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Pflaster-Rechner

Wie viele Steine, wie viel Schotter und Splitt? Der Rechner zählt vom Aushub bis zum Fugensand alles durch, was die Pflasterfläche braucht.

Wie viele Pflastersteine und wie viel Unterbau brauche ich?

Länge, Breite, Steinformat, Fuge, Verschnitt, Tragschicht und Bettung.

Beispiel: 8 × 4 m mit 10 × 20 cm Steinen, 3 mm Fuge, 8 % Verschnitt: 1.653 Steine, 14,4 t Schotter (25 cm), 2 t Splitt, 125 kg Fugensand, 24 lfm Randsteine

So funktioniert der Pflaster-Rechner

Der Pflaster-Rechner rechnet die ganze Materialliste für Terrasse, Gartenweg oder Einfahrt: Sie tragen Länge und Breite ein, wählen das Steinformat von 10 × 20 bis 80 × 40 Zentimetern, die Fugenbreite, den Verschnitt und die Dicke von Tragschicht und Bettung, und der Rechner zeigt die Fläche, die Steine je Quadratmeter mit Fuge, die Anzahl der Pflastersteine inklusive Verschnitt und die Ware in Quadratmetern mit Preis, dazu Schotter für die Tragschicht und Splitt für die Bettung in Kubikmetern und Tonnen, den Fugensand in Kilogramm und Säcken, die laufenden Meter Randsteine und den Aushub. Das ist der Rechner für die Bestellung beim Baustoffhändler, für den Vergleich zwischen Rechteckpflaster und Großformatplatten und für die Frage, wie viele Tonnen der Lkw bringen muss, bevor der erste Stein liegt.

Merksatz: Der Stein ist nur die Oberfläche, darunter liegen 25 bis 40 Zentimeter Schotter und 4 Zentimeter Splitt, und die wiegen pro Quadratmeter eine halbe Tonne. Die Eselsbrücke: Zentimeter Schotter mal 18 ist das Gewicht je Quadratmeter in Kilogramm, 25 Zentimeter also 450 Kilo.

Drei Beispiele:

  • Terrasse 8 × 4 m, Rechteckpflaster 10 × 20 cm, 3 mm Fuge, 8 % Verschnitt, 25 cm Schotter, 4 cm Splitt: 32 m², 47,8 Steine je m², 1.653 Steine (34,6 m² Ware, 864 € bei 25 €/m²), 14,4 t Schotter, 2 t Splitt, 125 kg Fugensand, 24 lfm Randsteine, 11,8 m³ Aushub.
  • Gartenweg 12 × 3 m mit Platten 40 × 60 cm, 5 mm Fuge, 10 % Verschnitt, 30 cm Schotter: 36 m², 4,1 Platten je m², 162 Platten (39,6 m², 1.782 € bei 45 €/m²), 19,4 t Schotter, 2,3 t Splitt, 66 kg Fugensand, 30 lfm Randsteine.
  • Einfahrt mit 40 cm Tragschicht: Bei 32 m² sind das 12,8 m³ oder 23 t Schotter, zwei Lkw-Ladungen, und der Aushub wächst auf gut 16 m³.

Formeln: Steine = Fläche / ((Steinlänge + Fuge) × (Steinbreite + Fuge)) × (1 + Verschnitt), Schotter in t = Fläche × Dicke × 1,8, Splitt in t = Fläche × Dicke × 1,6. Den Schotter für größere Flächen rechnet der Schotter-Rechner, Kies für die Randstreifen der Kies-Rechner, die Betonrückenstütze der Randsteine der Beton-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Der Aufbau: Tragschicht, Bettung, Stein, Fuge

Pflaster hält nicht durch den Stein, sondern durch das, was darunter liegt. Ganz unten der verdichtete Untergrund, darauf die Tragschicht aus Schotter oder Mineralgemisch 0/32 bzw. 0/45, die die Last verteilt und das Wasser ableitet: 20 bis 25 Zentimeter für Terrassen und Gehwege, 30 bis 40 für Einfahrten mit Pkw, 40 und mehr bei Lkw-Verkehr, nach den Regeln der ZTV Pflaster und der RStO. Darüber die Bettung aus Splitt 2/5 oder Brechsand, 3 bis 5 Zentimeter, in die der Stein gelegt und abgerüttelt wird, dann der Stein selbst mit 6 bis 8 Zentimetern bei Betonpflaster, 4 bis 6 bei Platten für Fußgänger, 8 bis 10 bei Einfahrten. Die Fugen, 3 bis 5 Millimeter bei Betonstein, 5 bis 10 bei Naturstein, werden mit Fugensand oder Fugensplitt verfüllt und beim Rütteln eingeschlämmt; sie sind kein Mangel, sondern nötig, damit die Steine Lasten gegenseitig abtragen und das Wasser versickert. Der Rechner zieht alle Schichten zusammen zum Aushub: Bei 25 Zentimetern Schotter, 4 Zentimetern Splitt und 8 Zentimetern Stein müssen 37 Zentimeter Erde raus, auf 32 Quadratmetern knapp 12 Kubikmeter, die mit Auflockerung 15 Kubikmeter Container füllen. Gefälle von 2 bis 2,5 Prozent vom Haus weg, bei 4 Metern Terrasse also 8 bis 10 Zentimeter, gehört von Anfang an in die Höhen.

Steine zählen: Format, Fuge, Verschnitt, Paletten

Die Steinzahl je Quadratmeter ergibt sich aus dem Format plus Fuge: Ein 10 × 20 Stein deckt mit 3 Millimetern Fuge 10,3 × 20,3 Zentimeter, 209 Quadratzentimeter, also 47,8 Steine je Quadratmeter statt der 50, die ohne Fuge herauskämen, und bei Platten 40 × 60 sind es 4,1 statt 4,2. Der Verschnitt deckt Schnittsteine an Rändern, Rundungen und Lichtschächten: 5 Prozent bei geraden Flächen im Reihenverband, 8 bis 10 bei Mustern und Ecken, 15 bei Diagonalverlegung und Kreisen, bei Polygonalplatten aus Naturstein noch mehr. Händler verkaufen nach Quadratmetern und Paletten, eine Palette Betonpflaster enthält je nach Format 8 bis 13 Quadratmeter in Lagen, und oft lohnt die volle Palette statt der angebrochenen; der Rechner nennt beides, Steine und Quadratmeter. Betonpflaster kostet 15 bis 40 Euro je Quadratmeter, Betonplatten in Großformat 40 bis 80, Klinker 40 bis 70, Naturstein 50 bis 150, dazu Schotter mit 25 bis 40 Euro je Tonne, Splitt 40 bis 70, Randsteine 5 bis 15 Euro je Meter. Alles in allem liegt die Terrasse im Beispiel bei 1.500 bis 2.500 Euro Material in Eigenleistung; der Pflasterer rechnet 80 bis 150 Euro je Quadratmeter komplett.

Mengen bestellen: Tonnen, Kubikmeter, Verdichtung

Schotter wird nach Tonnen verkauft, der Rechner rechnet mit 1,8 Tonnen je Kubikmeter für Mineralgemisch 0/32 und 1,6 für Splitt 2/5, Werte, die je nach Gestein zwischen 1,5 und 1,9 schwanken. Entscheidend ist die Verdichtung: Die Tragschicht wird lagenweise mit der Rüttelplatte verdichtet und verliert dabei 10 bis 15 Prozent ihrer Schütthöhe, deshalb bestellt man 25 Zentimeter verdichtet als 28 bis 30 Zentimeter lose, und der Rechner weist darauf hin. Ein Lkw mit Kipper bringt 10 bis 25 Tonnen, Kleinmengen kommen im Big Bag zu 1 Tonne für 60 bis 100 Euro, das lohnt bis etwa 5 Tonnen. Fugensand braucht man weniger, als man denkt, 3 bis 5 Kilogramm je Quadratmeter bei schmalen Fugen, bei Polygonalplatten mit breiten Fugen das Dreifache; der Rechner leitet die Menge aus dem Fugenanteil ab. Randsteine oder Rasenkantensteine setzt man in ein Betonbett mit Rückenstütze, je Meter etwa 15 bis 20 Liter Beton, bei 24 Metern also ein halber Kubikmeter. Wer Schotter übrig hat, hat ihn als Drainage oder Wegebelag schnell verbraucht, wer zu wenig hat, zahlt die zweite Anfahrt.

Ein Stück Geschichte: Von der Römerstraße zum Betonstein

Die Römer pflasterten ihre Fernstraßen mit Basaltplatten auf einem mehrlagigen Unterbau aus Steinen, Kies und Sand bis zu einem Meter dick, und die Via Appia von 312 vor Christus trägt bis heute Verkehr; der Schichtaufbau des Rechners ist im Prinzip derselbe. Im Mittelalter verschwand das Pflaster aus den Städten, Paris bekam 1184 unter Philipp II. die ersten gepflasterten Straßen zurück, deutsche Städte folgten ab dem 14. Jahrhundert mit Kopfsteinpflaster aus Feldsteinen, und das Kleinpflaster aus Granitwürfeln, das die Altstädte prägt, stammt aus dem 19. Jahrhundert. Den Betonpflasterstein erfanden die Niederlande in den 1920er Jahren als Ersatz für knappen Klinker, nach dem Krieg wurde er in Deutschland zum Standard, und der Verbundstein mit verzahnten Seiten, der Lasten besser verteilt, kam 1960 aus Stuttgart. Seit den 1990er Jahren treiben Großformatplatten und versickerungsfähiges Ökopflaster den Markt, Letzteres, weil die gesplittete Abwassergebühr versiegelte Flächen teurer macht und Kommunen Schottergärten verbieten, aber durchlässiges Pflaster erlauben. Die ZTV Pflaster-StB regelt seit 2006, wie Tragschicht, Bettung und Fuge auszuführen sind, die Zahlen im Rechner folgen ihr.

Praktische Tipps

Bestellen Sie Schotter und Splitt 10 bis 15 Prozent über der Rechnung, die Verdichtung frisst den Rest. Nehmen Sie bei Einfahrten 30 bis 40 Zentimeter Tragschicht und 8 Zentimeter Stein. Planen Sie das Gefälle vom Haus weg und die Höhe der Randsteine vor dem ersten Schottereimer. Verlegen Sie aus mehreren Paletten gemischt, damit Farbunterschiede verschwinden. Rütteln Sie mit Gummimatte, sonst bricht die Oberfläche. Schlämmen Sie die Fugen nach dem Rütteln ein und sanden Sie nach Wochen nach. Und rechnen Sie den Rest der Baustelle mit: die Fläche krummer Grundrisse mit dem Flächenrechner, den Mutterboden, der weg muss, mit dem Mutterboden-Rechner, die Terrassendielen als Alternative mit dem Terrassendielen-Rechner.

Häufige Fragen

Wie viele Pflastersteine brauche ich pro Quadratmeter?

Fläche geteilt durch Steinmaß inklusive Fuge: 10 × 20 cm mit 3 mm Fuge sind 47,8 Steine je m², 20 × 20 cm 24,3, 30 × 30 cm 10,9, Platten 40 × 60 cm 4,1. Dazu 5 bis 15 Prozent Verschnitt für Schnittsteine an Rändern und Rundungen. Für 32 m² sind das bei 10 × 20 cm 1.653 Steine.

Wie viel Schotter brauche ich unter dem Pflaster?

Fläche × Dicke der Tragschicht × 1,8 t/m³: 32 m² mit 25 cm sind 8 m³ oder 14,4 t, mit 40 cm für die Einfahrt 12,8 m³ oder 23 t. Weil die Rüttelplatte 10 bis 15 Prozent verdichtet, 28 bis 30 cm lose einbauen und entsprechend mehr bestellen. Mineralgemisch 0/32 oder 0/45.

Wie dick muss die Tragschicht sein?

Terrasse und Gartenweg 20 bis 25 cm, Einfahrt mit Pkw 30 bis 40 cm, bei Lkw oder weichem Boden 40 cm und mehr, nach ZTV Pflaster und RStO. Darüber 3 bis 5 cm Splittbettung und der Stein mit 6 bis 8 cm, bei Einfahrten 8 bis 10 cm. Insgesamt müssen also 35 bis 55 cm ausgehoben werden.

Wie viel Splitt und Fugensand brauche ich?

Splitt 2/5 für die Bettung: Fläche × 4 cm × 1,6 t/m³, bei 32 m² rund 2 t. Fugensand 3 bis 5 kg je m² bei schmalen Fugen, bei 32 m² etwa 125 kg oder 6 Säcke à 25 kg; bei breiten Fugen von Naturstein und Polygonalplatten das Dreifache. Nach dem Rütteln einschlämmen und nach einigen Wochen nachsanden.

Wie breit soll die Pflasterfuge sein?

Betonstein 3 bis 5 mm, Klinker 3 bis 5 mm, Naturstein 5 bis 10 mm, Großformatplatten 3 bis 5 mm mit Abstandhaltern. Die Fuge ist nötig, damit die Steine Lasten gegenseitig abtragen und Wasser versickert; knirsch verlegte Steine ohne Fuge platzen an den Kanten ab. Die Fugenbreite verändert die Steinzahl um einige Prozent.

Was kostet Pflastern pro Quadratmeter?

Material in Eigenleistung 45 bis 80 € je m² bei Betonpflaster (Stein 15 bis 40, Schotter, Splitt, Sand, Randsteine), bei Natursteinplatten 80 bis 200 €. Der Pflasterer rechnet komplett mit Aushub, Unterbau und Verlegung 80 bis 150 € je m², bei Naturstein 150 bis 250 €. Die Terrasse mit 32 m² liegt so bei 1.500 bis 5.000 €.

Wie viel Aushub fällt an?

Tragschicht plus Bettung plus Steindicke: 25 + 4 + 8 cm = 37 cm, bei 32 m² knapp 12 m³ gewachsener Boden, der sich beim Ausheben um 20 bis 30 Prozent auflockert, also 15 m³ Container oder 20 t. Mutterboden getrennt lagern und wiederverwenden, nur der Unterboden muss weg.

Wie viele Steine sind auf einer Palette?

Je nach Format und Dicke 8 bis 13 m² je Palette, bei 10 × 20 × 6 cm meist rund 10 bis 12 m² in 8 bis 10 Lagen, bei Platten 40 × 60 cm etwa 10 m². Händler verkaufen nach m² oder Lagen; für 34,6 m² Ware sind das drei bis vier Paletten. Aus mehreren Paletten gemischt verlegen, damit die Farbe gleichmäßig wird.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: ZTV Pflaster-StB 06: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für den Bau von Pflasterdecken, Plattenbelägen und Einfassungen, RStO 12: Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, Bauklassen, DIN 18318: Verkehrswegebauarbeiten, Pflasterdecken und Plattenbeläge, Betonverband Straße, Landschaft, Garten (SLG): Merkblätter zur Verlegung von Betonpflaster