Hochbeet-Rechner
Wie viel Erde kommt ins Hochbeet, wie viele Bretter braucht der Rahmen? Zwei Kästen rechnen die Füllung in Schichten und das Baumaterial mit Kosten.
Wie viel Erde und Füllung braucht mein Hochbeet?
Innenmaße, Höhe und Sackpreise eintragen.
Beispiel: 2 × 1 × 0,8 m innen: 1.600 Liter, davon 480 l Äste, 320 l Grünschnitt, 400 l Kompost und 400 l Erde = 10 Säcke à 40 l
Wie viel Holz brauche ich für das Hochbeet?
Außenmaße, Brettmaße und Preise.
Beispiel: 2 × 1 × 0,8 m außen, Bretter 14 cm à 2 m: 6 Reihen, 38 lfm = 24 Bretter, 6 Pfosten, 144 Schrauben, 5,3 m² Folie, 2,2 m² Gitter, rund 180 € Holz
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So funktioniert der Hochbeet-Rechner
Der Hochbeet-Rechner rechnet die beiden Fragen, die vor jedem Hochbeet stehen: Wie viel Erde braucht ein Hochbeet, und wie viel Holz? Im ersten Kasten tragen Sie die Innenmaße und die Füllhöhe ein und bekommen das Volumen in Litern, die klassische Hochbeet-Befüllung in vier Schichten mit Ästen, Grünschnitt, Kompost und Erde, jede in Litern und Zentimetern, die Zahl der 40-Liter-Säcke für Erde und Kompost mit Kosten, die Nachfüllmenge nach dem Setzen und zum Vergleich, was eine Komplettfüllung mit gekaufter Erde kosten würde. Im zweiten Kasten rechnen Sie aus Außenmaßen und Brettmaßen den Holzbedarf in laufenden Metern und Brettern, die Pfosten, die Schrauben, die Noppenfolie für die Innenwände und das Wühlmausgitter für den Boden mit den Materialkosten. Das ist der Rechner für den Selbstbau aus Lärchenbrettern, für die Bestellung beim Kompostwerk statt im Baumarkt und für die Frage, warum das Beet im zweiten Jahr 15 Zentimeter tiefer ist.
Merksatz: Länge mal Breite mal Höhe in Metern mal 1.000 sind die Liter, und nur das obere Viertel davon ist gekaufte Erde, der Rest kommt aus dem Garten. Die Eselsbrücke: Ein Quadratmeter Beet mit 80 Zentimetern Höhe sind 800 Liter, davon 200 Liter Erde, fünf Säcke.
Drei Beispiele:
- Hochbeet 2 × 1 m innen, 80 cm hoch: 1.600 Liter; Schichten: 480 l Äste (24 cm), 320 l Grünschnitt (16 cm), 400 l Kompost (20 cm), 400 l Erde (20 cm), das sind je 10 Säcke Erde und Kompost für rund 120 €; komplett mit Erde wären es 40 Säcke für 280 €.
- Rahmen dafür mit 14-cm-Brettern à 2 m, Außenmaß 2 × 1 × 0,8 m: 6 Brettreihen, 38 laufende Meter oder 24 Bretter, 6 Pfosten, 144 Edelstahlschrauben, 5,3 m² Noppenfolie, 2,2 m² Wühlmausgitter, Holz und Pfosten rund 180 €, alles zusammen etwa 220 €.
- Großes Beet 3 × 1,2 × 0,9 m: 3.240 Liter, davon 810 l Erde (21 Säcke); 5 Reihen 19-cm-Bretter à 3 m, 44 laufende Meter, 6 Pfosten.
Formeln: Volumen = Länge × Breite × Höhe × 1.000 Liter, Schichten 30 / 20 / 25 / 25 Prozent, Bretter = Höhe / Brettbreite × Umfang × 1,05, Pfosten = 4 + Stützen alle 1,5 m. Lose Erde vom Kompostwerk rechnet der Mutterboden-Rechner in Kubikmeter und Tonnen um, andere Beetformen der Volumen-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Die vier Schichten: Warum das Hochbeet nicht nur Erde ist
Ein Hochbeet ist ein Komposthaufen mit Deckel aus Erde: Die unteren Schichten verrotten über Jahre, erwärmen das Beet von unten um einige Grad und geben Nährstoffe nach oben ab, deshalb wachsen Salat und Zucchini im ersten Jahr so, als stünden sie im Gewächshaus. Ganz unten kommt eine Lage grobes Material, Äste, Zweige, Strauchschnitt, Holzhäcksel, etwa 30 Prozent der Höhe, locker gepackt für Luft und Drainage; darüber 20 Prozent Grünschnitt, Laub, umgedrehte Rasensoden, Stroh, halb verrottetes Zeug, das die Rotte startet; dann 25 Prozent halbreifer Kompost oder Mist, der die Nährstoffe liefert; und oben 25 Prozent, mindestens 20 Zentimeter, Hochbeet- oder Gartenerde mit Kompost gemischt, in der die Wurzeln wachsen. Bei 80 Zentimetern Höhe sind das 24, 16, 20 und 20 Zentimeter, und der Rechner nennt die Liter je Schicht. Die klassische Reihenfolge stammt aus der Biogärtnerei und ist kein Gesetz: Wer keine Äste hat, nimmt Holzhäcksel oder Hackschnitzel, wer im Herbst füllt, nutzt das Laub, und wer es eilig hat, füllt zur Hälfte mit Kompost und Erde. Nur eine Regel gilt immer: Nie das ganze Beet mit gekaufter Erde füllen, das kostet das Dreifache und verdichtet.
Erde kaufen: Säcke, Schüttgut, Setzung
Hochbeeterde aus dem Baumarkt kostet 6 bis 10 Euro je 40-Liter-Sack, Kompost 4 bis 6 Euro, bei 400 Litern Erde also 60 bis 100 Euro für die oberste Schicht, für eine Komplettfüllung 250 bis 400 Euro, und die Säcke sind das Teuerste am ganzen Hochbeet. Günstiger ist Schüttgut vom Kompostwerk oder Erdenwerk: Fertigkompost kostet 20 bis 40 Euro je Kubikmeter, Hochbeeterde 40 bis 70, abgeholt im Anhänger oder geliefert ab etwa 2 Kubikmetern, und die eigene Komposttonne liefert jedes Jahr nach. Eingerechnet werden muss die Setzung: Die Schichten sacken im ersten Jahr um 10 bis 20 Zentimeter, ein Viertel bis ein Fünftel der Höhe, und werden jedes Frühjahr mit 5 bis 10 Zentimetern Kompost aufgefüllt, der Rechner nennt die Menge. Nach 5 bis 7 Jahren ist die Füllung durchgerottet und wird komplett erneuert, der Inhalt ist dann beste Gartenerde. Wichtig beim Kauf: Hochbeeterde ist meist gedüngt und torfreduziert, Pflanzerde für Töpfe zu locker, Mutterboden vom Aushub zu schwer und voller Unkrautsamen; für Gemüse eignet sich eine Mischung aus Gartenerde und einem Drittel Kompost, für Kräuter magerer mit Sand.
Holz, Folie, Gitter: Den Rahmen bauen
Ein Hochbeet aus Holz ist in einem Nachmittag gebaut: Vier Eckpfosten aus Kantholz 7 × 7 oder 9 × 9 Zentimetern, bei Längen über 1,5 Metern zusätzliche Stützpfosten gegen den Erddruck, darauf von außen oder innen die Bretter geschraubt, 2,5 bis 4 Zentimeter stark, 12 bis 19 Zentimeter breit, mit Edelstahlschrauben, zwei je Brettende. Lärche und Douglasie halten unbehandelt 10 bis 15 Jahre, Fichte und Kiefer 5 bis 8, kesseldruckimprägniertes Holz länger, sollte aber innen mit Folie vom Beet getrennt sein; Robinie und Eiche halten 20 Jahre und kosten entsprechend. Die Noppenfolie an den Innenwänden, Noppen zum Holz, hält die Dauerfeuchte vom Holz fern und ist der wichtigste Schutz, das engmaschige Wühlmausgitter aus verzinktem Draht am Boden hält Wühlmäuse draußen, beides berechnet der Rechner mit 10 Prozent Zuschlag für Überlappung. Der Boden selbst bleibt offen, damit Wasser abläuft und Regenwürmer einziehen. Ein 2 × 1 Meter Beet kostet im Selbstbau 150 bis 250 Euro Material, Bausätze aus Lärche 250 bis 600, aus Metall oder Stein 300 bis 1.500. Die Höhe von 80 bis 90 Zentimetern ist ergonomisch für Erwachsene, 60 für Kinder, und die Breite sollte 120 Zentimeter nicht überschreiten, damit die Mitte von beiden Seiten erreichbar bleibt.
Ein Stück Geschichte: Von der Hügelkultur zum Baumarktregal
Das Hochbeet ist die geordnete Form des Komposthaufens, auf dem Gärtner seit jeher Kürbisse pflanzten: Die Hügelkultur, ein mit Erde bedeckter Haufen aus Ästen und Grünschnitt, gehört seit dem Mittelalter zum Klostergarten, und die Pariser Marktgärtner des 19. Jahrhunderts heizten ihre Frühbeete mit Pferdemist von unten, um im Januar Salat zu ernten, das Prinzip der verrottenden Schicht. Die Bezeichnung Hochbeet und die Schichtung in vier Lagen gehen auf die Biogärtner der 1970er und 1980er Jahre zurück, allen voran auf Sepp Holzer und die Permakultur-Bewegung, die Hügelbeet und Hochbeet als Wärme- und Nährstoffspeicher propagierten. Der Durchbruch in die Vorstadtgärten kam nach 2010 mit Bausätzen aus Lärche und Metall, mit dem Urban-Gardening-Trend und der Erkenntnis, dass sich im Stehen besser gärtnert; in den Pandemiejahren 2020 und 2021 waren Hochbeete in Baumärkten zeitweise ausverkauft, und heute steht in jedem dritten Garten eines. Die Rechnung mit 30, 20, 25 und 25 Prozent ist die Daumenregel der Gartenratgeber, die der Rechner übernimmt.
Praktische Tipps
Füllen Sie im Herbst, dann sackt das Beet über den Winter und wird im Frühjahr aufgefüllt. Holen Sie Erde und Kompost als Schüttgut, ab einem Kubikmeter ist das halb so teuer wie Säcke. Treten Sie die unteren Schichten fest, aber nicht die Erde. Legen Sie die Folie mit den Noppen zum Holz und ziehen Sie sie oben über die Kante. Bauen Sie nicht breiter als 120 Zentimeter. Düngen Sie im ersten Jahr nicht, das Beet hat genug, und pflanzen Sie Starkzehrer zuerst, Schwachzehrer ab dem dritten Jahr. Und rechnen Sie Schüttgut mit dem Mutterboden-Rechner in Tonnen um, die Bretter für Beeteinfassungen mit dem Zaun-Rechner; was ein Hochbeet in Zisternenwasser braucht, zeigt der Zisternen-Rechner mit der Beetfläche als Gartenfläche.
Häufige Fragen
Wie viel Erde brauche ich für ein Hochbeet?
Nur für die oberste Schicht ein Viertel des Volumens: Bei 2 × 1 m und 80 cm Höhe sind das 1.600 Liter gesamt, davon 400 Liter Erde, also 10 Säcke à 40 Liter, und 400 Liter Kompost. Komplett mit gekaufter Erde wären es 40 Säcke für rund 280 €, das ist unnötig und verdichtet.
Wie wird ein Hochbeet richtig befüllt?
In vier Schichten von unten: 30 Prozent grobe Äste und Zweige, 20 Prozent Grünschnitt, Laub oder Rasensoden, 25 Prozent halbreifer Kompost oder Mist, 25 Prozent Erde mit Kompost gemischt, mindestens 20 cm. Bei 80 cm Höhe sind das 24, 16, 20 und 20 cm. Unten Wühlmausgitter, innen Noppenfolie, Boden offen lassen.
Wie viele Bretter brauche ich für ein Hochbeet?
Höhe geteilt durch Brettbreite ergibt die Reihen, mal Umfang plus 5 Prozent Verschnitt: Bei 2 × 1 × 0,8 m und 14 cm breiten Brettern 6 Reihen × 6 m = 38 laufende Meter, 24 Bretter à 2 m. Dazu 4 Eckpfosten plus Stützen alle 1,5 m, hier 6, und rund 144 Edelstahlschrauben.
Was kostet ein Hochbeet?
Selbstbau aus Lärche 2 × 1 × 0,8 m etwa 150 bis 250 € Material (Bretter 3,50 €/m, Pfosten, Folie, Gitter, Schrauben), dazu 60 bis 120 € für Erde und Kompost in Säcken oder die Hälfte als Schüttgut. Bausätze aus Lärche 250 bis 600 €, aus Metall oder Stein 300 bis 1.500 €.
Warum sackt das Hochbeet ab?
Die unteren Schichten verrotten und verdichten, im ersten Jahr um 10 bis 20 cm, bei 1.600 Litern rund 240 Liter. Jedes Frühjahr werden 5 bis 10 cm Kompost aufgefüllt, nach 5 bis 7 Jahren ist die Füllung durchgerottet und wird komplett erneuert; der Inhalt ist dann beste Gartenerde für die Beete.
Welches Holz eignet sich für ein Hochbeet?
Lärche und Douglasie unbehandelt 10 bis 15 Jahre, Robinie und Eiche bis 20, Fichte und Kiefer 5 bis 8, kesseldruckimprägniert länger, aber nur mit Folie zum Beet. Bretter ab 2,5 cm Stärke, Pfosten 7 × 7 cm, Edelstahlschrauben. Die Noppenfolie innen verdoppelt die Lebensdauer jedes Holzes.
Wie hoch und wie breit sollte ein Hochbeet sein?
Höhe 80 bis 90 cm für Erwachsene, 60 cm für Kinder und Sitzende; Breite höchstens 120 cm, damit die Mitte von beiden Seiten erreichbar ist, bei Wandstellung 60 bis 80 cm; Länge beliebig, mit Stützpfosten alle 1,5 m. Das Standardmaß 2 × 1 × 0,8 m fasst 1.600 Liter und reicht für eine Familie an Salat und Kräutern.
Kann ich Mutterboden oder Aushub ins Hochbeet füllen?
In den unteren Schichten als Teil des Grünschnitts ja, oben nicht: Aushub ist verdichtet, nährstoffarm und voller Unkrautsamen. Die obere Schicht sollte Gartenerde mit einem Drittel Kompost sein oder fertige Hochbeeterde. Rasensoden umgedreht in die zweite Schicht sind dagegen ideal.