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Jobrad-Rechner (Dienstrad)

Nettobelastung, geldwerter Vorteil und Ersparnis beim Dienstrad-Leasing per Gehaltsumwandlung.

Was kostet mich das Jobrad netto?

Brutto, Listenpreis, Leasingrate und Steuermerkmale.

Beispiel: 5.200 € brutto, 6.000-€-Rad, 160 € Rate, Klasse IV mit Kind: 85,82 € netto im Monat

Wie viel Netto bleibt mir ohne Rad?

Zum Vergleich der normale Brutto-Netto-Rechner.

Beispiel: 5.200 € brutto in Steuerklasse III mit 2 Kindern, 9 % Kirchensteuer und 2,5 % Zusatzbeitrag ergeben 3.664,09 € netto

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So funktioniert der Jobrad-Rechner (Dienstrad)

Der JobRad-Rechner zeigt, was ein Dienstrad per Gehaltsumwandlung wirklich kostet. Sie geben Bruttogehalt, Steuerklasse, Kinder und Kirchensteuer ein, dazu den Listenpreis des Rads und die monatliche Leasingrate. Der Rechner zieht die Rate vom Brutto ab, rechnet den geldwerten Vorteil nach der 0,25-Prozent-Regel dazu und vergleicht das Netto vorher und nachher. Die Differenz ist die echte Monatsbelastung, und mit dem Restwert von 17 Prozent am Ende der 36 Monate ergibt sich die Ersparnis gegenüber dem Kauf.

Merksatz: Die Rate kommt vom Brutto, deshalb zahlt das Finanzamt mit. Die Eselsbrücke für den geldwerten Vorteil: Listenpreis auf volle Hundert abrunden, durch vier, davon ein Prozent, und das Ergebnis wieder auf volle Hundert gerundet. Bei 6.000 Euro UVP sind das 1.500 Euro, davon 1 Prozent gleich 15 Euro im Monat, die versteuert werden.

Drei Beispiele:

  • 5.200 Euro brutto, Steuerklasse IV, ein Kind, 9 Prozent Kirchensteuer, Rad für 6.000 Euro, Rate 160 Euro: Netto fällt von 3.194,17 auf 3.108,35 Euro, Belastung 85,82 Euro im Monat, in 36 Monaten 3.089,61 Euro, plus 1.020 Euro Restwert gleich 4.109,61 Euro statt 6.000, Ersparnis 1.890,39 Euro oder 32 Prozent.
  • 3.800 Euro brutto, Steuerklasse I, Rad für 3.500 Euro, Rate 95 Euro: Geldwerter Vorteil 8 Euro, Netto von 2.500,84 auf 2.445,34 Euro, Belastung 55,50 Euro, Ersparnis 907,09 Euro oder 26 Prozent.
  • Der Haken: Weil das Brutto sinkt, sinken auch Rentenbeiträge, Krankengeld und Elterngeld; bei 160 Euro Umwandlung sind das nach 36 Monaten etwa 2 Euro Rente im Monat weniger.

Formeln: Geldwerter Vorteil = 1 % von (UVP / 4, auf 100 gerundet), Belastung = Netto ohne Rad - Netto mit Rad, Ersparnis = UVP - (36 × Belastung + Restwert). Das Netto selbst berechnet der Brutto-Netto-Rechner, den Vergleich zum Dienstwagen der Firmenwagen-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

So funktioniert Dienstrad-Leasing per Gehaltsumwandlung

Der Arbeitgeber least das Rad bei einem Anbieter wie JobRad, Bikeleasing, Lease a Bike oder Deutsche Dienstrad und überlässt es dem Mitarbeiter, der dafür auf einen Teil seines Bruttogehalts verzichtet, die Leasingrate, meist über 36 Monate. Weil die Rate vom Brutto abgeht, sinken Lohnsteuer und Sozialabgaben, und weil das Rad privat genutzt werden darf, entsteht ein geldwerter Vorteil, der seit 2020 mit 0,25 Prozent des auf volle Hundert abgerundeten Listenpreises versteuert wird, ein Viertel der Dienstwagenregel; bei 6.000 Euro sind das 15 Euro im Monat zu versteuern, bei 3.500 Euro 8 Euro. Die Rate enthält meist eine Versicherung gegen Diebstahl und Schaden, oft ein Inspektionspaket, und der Arbeitgeber kann einen Zuschuss geben, der die Rechnung weiter verbessert. Am Ende der Laufzeit kann der Mitarbeiter das Rad in der Regel übernehmen, zu einem Restwert, der vom Anbieter festgelegt wird und bei 10 bis 20 Prozent des Listenpreises liegt, hier mit 17 Prozent gerechnet; weil das Finanzamt 40 Prozent des Listenpreises als Marktwert nach drei Jahren ansetzt, versteuert der Anbieter die Differenz pauschal mit 30 Prozent, was im Kaufpreis bereits enthalten ist. Steuerfrei ganz ohne geldwerten Vorteil ist das Rad nur, wenn der Arbeitgeber es zusätzlich zum Gehalt stellt, ohne Gehaltsumwandlung, und E-Bikes über 25 km/h gelten als Kraftfahrzeug mit den Regeln des Firmenwagens.

Was die Ersparnis wirklich ausmacht

Die Ersparnis hängt vom Grenzsteuersatz ab: Wer mehr verdient, spart mehr, weil jeder umgewandelte Euro mit einem höheren Satz entlastet wird. Bei 5.200 Euro brutto bleiben von 160 Euro Rate 85,82 Euro netto, bei 3.800 Euro von 95 Euro Rate 55,50 Euro; in beiden Fällen zahlt der Mitarbeiter gut die Hälfte, der Rest sind gesparte Steuern und Sozialabgaben. Gegenüber dem Barkauf zum Listenpreis ergibt das 26 bis 32 Prozent Ersparnis, gegenüber einem Kauf mit Rabatt im Laden weniger, denn Fahrräder gibt es selten zum Listenpreis, und Leasinganbieter rechnen mit der UVP. Die Rechnung ist am besten bei teuren Rädern, E-Bikes ab 3.000 Euro, und bei hohen Einkommen; bei einem 800-Euro-Rad und Minijob lohnt es nicht. Nicht in der Ersparnis enthalten, aber real: die mitgelieferte Versicherung, die beim Kauf 100 bis 200 Euro im Jahr kostet, und auf der anderen Seite die reduzierten Sozialversicherungsbeiträge, die die spätere Rente um etwa 0,6 Euro im Monat je Jahr und 100 Euro Umwandlung mindern, bei 160 Euro über drei Jahre also rund 2 bis 3 Euro Monatsrente. Krankengeld und Arbeitslosengeld werden vom gekürzten Brutto berechnet, bei Elterngeld zählt das Netto der letzten zwölf Monate, was der Elterngeldrechner zeigt.

Rechenbeispiel Schritt für Schritt

5.200 Euro brutto, Steuerklasse IV, ein Kind, Kirchensteuer, Rad für 6.000 Euro mit 160 Euro Rate. Ohne Rad: Netto 3.194,17 Euro. Mit Rad: Brutto für Steuer und Sozialversicherung sinkt um 160 Euro auf 5.040, steigt um 15 Euro geldwerten Vorteil für die Steuer, das Netto wird 3.108,35 Euro, und zwar nach Abzug der Rate und ohne dass die 15 Euro ausgezahlt werden, sie werden nur versteuert. Belastung 85,82 Euro, nach 36 Monaten 3.089,61 Euro; Übernahme für 17 Prozent gleich 1.020 Euro; Gesamtkosten 4.109,61 Euro statt 6.000, also 1.890,39 Euro oder 32 Prozent weniger. Wer das Rad nicht übernimmt, gibt es zurück und hat 3.089,61 Euro für drei Jahre Fahren und Versicherung ausgegeben, 86 Euro im Monat. Wichtig: Das Rad muss nicht für den Arbeitsweg genutzt werden, Pendlerpauschale gibt es trotzdem, auch mit dem Dienstrad, und das Rad darf von Familienmitgliedern gefahren werden. Was die Pendlerpauschale bringt, zeigt der Pendlerpauschale-Rechner.

Ein Stück Geschichte: Vom Dienstwagen zum Dienstrad

Das Dienstrad verdankt seine Existenz dem Dienstwagen. Bis 2012 war unklar, ob ein vom Arbeitgeber gestelltes Fahrrad wie ein Auto zu versteuern sei, dann einigten sich die obersten Finanzbehörden der Länder im November 2012 auf die Anwendung der 1-Prozent-Regel auf Fahrräder, der "Dienstrad-Erlass", und Ulrich Prediger, der 2008 in Freiburg mit LeaseRad begonnen hatte, bekam die Rechtssicherheit für sein Modell, das heute JobRad heißt. Von einigen tausend Rädern im Jahr 2013 wuchs der Markt auf mehrere hunderttausend Leasingräder pro Jahr; der Zweirad-Industrie-Verband schätzt, dass inzwischen rund jedes fünfte in Deutschland verkaufte E-Bike über Leasing läuft. Der Durchbruch kam mit dem Jahressteuergesetz 2018: Ab 2019 war das zusätzlich zum Gehalt gestellte Rad ganz steuerfrei, und für die Gehaltsumwandlung galt die 0,5-Prozent-Regel, die 2020 auf 0,25 Prozent halbiert wurde, zunächst befristet bis 2030. Im selben Jahr wurde auch der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder um das Dienstrad erweitert, Beamte dürfen in vielen Ländern inzwischen ebenfalls leasen, und 2022 erlaubte eine Verfügung die Pauschalversteuerung der Übernahme beim Anbieter, was die 40-Prozent-Falle entschärfte. Der Rechner nutzt die Regeln von 2026 mit der 0,25-Prozent-Regel.

Praktische Tipps

Fragen Sie, ob Ihr Arbeitgeber einen Zuschuss zur Rate gibt oder die Versicherung übernimmt; viele tun es. Vergleichen Sie die Ersparnis mit dem Ladenpreis nach Rabatt, nicht nur mit der UVP. Prüfen Sie, ob Inspektion und Verschleißteile im Paket sind. Bedenken Sie Kündigung und Elternzeit: Endet das Arbeitsverhältnis vor Ablauf, muss das Rad zurück oder übernommen werden, und während unbezahlter Zeiten ist die Rate nicht vom Brutto abziehbar. Nutzen Sie die Ersparnis für ein besseres Rad, das Sie nach drei Jahren übernehmen, und tragen Sie die Pendlerpauschale trotzdem ein. Wie sich das kleinere Brutto auf das Netto auswirkt, zeigt der Gehaltserhöhungsrechner.

Häufige Fragen

Was kostet mich ein JobRad im Monat wirklich?

Die Differenz zwischen Netto ohne und mit Rad. Bei 5.200 Euro brutto, Steuerklasse IV und 160 Euro Rate für ein 6.000-Euro-Rad sind das 85,82 Euro, bei 3.800 Euro brutto und 95 Euro Rate 55,50 Euro. Rund die Hälfte der Rate zahlt also das Finanzamt mit.

Wie wird der geldwerte Vorteil beim Dienstrad berechnet?

Mit der 0,25-Prozent-Regel: ein Viertel des auf volle 100 Euro abgerundeten Listenpreises, davon 1 Prozent, wieder auf 100 gerundet. Bei 6.000 Euro UVP: 1.500 Euro, davon 1 Prozent gleich 15 Euro im Monat, die zum steuerpflichtigen Brutto addiert, aber nicht ausgezahlt werden.

Wie viel spare ich gegenüber dem Kauf?

Beim 6.000-Euro-Rad mit 160 Euro Rate und 5.200 Euro brutto: 36 Monate mal 85,82 Euro plus 1.020 Euro Restwert gleich 4.109,61 Euro statt 6.000, also 1.890 Euro oder 32 Prozent. Bei 3.800 Euro brutto und einem 3.500-Euro-Rad 907 Euro oder 26 Prozent.

Was passiert nach 36 Monaten?

Sie geben das Rad zurück oder kaufen es zum Restwert des Anbieters, meist 10 bis 20 Prozent der UVP, hier mit 17 Prozent gerechnet. Die Differenz zum steuerlichen Marktwert von 40 Prozent versteuert der Anbieter in der Regel pauschal, sodass für Sie keine Nachzahlung anfällt.

Senkt das JobRad meine Rente?

Ja, leicht. Weil das sozialversicherungspflichtige Brutto um die Rate sinkt, werden weniger Rentenpunkte erworben, bei 160 Euro über 36 Monate etwa 2 bis 3 Euro Monatsrente. Auch Krankengeld und Arbeitslosengeld werden vom niedrigeren Brutto berechnet.

Darf ich das Dienstrad privat und im Urlaub nutzen?

Ja, die private Nutzung ist der Grund für den geldwerten Vorteil und uneingeschränkt erlaubt, auch durch Familienmitglieder und auf Reisen. Eine Pflicht, damit zur Arbeit zu fahren, gibt es nicht, und die Pendlerpauschale bleibt unabhängig vom Verkehrsmittel.

Was ist mit E-Bikes über 25 km/h?

S-Pedelecs bis 45 km/h gelten als Kraftfahrzeug. Sie können ebenfalls geleast werden, aber der geldwerte Vorteil folgt den Dienstwagenregeln für Elektrofahrzeuge mit 0,25 Prozent plus Fahrten zur Arbeit mit 0,03 Prozent je Kilometer. Der Rechner gilt für Fahrräder und Pedelecs bis 25 km/h.

Lohnt sich das JobRad auch bei kleinem Gehalt?

Weniger. Die Ersparnis entspricht dem Grenzsteuersatz plus Sozialabgaben, und der ist bei niedrigem Einkommen kleiner. Bei Minijobs geht es gar nicht, und unter etwa 2.500 Euro brutto bleibt die Ersparnis oft unter 20 Prozent, sodass ein rabattierter Barkauf mithalten kann.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: § 8 Abs. 2 EStG und § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG: Bewertung der privaten Nutzung (0,25-Prozent-Regel), Gleichlautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder zur steuerlichen Behandlung von Fahrrädern vom 09.01.2020, § 3 Nr. 37 EStG: Steuerfreiheit zusätzlich zum Arbeitslohn gestellter Fahrräder, Zweirad-Industrie-Verband (ZIV): Marktdaten Fahrräder und E-Bikes