Farbbedarf-Rechner
Wie viele Liter Wandfarbe und welche Eimer, dazu Tapetenbedarf und Kubikmeter des Raums.
Wie viel Farbe brauche ich?
Wände, optional Decke, Anstriche und Ergiebigkeit.
Beispiel: 6 × 4,5 × 2,7 m ohne Decke, 2 Anstriche, 6 m²/l: 16,9 Liter
Wie viele Rollen Tapete brauche ich?
Raummaße, Rollenmaße und Rapport eingeben.
Beispiel: 5 × 4 m bei 2,6 m Höhe mit 32 cm Rapport: 12 Rollen
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Wie viel Kubikmeter hat der Raum?
Für Heizung, Klima, Luftentfeuchter.
Beispiel: 7,2 × 4,5 × 2,8 m sind 90,72 m³
So funktioniert der Farbbedarf-Rechner
Der Farbrechner sagt, wie viel Wandfarbe ein Raum braucht: Länge, Breite und Höhe eingeben, die Fläche von Fenstern und Türen abziehen, wählen, ob die Decke mitgestrichen wird, die Ergiebigkeit vom Eimer in Quadratmetern je Liter und die Zahl der Anstriche eintragen. Das Ergebnis ist der Farbbedarf in Litern mit Wand- und Deckenfläche, der Fläche je Anstrich und der Zahl der Eimer in 10, 5 und 2,5 Litern. Daneben rechnet derselbe Rechner Tapetenrollen und das Raumvolumen in Kubikmetern für Heizung, Klimagerät oder Luftentfeuchter.
Merksatz: Umfang mal Höhe ist die Wandfläche, minus Fenster und Türen, mal Anstriche, geteilt durch die Ergiebigkeit. Die Eselsbrücke: Ein Liter gute Wandfarbe reicht für 6 bis 8 Quadratmeter je Anstrich, ein 10-Liter-Eimer also für ein Zimmer mit 35 Quadratmetern Wand zweimal, und ein Raum von 20 Quadratmetern Grundfläche hat fast 50 Quadratmeter Wand.
Drei Beispiele:
- 6 × 4,5 × 2,7 m, 6 m² Fenster und Türen, ohne Decke, 2 Anstriche, 6 m²/l: Wandfläche 50,7 m², Farbbedarf 16,9 Liter, also 2 Eimer à 10 Liter oder 4 à 5 Liter.
- 4 × 3,5 × 2,5 m, 4 m² Abzug, mit Decke, 2 Anstriche, 7 m²/l: Wände 33,5 m² plus Decke 14 m² gleich 47,5 m², Farbbedarf 13,6 Liter, 2 Eimer à 10 Liter oder 3 à 5.
- Nur die Decke desselben Raums: 14 m² mal 2 Anstriche durch 7 gleich 4 Liter, ein 5-Liter-Eimer.
Formeln: Wandfläche = 2 × (Länge + Breite) × Höhe - Abzüge, Decke = Länge × Breite, Liter = Fläche × Anstriche / Ergiebigkeit. Für Tapete gibt es den eigenen Tapeten-Rechner, für den Boden darunter den Laminat-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Ergiebigkeit: Warum der Eimer lügt und der Untergrund entscheidet
Auf dem Eimer steht die Ergiebigkeit, 6 bis 8 Quadratmeter je Liter bei guter Innenfarbe, bis 10 bei Premiumfarben mit hoher Deckkraft, und sie gilt für glatten, saugfähigen Untergrund bei einem Anstrich; Raufaser mit grobem Korn frisst 20 bis 30 Prozent mehr, roher Putz und Gipskarton ohne Grundierung saugen die Farbe weg, und wer über dunkle Farbe hell streicht, braucht drei Anstriche statt zwei. Die Deckkraft ist die zweite Zahl, Klasse 1 bis 4 nach DIN EN 13300, Klasse 1 deckt zu 99,5 Prozent und reicht meist mit einem Anstrich, Klasse 3 und 4 sind die Baumarkt-Aktionsfarben, die drei Anstriche brauchen und am Ende teurer sind; die Nassabriebklasse 1 bis 5 sagt, ob die Wand abwaschbar ist, Klasse 1 und 2 für Küche, Bad und Flur, Klasse 3 fürs Schlafzimmer. Grundierung, Tiefengrund auf saugenden Untergründen oder ein mit Wasser verdünnter erster Anstrich, spart beim zweiten so viel Farbe, wie sie kostet. Der Rechner rechnet mit der eingegebenen Ergiebigkeit und zwei Anstrichen als Standard; wer Raufaser hat, trägt 5 statt 7 ein, wer streicht wie der Profi, mit Rolle, nass in nass, Kanten zuerst mit dem Pinsel, kommt mit der Angabe hin. Ein Liter Reserve für Ausbesserungen gehört immer dazu, und derselbe Eimer, weil Chargen minimal abweichen. Was Bodenbeläge für den Raum brauchen, mit Verschnitt, rechnet der Laminat-Rechner.
Farbe wählen: Weiß ist nicht Weiß
Die Standardwandfarbe ist Dispersionsfarbe, Kunststoffbindemittel in Wasser, matt, abwaschbar und für alle Untergründe; Silikatfarbe bindet mineralisch, atmet, schimmelt nicht und hält auf Putz und Beton Jahrzehnte, nicht auf Tapete und alter Dispersion; Kalkfarbe ist die historische Variante für Altbauten und Keller, Lehmfarbe für Lehmputz, Latexfarbe für Bad und Küche mit Glanz und Scheuerfestigkeit. Weiß gibt es in Dutzenden Tönen, Altweiß mit Gelb, Reinweiß kalt, und ein Raum nach Norden wirkt mit kaltem Weiß grau; Farbtöne mischen Baumärkte nach Farbfächern wie RAL und NCS, und der Rechner für den Bedarf bleibt gleich, der Preis nicht, getönte Farbe kostet 30 bis 50 Prozent mehr. Dunkle Töne brauchen oft einen dritten Anstrich oder eine getönte Grundierung, und ein Akzent an einer Wand lässt sich mit dem Rechner als eigener Raum mit einer Wand rechnen, Länge mal Höhe. Die Preise 2026: 10 Liter Standard-Dispersion 25 bis 40 Euro, Markenfarbe mit Deckkraft 1 60 bis 90 Euro, Silikat 80 bis 120, für das Beispiel mit 17 Litern also 50 bis 160 Euro Farbe plus 30 Euro Werkzeug, Rolle, Pinsel, Abdeckfolie, Kreppband. Ein Maler nimmt 8 bis 15 Euro je Quadratmeter Wand inklusive Farbe, für 50 Quadratmeter 400 bis 750 Euro, mit 20 Prozent der Arbeitskosten steuerlich absetzbar. Für die Fläche eines Raums mit Dachschrägen oder Erker hilft der Flächenrechner mit Dreieck und Trapez.
Raumvolumen: Heizung, Klima, Entfeuchter
Der dritte Kasten rechnet Länge mal Breite mal Höhe und übersetzt in Geräte: 90,72 Kubikmeter bei 7,2 × 4,5 × 2,8 m brauchen als Richtwert 3.240 Watt Heizleistung nach der groben Regel 100 Watt je Quadratmeter im Bestand, ein Klimagerät nach 60 Watt je Kubikmeter rund 5.400 Watt, und ein Luftentfeuchter oder Luftreiniger sollte für 91 Kubikmeter ausgelegt sein, was auf der Verpackung in Quadratmetern bei 2,5 m Höhe steht. Die Heizregel ist nur ein Überschlag, Altbau ungedämmt braucht 120 bis 150 Watt je Quadratmeter, Neubau 30 bis 50, und der Rechner nennt die Spanne; für die echte Heizlast gibt es die Norm DIN EN 12831 und den Heizlastrechner. Beim Lüften zählt das Volumen ebenfalls: Ein Luftwechsel pro Stunde heißt, dass 91 Kubikmeter frische Luft hereinkommen, und Stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster schafft das in fünf bis zehn Minuten, Kipplüften braucht eine Stunde und kühlt die Wand aus. Für den Maler zählt das Volumen beim Trocknen, in einem kleinen, feuchten Raum trocknet Farbe langsam, und beim Lösemittel, bei Lacken und Lasuren, als Richtwert für die Lüftung. Was die Heizung für den Raum wirklich leisten muss, berechnet der Heizlastrechner mit Dämmung und Fenstern.
Ein Stück Geschichte: Kalk, Leimfarbe und die Dispersion
Wände wurden Jahrtausende mit Kalk geweißt, Löschkalk mit Wasser, der an der Luft wieder zu Kalkstein wird, desinfizierend, atmungsaktiv und jedes Jahr zu erneuern; in den Städten des 19. Jahrhunderts kam die Leimfarbe hinzu, Kreide mit Knochen- oder Zelluloseleim, billig, matt, aber nicht abwaschbar und jedes Mal vor dem nächsten Anstrich abzuwaschen, was Malerlehrlinge bis in die 1960er lernten. Die Ölfarbe mit Leinöl blieb Holz und Metall vorbehalten. Die Dispersionsfarbe entstand in den 1930ern mit den Kunstharzen, Polyvinylacetat zuerst, und wurde nach dem Krieg mit Acrylat- und Styrol-Dispersionen zum Standard, der kein Abwaschen mehr brauchte, mit der Rolle verarbeitet wurde, die der Amerikaner Norman Breakey 1940 in Toronto erfand, und in jedem Baumarkt stand; die Raufaser als Untergrund dazu stammt von Hugo Erfurt, 1864 in Wuppertal als Vorlage für Tapetenmuster erfunden, ab 1920 als überstreichbare Tapete verkauft und heute auf der Hälfte der deutschen Wände. Die DIN EN 13300 mit Deckkraft- und Nassabriebklassen kam 2002, die Umweltzeichen Blauer Engel 1978 und seit 2010 die Pflicht, den Gehalt an flüchtigen organischen Verbindungen auszuweisen, der bei Innenfarben heute nahe null liegt. Der Rechner rechnet die Fläche, die der Kalkweißer nach Gefühl schätzte.
Praktische Tipps
Messen Sie Fenster und Türen tatsächlich aus und ziehen Sie sie ab, Standardtür 1,8 m², Standardfenster 1,5 bis 2 m². Grundieren Sie saugende und frische Untergründe, das spart beim Deckanstrich. Rechnen Sie bei Raufaser mit 5 statt 7 Quadratmetern je Liter. Kaufen Sie einen Liter mehr aus derselben Charge und notieren Sie Farbton und Nummer auf dem Deckel. Streichen Sie die Decke zuerst, dann die Wände, Kanten mit dem Pinsel, Flächen mit der Rolle, nass in nass, bei Tageslicht. Lüften Sie nach dem Streichen, aber ohne Zugluft. Und wählen Sie Deckkraftklasse 1 oder 2, zwei Anstriche sind billiger als vier. Was die Fläche der Wände in Rollen Tapete wäre, zeigt der zweite Kasten und ausführlich der Tapeten-Rechner.
Häufige Fragen
Wie viel Farbe brauche ich für ein Zimmer?
Wandfläche mal Anstriche durch Ergiebigkeit: Ein Raum mit 6 × 4,5 × 2,7 m hat nach Abzug von 6 m² Fenstern und Türen 50,7 m² Wand, bei 2 Anstrichen und 6 m² je Liter 16,9 Liter, also 2 Eimer à 10 Liter. Mit Decke bei 4 × 3,5 × 2,5 m sind es 47,5 m² und 13,6 Liter.
Wie viel Quadratmeter schafft ein Liter Wandfarbe?
Nach Herstellerangabe 6 bis 8 m² je Anstrich auf glattem Untergrund, Premiumfarbe bis 10 m², auf Raufaser 20 bis 30 Prozent weniger, also etwa 5 m². Ein 10-Liter-Eimer reicht damit für 60 bis 80 m², bei zwei Anstrichen für 30 bis 40 m² Wand.
Wie viele Anstriche brauche ich?
Zwei bei Deckkraftklasse 1 oder 2 und ähnlichem Farbton, einer bei sehr guter Farbe auf gleichfarbigem Grund, drei bei Aktionsfarben der Klassen 3 und 4 oder beim Wechsel von Dunkel auf Hell. Eine Grundierung auf saugendem Untergrund spart beim Deckanstrich Farbe.
Wie berechne ich die Wandfläche?
Umfang mal Höhe minus Fenster und Türen: 2 × (6 + 4,5) × 2,7 = 56,7 m², minus 6 m² gleich 50,7 m². Die Decke ist Länge mal Breite, 6 × 4,5 = 27 m². Eine Standardtür hat etwa 1,8 m², ein Fenster 1,5 bis 2 m².
Welche Eimergröße soll ich kaufen?
Der Rechner zeigt die Zahl der Eimer in 10, 5 und 2,5 Litern: 16,9 Liter sind 2 Eimer à 10 oder 4 à 5 Liter. Große Eimer sind je Liter günstiger, aber alle Eimer sollten aus derselben Charge stammen. Ein Liter Reserve für Ausbesserungen gehört dazu.
Was bedeuten Deckkraft- und Nassabriebklasse?
Deckkraft nach DIN EN 13300 von Klasse 1 mit 99,5 Prozent bis Klasse 4 unter 95 Prozent; Klasse 1 und 2 decken mit zwei Anstrichen. Nassabrieb von Klasse 1 scheuerbeständig bis 5 nicht abwaschbar; Klasse 1 und 2 für Küche, Bad und Flur, Klasse 3 für Wohn- und Schlafräume.
Was kostet das Streichen eines Zimmers?
Farbe für 50 m² Wand bei zwei Anstrichen: 17 Liter, Standard 50 bis 70 Euro, Markenfarbe 100 bis 160 Euro, plus etwa 30 Euro Werkzeug. Der Maler nimmt 8 bis 15 Euro je Quadratmeter inklusive Farbe, also 400 bis 750 Euro, wovon 20 Prozent der Arbeitskosten absetzbar sind.
Wofür brauche ich das Raumvolumen?
Für Heizung, Klimagerät, Luftentfeuchter und Luftreiniger: 7,2 × 4,5 × 2,8 m sind 90,72 m³, als Richtwert 3.240 Watt Heizleistung im Bestand, rund 5.400 Watt Klimaleistung und ein Entfeuchter für 91 m³. Beim Lüften ist ein Luftwechsel die komplette Raumluft einmal ausgetauscht.