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Hochbeet-Bepflanzungsrechner

Beetmaße und Kultur wählen, der Rechner zählt Reihen und Pflanzen. Dazu die Flächenaufteilung nach Zehrern und der Wasserbedarf je Monat.

Wie viele Pflanzen passen ins Beet?

Abstände nach gängigen Gartenbau-Empfehlungen, 20 Kulturen zur Auswahl.

Beispiel: 2 × 1 m Kopfsalat: 3 Reihen × 6 = 18 Pflanzen

Fläche nach Zehrern aufteilen

Erstes Jahr Starkzehrer, später Mittel- und Schwachzehrer.

Beispiel: 2 m², 40/40/20 %: 0,8 / 0,8 / 0,4 m²

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Wie viel gießen?

Liter je m² und Woche nach Monat und Lage, abzüglich Regen.

Beispiel: 2 m² im Juli, vollsonnig, 10 mm Regen: 52 l pro Woche

So funktioniert der Hochbeet-Bepflanzungsrechner

Der Hochbeet-Bepflanzungsrechner beantwortet die Frage, die vor jedem Gang zur Gärtnerei steht: Wie viele Pflanzen passen ins Hochbeet? Sie tragen Länge und Breite ein und wählen eine von 20 Kulturen von Tomate bis Radieschen; der Rechner legt die üblichen Pflanzabstände zugrunde, zählt Reihen und Pflanzen je Reihe, nennt die Zehrergruppe und einen groben Ertrag. Der zweite Kasten teilt die Beetfläche nach Starkzehrern, Mittelzehrern und Schwachzehrern auf und vergleicht Ihre Aufteilung mit der Empfehlung für das Standjahr des Beets, denn ein frisch gefülltes Hochbeet ist ein anderer Standort als eines im vierten Jahr. Der dritte Kasten rechnet die Gießmenge in Litern je Woche aus Beetfläche, Monat, Lage und Regen, umgerechnet in Gießkannen.

Merksatz: Der Pflanzabstand ist ein Rechteck aus Reihenabstand und Abstand in der Reihe, und 10.000 Quadratzentimeter geteilt durch dieses Rechteck ergeben die Pflanzen je Quadratmeter. Eselsbrücke fürs Gießen: Im Hochsommer braucht Gemüse rund 30 Liter je Quadratmeter und Woche, das sind drei Gießkannen.

Drei Beispiele:

  • Kopfsalat im Beet 2 × 1 m, Abstand 30 × 30 cm: 3 Reihen zu je 6 Pflanzen, also 18 Salate, rechnerisch 11 je Quadratmeter. Möhren mit 25 × 5 cm kommen im selben Beet auf 160 Pflanzen, Zucchini mit 100 × 80 cm nur auf 2.
  • Tomaten im kleinen Beet 1,2 × 0,8 m: bei 60 × 50 cm eine Reihe mit 2 Pflanzen, grob 6 kg Ernte. Starkzehrer, also ins erste Jahr.
  • Gießen im Juli, 2 m², vollsonnig, 10 mm Regen: 30 l/m² × 1,2 Lagefaktor = 36 l/m², minus 10 mm Regen bleiben 26 l/m², also 52 Liter pro Woche oder gut fünf Gießkannen. Ohne Regen wären es 72 Liter.

Formeln: Reihen = Beetbreite / Reihenabstand, Pflanzen je Reihe = Beetlänge / Pflanzabstand, Gießmenge = (Grundbedarf des Monats × Lagefaktor - Regen) × Fläche. Wie viel Erde, Kompost und Holz das Beet selbst braucht, rechnet der Hochbeet-Rechner, das Regenwasser dafür liefert die Zisterne.

Wissenswertes zum Thema

Pflanzabstände: Warum enger nicht mehr bringt

Die Pflanzabstände auf Saatguttüten sind keine Vorsichtsmaßnahme, sondern Erfahrungswerte dafür, wie viel Platz eine ausgewachsene Pflanze für Blätter, Wurzeln und Luft braucht. Zu eng gesetzte Salate bilden keine Köpfe, Kohlrabi bleibt klein, Tomaten in Tuchfühlung bekommen Braunfäule, weil die Blätter nach dem Regen nicht abtrocknen. Der Rechner nutzt gängige Richtwerte: Kopfsalat 30 × 30 cm, Möhren 25 × 5 cm, Buschbohnen 40 × 10 cm, Tomaten 60 × 50 cm, Zucchini und Gurken einen Quadratmeter und mehr. Im Hochbeet darf man wegen des lockeren, nährstoffreichen Substrats und der Wärme 10 bis 20 Prozent enger pflanzen als im Freiland, besonders bei Salat, Kräutern und Radieschen; bei Kohl und Fruchtgemüse eher nicht. Die Rechnung mit Reihen quer zur Beetlänge ist dabei nur eine Möglichkeit. Wer in Blöcken pflanzt, also versetzt im Dreiecksverband, bekommt rund 15 Prozent mehr Pflanzen unter, und wer Reihen längs legt, bekommt bei ungünstigen Maßen mal eine Pflanze mehr oder weniger. Der Wert "Pflanzen je Quadratmeter" in der Tabelle ist der theoretische Maximalwert ohne Randverluste, die Reihenzählung der praktische.

Stark-, Mittel- und Schwachzehrer: Die Jahre des Hochbeets

Ein klassisch geschichtetes Hochbeet aus Ästen, Grünschnitt, Laub, Kompost und Erde ist im ersten Jahr ein Nährstoffspeicher, wie ihn kein Gartenbeet bietet. Die Verrottung setzt Stickstoff frei und wärmt von unten. Deshalb gehören ins erste Jahr Starkzehrer: Tomaten, Gurken, Zucchini, Kohl, Paprika, Sellerie, Kartoffeln. Salat, Spinat und Rucola können in diesem Überangebot Nitrat anreichern und sind erst ab dem zweiten Jahr die bessere Wahl. Im zweiten und dritten Jahr sind Mittelzehrer wie Möhren, Zwiebeln, Mangold, Kohlrabi, Fenchel und Salate am richtigen Platz, ergänzt um einige Starkzehrer mit Kompostgabe. Ab dem vierten Jahr ist die Füllung weitgehend verrottet und um 20 bis 30 Zentimeter gesackt; jetzt gedeihen Schwachzehrer wie Erbsen, Bohnen, Radieschen, Erdbeeren und Kräuter, und spätestens im fünften oder sechsten Jahr wird neu befüllt. Der Mischkultur-Kasten rechnet Ihre Aufteilung in Quadratmeter um und stellt die Empfehlung für das Standjahr daneben, 60/30/10 im ersten Jahr, 30/50/20 im zweiten und dritten, 10/40/50 danach. Das sind Faustzahlen, keine Vorschrift; wer jedes Jahr Kompost nachfüllt, kann länger stark zehren lassen.

Gießen im Hochbeet: Mehr als im Boden, aber richtig

Hochbeete trocknen schneller aus als Beete im Boden: Sie haben Wände, die sich erwärmen, keinen kapillaren Anschluss ans Grundwasser und eine lockere Füllung, durch die Wasser rasch nach unten zieht. Der Rechner setzt für Gemüse in Mitteleuropa Richtwerte je Monat an, von 8 Litern je Quadratmeter und Woche im März über 25 im Juni bis 30 im Juli, korrigiert um die Lage (vollsonnig plus 20 Prozent, schattig minus 25 Prozent) und zieht den Regen ab, denn ein Millimeter Niederschlag ist ein Liter je Quadratmeter. Das Ergebnis ist eine Wochenmenge, die besser auf zwei bis drei durchdringende Güsse verteilt wird als auf tägliches Benetzen; flaches Gießen zieht die Wurzeln nach oben, wo sie am nächsten heißen Tag vertrocknen. Morgens gießen, direkt auf die Erde und nicht über die Blätter, hält Pilzkrankheiten fern. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Stroh senkt den Bedarf um ein Viertel, ein Tropfschlauch mit Zeitschaltuhr macht den Urlaub möglich. Tomaten, Gurken und Kohl brauchen eher mehr als der Richtwert, Zwiebeln, Kräuter und Erdbeeren zur Reife eher weniger. Der Fingertest in fünf Zentimetern Tiefe bleibt das beste Messgerät.

Ein Stück Geschichte

Das Prinzip des Hochbeets ist alt: Chinesische und mittelamerikanische Gärtner bauten schon vor Jahrhunderten aufgeschichtete Beete, und die Klostergärten des Mittelalters nutzten erhöhte, mit Flechtwerk eingefasste Beete, wie sie der St. Galler Klosterplan um 820 zeigt. Der Begriff "Hügelbeet" und die Schichtung aus Holz, Grünschnitt und Kompost stammen aus der biologisch-dynamischen und organischen Gartenbewegung des 20. Jahrhunderts, in Deutschland vor allem durch die Bücher von Gertrud Franck ("Gesunder Garten durch Mischkultur", 1980) und die Arbeiten des Tirolers Sepp Holzer verbreitet. Die Mischkultur selbst ist noch älter: Die "drei Schwestern" Mais, Bohne und Kürbis der nordamerikanischen Ureinwohner sind das bekannteste Beispiel, bei dem der Mais der Bohne als Stütze dient, die Bohne Stickstoff sammelt und der Kürbis den Boden beschattet. Dass Pflanzen Nährstoffe unterschiedlich stark entziehen, beschrieb Justus von Liebig Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Gesetz vom Minimum; die Einteilung in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer wurde daraus im Erwerbsgemüsebau zur Grundlage der Fruchtfolge. Den Hochbeet-Boom im Kleingarten und auf dem Balkon gibt es seit etwa 2010; heute verkaufen Baumärkte jedes Frühjahr Hunderttausende Bausätze, und mit ihnen die Frage, wie viel Erde hinein und wie viele Pflanzen oben drauf passen.

Praktische Tipps

Planen Sie das Beet auf Papier, bevor Sie kaufen: Hohe Kulturen wie Tomaten und Stangenbohnen auf die Nordseite, niedrige nach Süden, damit sich nichts beschattet. Rechnen Sie mit dem Kasten je Kultur und addieren Sie die Flächen, dann wissen Sie, wie viele Jungpflanzen in den Einkaufswagen gehören, meist sind es weniger als gedacht. Nutzen Sie die Höhe: Rankhilfen am Hochbeet bringen Gurken und Bohnen senkrecht und schaffen Platz. Säen Sie Radieschen und Pflücksalat als Lückenfüller zwischen langsamen Kulturen, sie sind geerntet, bevor Kohl und Tomaten den Platz brauchen. Halten Sie Fruchtfolge auch im Hochbeet ein, kein Kohl nach Kohl, keine Tomate nach Kartoffel. Für den Erdbedarf beim Nachfüllen und die Kosten der Füllung hilft der Hochbeet-Rechner, beim Abdecken mit Mutterboden der Mutterboden-Rechner, und für die Beetfläche bei krummen Formen der Quadratmeter-Rechner.

Häufige Fragen

Wie viele Pflanzen passen in ein Hochbeet 2 × 1 m?

Je nach Kultur: 18 Kopfsalate (30 × 30 cm), 160 Möhren (25 × 5 cm), 240 Radieschen (15 × 5 cm), 2 Zucchini (100 × 80 cm). Der Rechner zählt Reihen quer zum Beet und Pflanzen je Reihe für 20 Kulturen.

Welcher Pflanzabstand gilt für Tomaten im Hochbeet?

Stabtomaten 60 cm Reihenabstand und 50 cm in der Reihe, Buschtomaten etwas enger. In ein Beet von 1,2 × 0,8 m passen so 2 Pflanzen, in 2 × 1 m 4 Pflanzen. Zu eng gesetzt trocknen die Blätter schlecht ab und die Braunfäule kommt schneller.

Was pflanzt man im ersten Jahr ins Hochbeet?

Starkzehrer: Tomaten, Gurken, Zucchini, Kohl, Paprika, Kartoffeln, Sellerie. Die frische Füllung setzt viel Stickstoff frei. Salat und Spinat erst ab dem zweiten Jahr, weil sie sonst Nitrat anreichern. Faustaufteilung 60 % Stark-, 30 % Mittel-, 10 % Schwachzehrer.

Was sind Stark-, Mittel- und Schwachzehrer?

Einteilung nach Nährstoffbedarf: Starkzehrer (Kohl, Tomate, Kürbis) brauchen viel Stickstoff, Mittelzehrer (Möhre, Salat, Zwiebel) mittel, Schwachzehrer (Bohne, Erbse, Radieschen, Kräuter) wenig. Im Hochbeet folgt die Reihenfolge den Standjahren.

Wie viel muss ich das Hochbeet gießen?

Im Hochsommer rund 30 Liter je m² und Woche, vollsonnig 36, abzüglich Regen. Für 2 m² sind das ohne Regen 72 Liter, also sieben Gießkannen pro Woche, besser in zwei bis drei großen Gaben als täglich wenig. Im April reichen 12 l/m².

Wie viele Reihen passen in ein 1 m breites Hochbeet?

Breite geteilt durch Reihenabstand: bei 30 cm (Salat) 3 Reihen, bei 25 cm (Möhren, Zwiebeln) 4 Reihen, bei 15 cm (Radieschen) 6 Reihen, bei 60 cm (Tomaten) 1 Reihe. Der Rechner rundet ab, weil die Randpflanzen Abstand zur Wand brauchen.

Welche Mischkultur passt ins Hochbeet?

Bewährt: Tomate mit Basilikum und Petersilie, Möhre mit Zwiebel oder Lauch, Salat mit Radieschen und Kohlrabi, Gurke mit Dill. Nicht nebeneinander: Tomate und Kartoffel, Erbse und Bohne, Kohl und Zwiebel.

Kann ich im Hochbeet enger pflanzen als im Garten?

Ja, 10 bis 20 % enger bei Salat, Kräutern, Radieschen und Kohlrabi, weil Substrat und Wärme besser sind. Bei Kohl, Tomaten, Gurken und Zucchini die vollen Abstände einhalten, sonst leiden Luftzirkulation und Ertrag.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG): Gemüse im Hochbeet, Aussaat- und Pflanzabstände, Bundessortenamt und Saatgutanbieter: Kulturanleitungen mit Reihen- und Pflanzabständen, Franck, G.: Gesunder Garten durch Mischkultur, Südwest Verlag 1980, Deutscher Wetterdienst: Agrarmeteorologie, Verdunstung und Bewässerungsbedarf von Gemüsekulturen