abbezahltes Haus und eine Wärmepumpe hat, eine deutlich niedrigere. Und er misst Preise, keine Qualität: Ein Fernseher kostet heute weniger als 1991 und kann unendlich viel mehr, das rechnet die Statistik als Preissenkung ein, was viele nicht glauben wollen.
Die Jahre seit 1991: Zwei Prozent und zwei Ausreißer
Über die ganzen 34 Jahre seit 1991 liegt die Inflationsrate im Schnitt bei 2,01 Prozent und damit fast genau auf dem Ziel, das die Europäische Zentralbank anstrebt. Dahinter stecken sehr unterschiedliche Phasen: Anfang der 1990er nach der Wiedervereinigung 4 bis 5 Prozent, dann bis 2007 ruhige Jahre um 1,5 Prozent, 2009 in der Finanzkrise fast null, 2015 und 2016 mit 0,5 Prozent die Sorge vor Deflation, und dann der Schock: 2021 bereits 3,1 Prozent, 2022 mit 6,9 Prozent die höchste Rate seit 1951, 2023 noch 5,9 Prozent. Erst 2024 kehrte die Rate mit 2,2 Prozent in die Nähe des Ziels zurück. Die Tabelle unter dem zweiten Kasten zeigt jedes Jahr einzeln. Das Besondere an der jüngsten Inflation war ihre Ursache: nicht überhitzte Nachfrage, sondern Lieferketten und ein Energiepreisschock nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, der Gas, Strom und damit fast alles verteuerte. Was Ihr Gehalt in dieser Zeit real verloren hat, zeigt der zweite Kasten des Kaufkraftrechners, was eine Gehaltserhöhung nach Inflation bringt, der Rechner dazu.
Inflation und Zinsen: Der reale Blick
Für Sparer ist nicht der Zins entscheidend, sondern der Realzins, also Zins minus Inflation. 2022 brachte Tagesgeld 0,5 Prozent bei 6,9 Prozent Inflation, ein realer Verlust von über 6 Prozent im Jahr; wer 50.000 Euro auf dem Konto hatte, verlor in einem Jahr 3.000 Euro Kaufkraft, ohne dass eine Zahl auf dem Auszug sich änderte. Umgekehrt ist Inflation gut für Schuldner: Eine Baufinanzierung mit festem Zins wird real jedes Jahr leichter, weil Gehälter und Mieten nominal steigen, die Rate aber nicht. Diese Umverteilung von Gläubigern zu Schuldnern ist der Grund, warum Zentralbanken Inflation nahe 2 Prozent halten wollen, hoch genug, um Deflation zu vermeiden, niedrig genug, um Ersparnisse nicht zu entwerten. Für die eigene Planung heißt das: Sparzinsen immer mit dem Inflationsrechner gegenprüfen, und bei langen Zeiträumen nur mit realen Renditen rechnen. Was ein Sparplan nach Inflation wirklich bringt, lässt sich im Sparplan-Rechner mit einer um die Inflation gekürzten Rendite durchspielen.
Ein Stück Geschichte: 1923, 1948 und die Angst vor der Entwertung
Das deutsche Verhältnis zur Inflation ist von zwei Katastrophen geprägt. 1923 stiegen die Preise so schnell, dass ein Brot im November 201 Milliarden Mark kostete und die Reichsbank Scheine über 100 Billionen druckte; Löhne wurden täglich ausgezahlt, Sparguthaben waren wertlos, und die Währungsreform mit der Rentenmark strich zwölf Nullen. 25 Jahre später, 1948, war das Geld erneut nichts wert, diesmal durch versteckte Inflation mit Preisstopp und Schwarzmarkt, auf dem eine Zigarette als Währung diente; die D-Mark kam am 20. Juni 1948 und tauschte Sparguthaben im Verhältnis 100 zu 6,5. Beide Male verloren die Sparer alles und die Sachwertbesitzer nichts. Daraus entstand die Bundesbank mit ihrer Unabhängigkeit und der Stabilitätskultur, die später zum Vorbild der EZB wurde, und die deutsche Neigung, lieber zu sparen als zu investieren, obwohl das Sparen beide Male das Verlustgeschäft war. Der Verbraucherpreisindex selbst wird seit 1948 monatlich berechnet, die Reihe vor 1991 gilt nur für Westdeutschland, deshalb beginnt der Rechner mit dem ersten gesamtdeutschen Jahr.
Praktische Tipps
Nutzen Sie den ersten Kasten, um alte Verträge, Unterhaltszahlungen oder Taschengeld auf heutige Preise zu bringen, bevor Sie darüber verhandeln. Rechnen Sie bei D-Mark-Beträgen vorher um: 1.000 D-Mark sind 511,29 Euro, und 511 Euro von 1995 sind 2025 fast 880 Euro. Prüfen Sie Indexmieten und Wartungsverträge mit Preisgleitklausel mit dem zweiten Kasten nach, denn Vermieter und Anbieter rechnen oft mit Monatswerten, die höher ausfallen können. Vergleichen Sie Sparzinsen mit der Inflation der letzten Jahre, nicht mit null. Und wer wissen will, was das Geld bei einer angenommenen Rate in 20 Jahren noch wert ist, geht zum Kaufkraftrechner, der in die Zukunft rechnet, während dieser Rechner in die Vergangenheit schaut. Für die Frage, ob Ihr Gehalt mitgehalten hat, gibt es dort den eigenen Kasten; für den Vergleich mit einer Währung, die anders inflationiert, den Währungsrechner.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Inflation zwischen zwei Jahren?
Verbraucherpreisindex des späteren Jahres geteilt durch den des früheren Jahres minus 1. Von 2015 bis 2025 ergibt das 121,9 geteilt durch 94,5, also 29,0 Prozent, im Durchschnitt 2,58 Prozent pro Jahr. Der Rechner zeigt jedes Jahr einzeln.
Was sind 1.000 Euro von 2000 heute wert?
2025 entsprechen sie 1.614,57 Euro, die Preise sind seit 2000 um 61,5 Prozent gestiegen. Umgekehrt haben 1.000 Euro von heute die Kaufkraft von 619,36 Euro im Jahr 2000.
Wie hoch war die Inflation in Deutschland seit 1991?
Insgesamt 96,9 Prozent bis 2025, im Durchschnitt 2,01 Prozent pro Jahr. Die Preise haben sich seit der Wiedervereinigung also fast verdoppelt. Das stärkste Jahr war 2022 mit 6,9 Prozent.
Wie viel Inflation gab es seit 2020?
21,9 Prozent bis 2025, das sind 4,04 Prozent pro Jahr und mehr als in den zehn Jahren davor zusammen. 100 Euro von 2020 sind 2025 noch 82,03 Euro wert. Allein 2022 und 2023 brachten 6,9 und 5,9 Prozent.
Was ist der Verbraucherpreisindex?
Das amtliche Maß für die Preisentwicklung eines Warenkorbs aus rund 650 Gütern und Dienstleistungen, gewichtet nach den Ausgaben eines Durchschnittshaushalts, mit Basis 2020 = 100. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht ihn monatlich, der Rechner nutzt die Jahresdurchschnitte.
Wie rechne ich D-Mark-Beträge in den Inflationsrechner ein?
Den D-Mark-Betrag durch 1,95583 teilen und das Ergebnis in Euro eintragen. 1.000 D-Mark von 1995 sind 511,29 Euro, die 2025 einer Kaufkraft von rund 878 Euro entsprechen.
Warum weicht meine gefühlte Inflation vom Index ab?
Weil der Index einen Durchschnittshaushalt abbildet. Wer viel für Miete, Energie oder Lebensmittel ausgibt, die 2022 besonders stark stiegen, hatte eine höhere persönliche Teuerung; wer Eigentum und wenig Fahrtkosten hat, eine niedrigere. Häufig gekaufte Dinge prägen das Gefühl stärker als teure, seltene.
Welche Inflationsrate strebt die EZB an?
2 Prozent im Jahr, mittelfristig. Der Durchschnitt seit 1991 liegt mit 2,01 Prozent genau dort, die einzelnen Jahre schwanken aber zwischen fast null (2009, 2015) und 6,9 Prozent (2022).
Wie rechne ich DM in Euro um und was war die D-Mark wert?
Ein Euro sind 1,95583 DM, ein DM-Betrag geteilt durch 1,95583 ergibt den Euro-Betrag, als Faustregel die Hälfte. Mit der Inflation gerechnet hatten 100 DM von 1995 die Kaufkraft von heute rund 88 Euro, denn die Preise sind seitdem um etwa 72 Prozent gestiegen. Die Bundesbank tauscht D-Mark unbegrenzt und gebührenfrei um.