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Pool-Chlor-Rechner

Poolvolumen, gemessenen Wert und Ziel eintragen: Der Rechner nennt die Menge Chlor, pH-Minus oder Salz in Gramm, Millilitern und Säcken, immer mit der Formel dahinter.

Chlor dosieren

Grundformel mg/l × m³ = g reines Chlor, geteilt durch den Wirkstoffanteil.

Beispiel: 30 m³ von 0,2 auf 1 mg/l mit Granulat 56 %: 43 g

pH-Wert korrigieren

Faustwert 100 g je 10 m³ und 0,1 Punkt, Packungsangabe geht vor.

Beispiel: 30 m³ von pH 7,8 auf 7,2: 1.800 g pH-Minus

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300 × 250

Salz für die Elektrolyse

Zielwert der Anlage, Verdünnung durch Frischwasser berücksichtigt.

Beispiel: 30 m³ auf 4 g/l: 120 kg Salz, 4,8 Säcke

So funktioniert der Pool-Chlor-Rechner

Der Pool-Chlor-Rechner nimmt der Wasserpflege das Schätzen. Im ersten Kasten tragen Sie das Beckenvolumen, den gemessenen Chlorwert und den Zielwert ein, wählen zwischen Chlorgranulat mit 56 oder 65 Prozent, Flüssigchlor mit 13 Prozent und Chlortabletten mit 90 Prozent Wirkstoff, und der Rechner nennt die Menge in Gramm oder Millilitern, für die normale Nachchlorung ebenso wie für die Stoßchlorung. Der zweite Kasten rechnet die Dosierung von pH-Minus und pH-Plus vom gemessenen zum gewünschten pH-Wert, der dritte den Salzbedarf für eine Salzelektrolyseanlage, auch nach dem Nachfüllen von Frischwasser. Alle drei zeigen die Faustwerte je Kubikmeter mit an, damit Sie beim nächsten Mal ohne Rechner auskommen.

Merksatz: Ein Milligramm je Liter ist ein Gramm je Kubikmeter. Wer den Chlorwert um 1 mg/l anheben will, braucht je Kubikmeter 1 Gramm reines Chlor, geteilt durch den Wirkstoffanteil des Mittels. Eselsbrücke für den pH-Wert: 100 Gramm je 10 Kubikmeter bewegen den pH um ein Zehntel.

Drei Beispiele:

  • 30 m³ von 0,2 auf 1 mg/l mit Granulat 56 %: 0,8 mg/l × 30 m³ = 24 g reines Chlor, geteilt durch 0,56 sind 43 g Granulat. Mit Tabletten zu 90 % wären es 27 g, also ein Achtel einer 200-g-Tablette.
  • Stoßchlorung von 45 m³ auf 10 mg/l mit Flüssigchlor 13 %: 450 g Chlor, also 3,46 Liter Flüssigchlor, rund 4,15 kg. Mit Granulat 65 % bräuchte ein 30-m³-Becken 462 g.
  • pH von 7,8 auf 7,2 bei 30 m³: sechs Zehntel × 300 g = 1.800 g pH-Minus, in zwei Gaben zu 900 g. Salz für 30 m³ von 0 auf 4 g/l: 120 kg, also fünf Säcke zu 25 kg.

Formeln: Chlormenge = (Ziel - Istwert) × m³ / Wirkstoffanteil, pH-Mittel = Differenz / 0,1 × 100 g × m³ / 10, Salz in kg = (Ziel - Ist in g/l) × m³. Wer das Volumen seines Beckens nicht kennt, holt es im Pool-Rechner, die Laufzeit der Filterpumpe, die für die Verteilung der Mittel nötig ist, steht im Poolpumpen-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Warum der pH-Wert vor dem Chlor kommt

Chlor desinfiziert im Pool als hypochlorige Säure, und wie viel davon im Wasser vorliegt, hängt vom pH-Wert ab. Bei pH 7,0 liegen rund drei Viertel des freien Chlors in der wirksamen Form vor, bei pH 7,5 noch etwa die Hälfte, bei pH 8,0 nur noch ein Viertel. Ein Pool mit pH 8 braucht also die dreifache Chlormenge für dieselbe Wirkung, und genau deshalb steht in jeder Anleitung: erst den pH-Wert auf 7,0 bis 7,4 bringen, dann chloren. Der pH-Wert steigt im Lauf der Saison fast immer, weil Kohlendioxid ausgast, Badegäste Hautfette und Sonnencreme eintragen und manche Chlorprodukte selbst alkalisch sind; Calciumhypochlorit hebt ihn, Trichlor-Tabletten senken ihn. Der Rechner arbeitet mit dem gängigen Faustwert von 100 Gramm Granulat je 10 Kubikmeter und 0,1 Punkt. Wie stark das Wasser tatsächlich reagiert, bestimmt seine Alkalinität, die Pufferkapazität: Bei hartem Wasser mit über 150 mg/l braucht es mehr, bei weichem Regenwasser deutlich weniger. Deshalb empfiehlt der Rechner, die Hälfte zuzugeben, einige Stunden umzuwälzen, nachzumessen und erst dann den Rest zu dosieren.

Freies Chlor, gebundenes Chlor und die Stoßchlorung

Auf dem Teststreifen interessiert das freie Chlor, das noch desinfizieren kann; für private Pools gelten 0,5 bis 1 mg/l als Ziel, bei starker Nutzung und Hitze bis 1,5 mg/l. Hat Chlor bereits mit Schweiß, Urin und Hautschuppen reagiert, liegt es als gebundenes Chlor vor, die Chloramine, die für den typischen Hallenbadgeruch und brennende Augen sorgen. Riecht ein Pool stark nach Chlor, ist meist zu wenig freies Chlor da, nicht zu viel. Die Stoßchlorung auf 5 bis 10 mg/l oxidiert diese Verbindungen weg, deshalb gehört sie nach einer Poolparty, nach Gewittern, bei trübem Wasser, bei Algenansatz und zum Saisonstart dazu. Gebadet wird erst wieder, wenn der Wert unter 3 mg/l gesunken ist, bei Sonne und laufender Pumpe meist nach ein bis zwei Tagen. Der Rechner nennt für die Stoßchlorung dieselbe Formel wie für die Nachchlorung, nur mit dem höheren Zielwert, und zeigt in der Tabelle, wie viel Mittel ein Milligramm je Liter in Ihrem Becken kostet. Der grobe Wochenbedarf von einem Gramm reinem Chlor je Kubikmeter und Tag ist ein Richtwert für den Einkauf, keine Dosieranweisung; an heißen Tagen frisst UV-Licht ohne Stabilisator die Hälfte des Chlors in wenigen Stunden.

Chlorarten, Cyanursäure und die Salzelektrolyse

Die Produkte unterscheiden sich nicht nur im Wirkstoffgehalt. Dichlor-Granulat (56 %) löst sich schnell, ist pH-neutral und enthält Cyanursäure als UV-Stabilisator; Trichlor-Tabletten (90 %) ebenfalls, dazu senken sie den pH-Wert. Der Stabilisator schützt das Chlor vor der Sonne, reichert sich aber an: Ab etwa 50 mg/l Cyanursäure wird das Chlor träge, ab 100 mg/l hilft nur noch ein Teilwasserwechsel. Calciumhypochlorit (65 %) und Flüssigchlor (Natriumhypochlorit, 12 bis 14 %) sind unstabilisiert, eignen sich darum gut für die Stoßchlorung und für Becken, die ohnehin zu viel Cyanursäure haben; Flüssigchlor verliert bei warmer Lagerung schnell an Gehalt, ein offener Kanister vom Vorjahr hat oft nur noch die Hälfte. Die Salzelektrolyse schließlich stellt das Chlor an Bord her: Aus 3 bis 5 Gramm Salz je Liter erzeugt die Zelle per Strom Natriumhypochlorit, das nach der Desinfektion wieder zu Salz wird. Salz geht nur durch Rückspülen, Überlauf und Spritzwasser verloren, nicht durch Verdunstung, deshalb muss meist nur nach dem Nachfüllen nachgesalzen werden. Zu wenig Salz schaltet die Zelle ab, zu viel greift Leitern und Pumpen an, und der Zielwert steht im Handbuch der Anlage; der Rechner rechnet den Bedarf inklusive der Verdünnung durch Frischwasser.

Ein Stück Geschichte

Chlor als Desinfektionsmittel begann nicht im Pool, sondern im Trinkwasser: 1897 wurde in Maidstone in England nach einer Typhusepidemie erstmals ein Leitungsnetz mit Chlorkalk desinfiziert, 1908 folgte Jersey City als erste dauerhaft gechlorte Großstadtversorgung. Schwimmbäder zogen ab 1910 nach, zuerst mit Chlorkalk, später mit Chlorgas aus Druckflaschen, das in den Technikräumen öffentlicher Bäder bis in die 1980er Jahre üblich war und wegen seiner Gefährlichkeit nach und nach durch Hypochloritlösungen und Elektrolyse ersetzt wurde. Die Faustformel "ein Milligramm je Liter ist ein Gramm je Kubikmeter" stammt aus der Wasserwerkspraxis und ist seither unverändert. Die Salzelektrolyse für Pools kam in den 1970er Jahren aus Australien, wo Privatpools wegen des Klimas früh verbreitet waren, und ist dort heute Standard. In Deutschland regelt die DIN 19643 die Aufbereitung in öffentlichen Bädern mit einem freien Chlor von 0,3 bis 0,6 mg/l; für Privatpools gibt es keine verbindliche Norm, die Herstellerempfehlungen orientieren sich aber daran, nur mit etwas mehr Spielraum nach oben, weil zu Hause seltener gemessen wird.

Praktische Tipps

Messen Sie zweimal die Woche pH-Wert und freies Chlor, bei Hitze öfter, und notieren Sie die Werte; mit dem Rechner sehen Sie schnell, wie viel Ihr Becken je Milligramm braucht. Chlor immer abends bei laufender Pumpe zugeben, Granulat vorher in einem Eimer Poolwasser auflösen und nie direkt auf die Folie streuen, Flüssigchlor langsam vor den Einlaufdüsen eingießen. Niemals verschiedene Chemikalien im selben Eimer mischen, insbesondere kein Chlor mit pH-Minus, dabei entsteht Chlorgas. Lagern Sie Chlorprodukte kühl, trocken und getrennt von Säuren. Prüfen Sie zweimal im Jahr die Cyanursäure, wenn Sie stabilisierte Produkte verwenden, und wechseln Sie bei über 100 mg/l einen Teil des Wassers; wie viel das kostet, zeigt der Pool-Rechner. Eine Abdeckung spart nicht nur Wärme, sondern auch Chlor, weil sie UV-Licht und Schmutz fernhält, die Zahlen dazu liefert der Pool-Heizungs-Rechner. Und wer dem Wasser etwas Gutes tun will, füllt Regenwasser aus der Zisterne nach, das weich ist und den pH-Wert weniger treibt.

Häufige Fragen

Wie viel Chlor braucht mein Pool?

Ein Milligramm je Liter entspricht einem Gramm reinem Chlor je Kubikmeter. Um 30 m³ um 0,8 mg/l anzuheben, braucht es 24 g Chlor, bei Granulat mit 56 % Wirkstoff also 43 g. Der Zielwert für private Pools liegt bei 0,5 bis 1 mg/l freiem Chlor.

Wie viel Chlor für eine Stoßchlorung?

Ziel sind 5 bis 10 mg/l. Für 30 m³ auf 10 mg/l braucht es 300 g reines Chlor, also 462 g Calciumhypochlorit-Granulat (65 %) oder 2,3 Liter Flüssigchlor (13 %). Danach erst wieder baden, wenn der Wert unter 3 mg/l liegt.

Warum muss der pH-Wert vor dem Chloren stimmen?

Weil Chlor nur bei pH 7,0 bis 7,4 richtig wirkt. Bei pH 8 ist nur ein Viertel des Chlors aktiv, bei pH 7 drei Viertel. Ein zu hoher pH-Wert verschwendet also Chlor und reizt Haut und Augen.

Wie viel pH-Minus für 0,1 Punkt?

Faustwert 100 g Granulat je 10 m³ und 0,1 Punkt. Für 30 m³ von 7,8 auf 7,2 sind das 1.800 g. Die Hälfte zugeben, einige Stunden umwälzen, nachmessen, dann den Rest. Bei hartem Wasser braucht es mehr, die Packungsangabe geht vor.

Wie viel Salz braucht ein Pool mit Salzelektrolyse?

Zielwert laut Anlage, meist 3 bis 5 g/l, das sind 3 bis 5 kg je Kubikmeter. Für 30 m³ auf 4 g/l sind es 120 kg, knapp fünf Säcke zu 25 kg. Nach dem Nachfüllen von 10 % Frischwasser fehlen rund 12 kg.

Was ist der Unterschied zwischen Chlorgranulat 56 % und 65 %?

56 % ist meist Dichlor, schnelllöslich, pH-neutral und mit Cyanursäure stabilisiert. 65 % ist Calciumhypochlorit, unstabilisiert, hebt den pH-Wert leicht und eignet sich gut für die Stoßchlorung. Der Rechner berücksichtigt den Wirkstoffanteil automatisch.

Warum riecht mein Pool nach Chlor, obwohl wenig drin ist?

Der Geruch kommt von gebundenem Chlor (Chloraminen), das schon mit Schweiß und Schmutz reagiert hat. Das Mittel dagegen ist mehr freies Chlor in Form einer Stoßchlorung, nicht weniger.

Wie oft muss ich Chlor nachdosieren?

Je nach Sonne, Temperatur und Badebetrieb alle zwei bis drei Tage. Als Einkaufsgröße gilt grob 1 g reines Chlor je Kubikmeter und Tag, bei 30 m³ also rund 375 g Granulat 56 % pro Woche. Verbindlich ist nur der gemessene Wert.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: DIN 19643-1: Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser, Allgemeine Anforderungen, Umweltbundesamt: Hygieneanforderungen an Bäder und deren Überwachung, Empfehlung der Badewasserkommission, Bundesverband Schwimmbad und Wellness (bsw): Leitfaden Wasserpflege für private Schwimmbäder, Herstellerangaben zu Dosierung und Wirkstoffgehalt von Chlorgranulat, Flüssigchlor, pH-Regulierern und Poolsalz