Estrich-Rechner
Estrichmenge, Gewicht, Zement und Sand, Fertigestrich-Säcke oder Trockenestrich-Platten.
Wie viel Estrich brauche ich?
Fläche, Dicke und Estrichart wählen.
Beispiel: Fließestrich für 25 m² mit 6,5 cm: 1,63 m³, etwa 3,4 Tonnen, 137 kg/m²
So funktioniert der Estrich-Rechner
Der Estrich-Rechner rechnet aus Fläche und Estrichdicke, wie viel Estrich Sie brauchen: das Volumen in Kubikmetern, das Gewicht in Tonnen und je Quadratmeter für die Deckenlast, bei Zementestrich die Menge Zement und Estrichsand zum Selbstmischen im Verhältnis 1:5 oder die Zahl der 40-Kilo-Säcke Fertigestrich, bei Calciumsulfat-Fließestrich Gewicht und Belegreife, und bei Trockenestrich die Zahl der Platten, den Kleber und die Ausgleichsschüttung. Dazu die Randdämmstreifen und die Trocknungszeit bis zur Belegreife.
Merksatz: Fläche mal Dicke ist das Volumen, mal 2.000 Kilogramm je Kubikmeter das Gewicht, und ein Zentimeter Estrich wiegt 20 Kilogramm je Quadratmeter, das muss die Decke tragen. Die Eselsbrücke: Ein Sack Zement, fünf Sack Sand, und eine Woche trocknen je Zentimeter.
Drei Beispiele:
- Wohnung 60 m², Zementestrich 5 cm: 3,00 m³, 6,0 Tonnen, 100 kg/m²; selbst gemischt 1.050 kg Zement in 42 Säcken und 4,5 t Estrichsand, fertig gemischt 150 Säcke à 40 kg, Randdämmstreifen rund 37 m, Belegreife nach etwa 42 Tagen.
- Dachgeschoss 25 m², Fließestrich 6,5 cm: 1,63 m³, 3,4 Tonnen, 137 kg/m², vom Fachbetrieb gepumpt für 15 bis 25 € je m² inklusive Material.
- Altbau 40 m², Trockenestrich mit 4 cm Schüttung: 58 Platten zu 0,75 m² mit 8 Prozent Verschnitt, 24 kg Kleber, 1.600 Liter Ausgleichsschüttung.
Formeln: Volumen = Fläche × Dicke / 100, Gewicht = Volumen × 2.000 kg/m³ (Fließestrich 2.100), Zement = Volumen × 350 kg, Sand = Volumen × 1,5 t, Trockenestrich-Platten = Fläche × 1,08 / 0,75. Was auf den Estrich kommt, rechnet der Fliesen-Rechner und der Laminat-Rechner, und den Kies für die Sauberkeitsschicht darunter der Kies-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Estricharten: Zement, Calciumsulfat, Trockenestrich
Zementestrich, CT nach DIN EN 13813, ist der Klassiker aus Zement, Sand 0/8 und Wasser, feuchtebeständig, für Bad, Keller, Garage und außen, mit 2.000 Kilogramm je Kubikmeter, selbst mischbar im Verhältnis 1:5, ein Sack Zement auf fünf Sack Sand, und als Fertigestrich im 40-Kilo-Sack für 5 bis 8 Euro, was bei 150 Säcken für 60 Quadratmeter teurer wird als der Estrichleger; der Nachteil ist die lange Trocknung, etwa eine Woche je Zentimeter plus Zuschlag über 4 Zentimeter, beim 5-Zentimeter-Estrich rund 42 Tage bis zur Belegreife, und das Schwinden, das Dehnfugen alle 40 Quadratmeter verlangt. Calciumsulfat-Fließestrich, CA, auf Anhydritbasis, wird vom Fachbetrieb mit der Pumpe eingebracht, verläuft selbstnivellierend, schwindet kaum, umschließt Fußbodenheizungsrohre lückenlos und ist bei 6,5 Zentimetern mit 3,4 Tonnen auf 25 Quadratmetern etwas schwerer als Zement; er trocknet schneller, ist aber feuchteempfindlich und gehört nicht ins Bad ohne Abdichtung und nicht in den Keller. Trockenestrich besteht aus Gipsfaser- oder Zementfaserplatten, 1.500 mal 500 Millimeter, die auf einer Ausgleichsschüttung verlegt und an den Falzen verklebt werden, 25 Kilogramm je Quadratmeter statt 100, sofort begehbar, ohne Trocknung, und deshalb die Lösung für Altbaudecken, Dachgeschosse und alles, was keine 6 Tonnen tragen soll. Dazu kommen Gussasphalt für Industrie und Magnesia für Spezialfälle. Welcher Estrich zum Belag passt, entscheidet die Belegreife: Fliesen vertragen 2 Prozent Restfeuchte auf Zement, Parkett 1,8 auf Zement und 0,5 auf Calciumsulfat, und die Werte werden mit dem CM-Gerät gemessen, nicht geschätzt. Welche Fliesen und wie viele auf die fertige Fläche kommen, rechnet der Fliesen-Rechner.
Dicke, Aufbau und Gewicht: Was unter dem Estrich liegt
Die Estrichdicke hängt von der Konstruktion ab: Verbundestrich direkt auf dem Beton 2,5 bis 4 Zentimeter, Estrich auf Trennlage 3,5 bis 5, schwimmender Estrich auf Dämmung, der Normalfall im Wohnbau, 4,5 bis 6,5 Zentimeter je nach Festigkeitsklasse und Dämmstoffdicke, und mit Fußbodenheizung der Rohrdurchmesser plus 4,5 Zentimeter Überdeckung, bei 16-Millimeter-Rohren also 6,1, deshalb die 6,5 im Beispiel. Der Bodenaufbau im Neubau ist von unten: Rohdecke, Ausgleich für Leitungen, Trittschalldämmung 2 bis 3 Zentimeter, Wärmedämmung, Folie, Randdämmstreifen an allen Wänden, Estrich, Belag, zusammen 12 bis 18 Zentimeter, und die Randdämmstreifen, die der Rechner als Näherung aus dem Umfang schätzt, trennen den Estrich von der Wand, damit Schall und Spannung nicht übergehen. Das Gewicht ist bei Sanierungen die entscheidende Frage: 5 Zentimeter Zementestrich sind 100 Kilogramm je Quadratmeter, 6,5 Zentimeter Fließestrich 137, und eine alte Holzbalkendecke trägt oft nur 150 Kilogramm Nutzlast je Quadratmeter insgesamt, Möbel und Menschen eingerechnet, so dass dort Trockenestrich mit 25 Kilogramm die einzige Wahl ist; Betondecken tragen 350 bis 500. Die Tonnen zählen auch für den Transport: 6 Tonnen Fertigestrich sind 150 Säcke, die jemand in den dritten Stock tragen muss, und 4,5 Tonnen Sand sind eine Lkw-Fuhre. Wie Kies und Sand nach Volumen und Dichte bestellt werden, rechnet der Kies-Rechner, und was die Decke bei Umbauten an Wärme verliert, der U-Wert-Rechner.
Selbst machen, trocknen lassen, typische Fehler
Zementestrich selbst zu mischen ist für Garage, Keller und Räume bis 20 Quadratmeter machbar, mit Mischmaschine, erdfeuchter Konsistenz, die sich zur Kugel formen lässt ohne zu tropfen, Abziehen mit Lehren und Reiben, und der Rechner liefert die Zutaten: 18 Quadratmeter mit 7 Zentimetern sind 1,26 Kubikmeter, 441 Kilogramm Zement in 18 Säcken und 1,9 Tonnen Sand, oder 63 Säcke Fertigestrich; ab 30 Quadratmetern ist der Estrichleger mit Pumpe schneller und meist nicht teurer, 20 bis 35 Euro je Quadratmeter für Zementestrich inklusive Material, 15 bis 25 für Fließestrich. Die Trocknung ist der Punkt, an dem die meisten Fehler passieren: Zementestrich braucht etwa eine Woche je Zentimeter, über 4 Zentimetern mehr, beim 7-Zentimeter-Estrich 70 Tage, die ersten Tage feucht und zugfrei, danach gelüftet, und bei Fußbodenheizung das Aufheizprotokoll, das die Heizung 21 Tage nach dem Einbau stufenweise hochfährt; wer früher belegt, bekommt Schüsseln, Risse und Schimmel unter dem Parkett. Der erste Fehler ist das Weglassen der Randdämmstreifen, der zweite die fehlende Folie auf der Dämmung, durch die das Wasser in die Dämmung sickert, der dritte die zu dünne Schicht über Heizrohren, der vierte das Betreten vor dem dritten Tag, der fünfte der Fließestrich im Bad ohne Abdichtung, der sechste die Belegung nach Gefühl statt nach CM-Messung, und der siebte die Trockenestrichplatte auf ungebundener Schüttung über 6 Zentimetern, die dann nachgibt. Wie viel Wasser der Trocknungsprozess abgibt, 3 Liter je Quadratmeter und Zentimeter, erklärt, warum im Rohbau die Fenster beschlagen. Welche Heizleistung die Fußbodenheizung im Estrich bei 35 Grad Vorlauf bringen muss, rechnet der Heizkörper-Rechner für jeden Raum.
Ein Stück Geschichte: Vom römischen Opus signinum zum Fließestrich
Das Wort Estrich kommt vom spätlateinischen "astricus", dem Pflaster aus Ziegelbruch, und die Römer hatten mit dem Opus signinum, Kalk mit zerstoßenen Ziegeln, schon einen wasserdichten Estrich, der in den Thermen über der Hypokaustenheizung lag, der ersten Fußbodenheizung, und in Pompeji bis heute hält; Vitruv beschrieb um 25 v. Chr. den Aufbau in sieben Schichten. Im Mittelalter waren Lehm- und Gipsestriche üblich, der Gipsestrich im Kloster Maulbronn aus dem 12. Jahrhundert liegt noch, und der Zementestrich kam mit dem Portlandzement, den Joseph Aspdin 1824 patentierte und der in Deutschland ab 1855 in Stettin hergestellt wurde. Der schwimmende Estrich auf Dämmung, der den Trittschall vom Rohbau trennt, ist eine Erfindung der 1950er Jahre, als der Wohnungsbau Mehrfamilienhäuser in Serie baute und die DIN 4109 Schallschutz verlangte, und die DIN 18560 für Estriche im Bauwesen erschien 1974. Anhydritestrich gab es ab den 1960er Jahren aus dem Abfallprodukt der Flusssäureherstellung, der Fließestrich mit Pumpe setzte sich ab 1990 durch und ist heute im Neubau mit Fußbodenheizung die Mehrheit. Trockenestrich kam mit den Gipsfaserplatten von Fermacell 1971 auf den Markt, als Lösung für den Altbau, und das CM-Gerät zur Feuchtemessung, das Calciumcarbid mit dem Estrichwasser reagieren lässt, ist seit den 1950er Jahren das Werkzeug, das über die Belegreife entscheidet. Der Rechner rechnet die sieben Schichten des Vitruv auf eine herunter.
Praktische Tipps
Prüfen Sie zuerst, was die Decke trägt, im Altbau vor jeder Tonne. Nehmen Sie für Fußbodenheizung Rohrdurchmesser plus 4,5 Zentimeter. Lassen Sie ab 30 Quadratmetern pumpen statt zu tragen. Legen Sie Randdämmstreifen und Folie, bevor der erste Sack aufgeht. Rechnen Sie eine Woche je Zentimeter Trocknung in den Bauzeitenplan. Messen Sie die Feuchte mit dem CM-Gerät, bevor Parkett oder Fliesen kommen. Nehmen Sie im Bad Zementestrich oder dichten Sie ab. Und vergessen Sie die Dehnfugen nicht, alle 40 Quadratmeter und an jeder Tür. Den Kleber und die Fliesen auf dem fertigen Estrich rechnet der Fliesen-Rechner.
Häufige Fragen
Wie viel Estrich brauche ich für 60 m²?
Bei 5 cm Dicke 3,00 m³, das sind 6 Tonnen Zementestrich oder 100 kg je Quadratmeter. Selbst gemischt braucht das 1.050 kg Zement in 42 Säcken und 4,5 Tonnen Estrichsand 0/8, fertig gemischt 150 Säcke Fertigestrich à 40 kg.
Wie dick muss Estrich sein?
Schwimmender Zementestrich auf Dämmung 4,5 bis 6,5 cm, Verbundestrich 2,5 bis 4 cm, Estrich auf Trennlage 3,5 bis 5 cm. Mit Fußbodenheizung Rohrdurchmesser plus 4,5 cm Überdeckung, bei 16-mm-Rohr also mindestens 6,1 cm. Trockenestrich-Platten sind 2 bis 2,5 cm dick plus Schüttung.
Wie viel wiegt Estrich pro m²?
Zementestrich 20 kg je Zentimeter Dicke, 5 cm also 100 kg/m², Fließestrich 21 kg je Zentimeter, 6,5 cm sind 137 kg/m². Trockenestrich wiegt etwa 25 kg/m² und ist deshalb die Wahl für Holzbalkendecken, die oft nur 150 kg/m² Nutzlast tragen.
Wie lange muss Estrich trocknen?
Zementestrich etwa eine Woche je Zentimeter, über 4 cm länger: 5 cm rund 42 Tage, 7 cm rund 70 Tage bis zur Belegreife. Fließestrich trocknet schneller. Entscheidend ist die CM-Messung: Fliesen auf Zement ab 2 Prozent Restfeuchte, Parkett ab 1,8, auf Calciumsulfat ab 0,5.
Wie viel Zement und Sand für Estrich?
Mischung 1:5, etwa 350 kg Zement und 1,5 Tonnen Sand 0/8 je Kubikmeter. Für 18 m² mit 7 cm, also 1,26 m³, sind das 441 kg Zement in 18 Säcken à 25 kg und 1,9 Tonnen Sand. Fertigestrich braucht 50 Säcke à 40 kg je Kubikmeter.
Was kostet Estrich pro m²?
Zementestrich vom Fachbetrieb 20 bis 35 € je m² inklusive Material, Fließestrich 15 bis 25 €, Trockenestrich 30 bis 50 € mit Schüttung. Selbst gemischt kostet das Material für Zementestrich 5 bis 8 € je m², Fertigestrich im Sack 12 bis 20 € je m².
Wie viele Trockenestrich-Platten brauche ich?
Fläche mal 1,08 für den Verschnitt, geteilt durch 0,75 m² je Platte: 40 m² ergeben 58 Platten zu 1.500 × 500 mm. Dazu etwa 0,6 kg Kleber je m², 24 kg, und die Ausgleichsschüttung, bei 4 cm 40 Liter je m², 1.600 Liter.
Zementestrich oder Fließestrich?
Zementestrich ins Bad, in den Keller, in die Garage und überall, wo es feucht wird; er trägt mehr, trocknet aber länger. Fließestrich für Wohnräume mit Fußbodenheizung, selbstnivellierend, schwindarm, schneller belegbar, aber feuchteempfindlich. Trockenestrich, wo Gewicht und Zeit zählen.