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Kies-Rechner

Wie viel Kies oder Splitt eine Fläche braucht, für Zierkies, Kiesbett, Drainage oder Pflasterbett, in Tonnen und Big Bags.

Wie viel Kies brauche ich?

Fläche, Dicke und Dichte eintragen, Preis optional.

Beispiel: Kiesfläche 6 × 6 m mit 8 cm bei 45 € je Tonne: 4,97 t, 4 Big Bags, etwa 223,56 €

So funktioniert der Kies-Rechner

Der Kies-Rechner rechnet aus Länge, Breite und Schichtdicke das Volumen, schlägt 15 Prozent für Setzung und Verlust auf und macht mit der Schüttdichte daraus die Tonnen, in denen Kies verkauft wird. Dazu zeigt er Big Bags und 25-Kilo-Säcke und mit dem Preis je Tonne die Kosten ohne Lieferung. Die Voreinstellung 1,5 Tonnen je Kubikmeter passt für Rundkies und Kies 16/32; für Splitt, Zierkies aus Marmor oder Lava trägt man die Dichte vom Lieferschein ein.

Merksatz: Fläche mal Dicke mal 1,15 mal Dichte. Die Eselsbrücke für die Schichten: Zierkies 5 bis 8 Zentimeter, Kiesbett unter Terrassenplatten 3 bis 5, Drainage 10 bis 20, und ein Kubikmeter Kies sind anderthalb Tonnen, also anderthalb Big Bags. Wer Kies berechnen will, hat mit Fläche und Dicke alles, der Rest ist Dichte.

Drei Beispiele:

  • Zierkiesfläche 6 x 6 Meter, 8 Zentimeter, 1,5 t/m³, 45 Euro je Tonne: 36 Quadratmeter, 2,88 Kubikmeter, mit Zuschlag 3,31, also 4,97 Tonnen, 223,56 Euro, 4 Big Bags oder 199 Säcke.
  • Kiesstreifen am Haus 8 x 2 Meter, 5 Zentimeter: 16 Quadratmeter, 0,80 Kubikmeter, mit Zuschlag 0,92, also 1,38 Tonnen, ein Big Bag oder 56 Säcke.
  • Splittbett für eine Terrasse 5 x 4 Meter, 4 Zentimeter, Splitt 2/5 mit 1,5 t/m³: 0,80 Kubikmeter, mit Zuschlag 0,92, rund 1,4 Tonnen; bei Splitt reichen 5 bis 10 Prozent Zuschlag, also eher 1,3 Tonnen.

Die Formeln: Volumen = Länge x Breite x Dicke, lose Menge = Volumen x 1,15, Tonnen = lose Menge x Dichte, Big Bags = Kubikmeter aufgerundet, Säcke = Tonnen x 40. Für die Tragschicht aus Schotter darunter gibt es den Schotter-Rechner, für die Erde, die vorher raus muss, den Mutterboden-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Kies, Splitt, Zierkies: Was welche Körnung kann

Kies ist rund, vom Fluss oder aus der Grube geschliffen, und rollt; Splitt ist gebrochen, kantig, und verkeilt sich, deshalb liegt unter Terrassenplatten Splitt 2/5 und nicht Kies, der unter Last wandert, und auf Wegen begehbarer Splitt 2/5 oder 5/8 statt Rundkies, in dem man einsinkt. Als Zierkies auf Beeten und Flächen nimmt man Rundkies 16/32 oder 32/56, der sauber aussieht und nicht in Schuhsohlen hängt, Marmorkies weiß oder grau mit einer Dichte um 1,4, Lavakies rot oder schwarz mit nur 1,0 bis 1,2 Tonnen je Kubikmeter, also deutlich leichter und teurer je Tonne, aber nicht je Kubikmeter, Basaltsplitt anthrazit mit 1,6. Für Drainagen hinter Kellerwänden und unter Sickerflächen gilt Kies 16/32 oder 8/16 ohne Feinanteil, damit Wasser durchläuft, in 10 bis 20 Zentimetern Dicke und mit Vlies gegen das Einschlämmen von Erde. Unter Zierkies gehört ein Unkrautvlies, nicht Folie, die Wasser staut, und am Rand eine Kante aus Metall, Stein oder Kunststoff, sonst wandert der Kies in den Rasen. Fugensplitt für Pflasterfugen ist 1/3 oder 2/5 und wird in Säcken gekauft, Estrichkies 0/8 ist für Beton, Sand 0/2 für Fugen und Mörtel; der Rechner rechnet alle Schüttgüter mit derselben Formel, nur die Dichte ändert sich. Die Tragschicht unter befahrenen Flächen ist Sache des Schotter-Rechners.

Schichtdicke und Zuschlag: Wo die 15 Prozent herkommen

Die Schichtdicke ist die Zahl, die den Bedarf macht: 5 Zentimeter Zierkies auf 36 Quadratmetern sind 1,8 Kubikmeter, 8 Zentimeter 2,88, und wer "ein bisschen mehr, damit das Vlies nicht durchschaut" nimmt, landet schnell bei einem Big Bag extra. Für Zierkies reichen 5 Zentimeter auf Vlies, 8 wenn Vögel und Katzen darin scharren, für das Splittbett unter Platten 3 bis 5 Zentimeter, nie mehr, weil ein dickes Bett sich setzt, für Kieswege 6 bis 8 Zentimeter auf verdichteter Tragschicht, für Drainagen 10 bis 20. Der Zuschlag von 15 Prozent deckt drei Dinge ab: die Setzung beim Verdichten, die bei Rundkies gering und bei Splitt fast null ist, den Verlust beim Abladen und Verteilen, und die Ungenauigkeit der Fläche, die beim Messen mit dem Zollstock meist zu klein ausfällt; bei Splitt und Zierkies auf Vlies reichen 5 bis 10 Prozent, bei Drainagekies, der in unebene Gräben kommt, sind 20 realistisch. Die Dichte schwankt mit Material und Feuchte: Trockener Rundkies 1,5 bis 1,6, nasser 1,7, Splitt 1,4 bis 1,6, Marmor 1,4, Lava 1,1, Glasbruch 1,3, und wer die Tonnen für die Bestellung braucht, nimmt den Wert des Lieferanten, der die Dichte seines Materials kennt. Wie viel Zaun um die Fläche herum gebraucht wird, rechnet der Zaun-Rechner.

Kaufen: Lose, Big Bag oder Sack, und was es kostet

Lose Schüttung ab Kieswerk kostet für Rundkies 16/32 je nach Region 25 bis 50 Euro je Tonne, für Splitt 30 bis 60, für Marmorkies 150 bis 300, für Lavakies 200 bis 400, dazu die Lieferung mit Kipper ab 60 Euro je Fuhre, bei Mindestmengen von 3 bis 5 Tonnen; der Big Bag mit 1.000 Litern oder etwa 1,5 Tonnen Kies kostet 80 bis 150 Euro frei Haus und ist für Mengen bis 5 Tonnen die bequemste Form, weil der Lkw ihn mit dem Kran auf die Einfahrt stellt; der Sack mit 25 Kilogramm für 4 bis 8 Euro im Baumarkt kostet je Tonne 160 bis 320 Euro und lohnt nur für Fugensplitt und Nachbesserungen. Die 4,97 Tonnen aus dem Beispiel kosten lose rund 224 Euro plus Lieferung, als vier Big Bags 320 bis 600 Euro, als 199 Säcke 800 bis 1.600 Euro, was das Rechnen vor dem Kauf erklärt. Dazu kommen Vlies mit 1 bis 3 Euro je Quadratmeter, Randeinfassung mit 5 bis 15 Euro je Meter und beim Weg die Tragschicht. Kiesgärten mit Vlies und Steinen statt Pflanzen sind in vielen Bundesländern seit 2020 in Neubaugebieten verboten, Baden-Württemberg und Bayern voran, weil sie versiegeln und sich aufheizen; Kiesflächen mit Bepflanzung, Kieswege und Kiesbeete als Staudenflächen bleiben erlaubt. Was der Zaun um die Kiesfläche kostet, rechnet der Zaun-Rechner.

Ein Stück Geschichte: Vom Kiesgarten in Kyoto zum Schottergarten-Verbot

Kies als Gestaltungsmittel ist alt: Die Zen-Gärten in Kyoto, der berühmteste im Ryoan-ji um 1500, bestehen aus geharktem weißem Kies und fünfzehn Steinen, und der Kies steht für Wasser, das es nicht gibt. In Europa kamen Kieswege mit den Barockgärten des 17. Jahrhunderts, Versailles hat Kilometer davon, und der englische Landschaftsgarten machte den "gravel walk" zum Standard, weil er trocken bleibt und knirscht, was Einbrecher verrät. Die Kiesgrube wurde mit dem Beton im 19. Jahrhundert zur Industrie, Deutschland fördert jährlich rund 250 Millionen Tonnen Kies und Sand, der zweitgrößte Rohstoffstrom nach Wasser, und die Baggerseen in jeder Flussniederung sind die Folge. Der Schottergarten, Vlies plus Kies plus drei Buchsbäume, kam in den 2000ern als "pflegeleicht" und wurde 2020 zum Politikum: Baden-Württemberg verbot ihn im Naturschutzgesetz, Bayern, Niedersachsen, Hessen und viele Kommunen folgten, und Landschaftsgärtner stellten fest, dass unter dem Vlies nach fünf Jahren Humus liegt und das Unkraut trotzdem kommt. Der Rechner rechnet Kies, wie es die Gärtner von Versailles taten, in Volumen und Gewicht, nur ohne Schubkarre.

Praktische Tipps

Messen Sie die Fläche in Metern und die Dicke in Zentimetern, der Rechner rechnet um. Nehmen Sie für Zierkies auf Vlies 5 bis 8 Zentimeter und den Zuschlag von 10 Prozent, für Splittbetten 4 Zentimeter und 5 Prozent, für Drainage 20 Prozent. Tragen Sie die Dichte vom Lieferanten ein, bei Lava und Marmor weicht sie stark ab. Vergleichen Sie Preise je Tonne und je Kubikmeter, leichte Steine sind je Tonne teuer, je Fläche nicht. Bestellen Sie Big Bags bis 5 Tonnen und lose Schüttung darüber, und lassen Sie sich den Ablageplatz vor der Lieferung bestätigen. Legen Sie Vlies, keine Folie, und eine Randkante. Prüfen Sie vor einem Kiesgarten die Regeln Ihrer Gemeinde. Und waschen Sie Zierkies mit dem Gartenschlauch, bevor er auf das Vlies kommt, der Staub aus dem Big Bag sieht wochenlang grau aus. Wie viel Erde für ein Beet nebenan nötig ist, rechnet der Mutterboden-Rechner.

Häufige Fragen

Wie viel Kies brauche ich für eine Fläche?

Fläche mal Schichtdicke mal 1,15 Zuschlag mal Dichte. Für 6 x 6 Meter mit 8 Zentimetern und 1,5 t/m³ sind das 3,31 Kubikmeter und 4,97 Tonnen, also 4 Big Bags oder 199 Säcke, bei 45 Euro je Tonne rund 224 Euro ohne Lieferung.

Wie viel wiegt ein Kubikmeter Kies?

Rundkies 1,5 bis 1,6 Tonnen trocken, nass bis 1,7, Splitt 1,4 bis 1,6, Marmorkies etwa 1,4, Lavakies nur 1,0 bis 1,2, Basaltsplitt 1,6. Der Rechner ist auf 1,5 voreingestellt, die Dichte des Lieferanten eintragen.

Wie dick muss die Kiesschicht sein?

Zierkies auf Vlies 5 bis 8 Zentimeter, Splittbett unter Terrassenplatten 3 bis 5, Kieswege 6 bis 8 auf verdichteter Tragschicht, Drainagen 10 bis 20. Mehr als 8 Zentimeter Zierkies bringen nichts außer Kosten und weichen Tritt.

Kies oder Splitt?

Splitt ist gebrochen und verkeilt sich, daher für Pflasterbett, Wege und Fugen. Kies ist rund und rollt, daher für Zierflächen, Drainagen und Beete. Unter Terrassenplatten gehört Splitt 2/5, als Zierkies Rundkies 16/32 oder 32/56.

Wie viele Big Bags brauche ich?

Ein Big Bag fasst etwa einen Kubikmeter, also rund 1,5 Tonnen Kies. 3,31 Kubikmeter sind 4 Big Bags, 0,92 Kubikmeter ein Big Bag. Big Bags lohnen sich bis etwa 5 Tonnen, darüber ist lose Schüttung günstiger, Säcke nur für kleine Mengen.

Was kostet Kies?

Rundkies lose 25 bis 50 Euro je Tonne, Splitt 30 bis 60, Marmorkies 150 bis 300, Lavakies 200 bis 400, plus Lieferung ab 60 Euro. Big Bags 80 bis 150 Euro frei Haus, Säcke 4 bis 8 Euro je 25 Kilogramm, also 160 bis 320 Euro je Tonne.

Warum rechnet der Rechner 15 Prozent dazu?

Für Setzung, Verlust beim Verteilen und ungenaue Flächenmaße. Bei Rundkies und Drainagen passt das, bei Splitt und Zierkies auf Vlies reichen 5 bis 10 Prozent, dann die Tonnen entsprechend abrunden oder die Dicke kleiner eintragen.

Sind Kiesgärten verboten?

Schottergärten aus Vlies und Kies ohne Bepflanzung sind in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Hessen und vielen Kommunen bei Neubauten verboten oder unerwünscht. Kieswege, Kiesbeete mit Stauden und Drainageflächen sind erlaubt. Vor dem Anlegen die Gemeinde fragen.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: DIN 18318 (Verkehrswegebauarbeiten, Pflasterdecken und Plattenbeläge, Bettung), DIN EN 12620 (Gesteinskörnungen für Beton), DIN EN 13242 (Gesteinskörnungen für ungebundene Gemische), FLL: Empfehlungen für Planung, Bau und Instandhaltung von Pflasterflächen, § 21a Naturschutzgesetz Baden-Württemberg, Art. 7 BayNatSchG (Schottergärten), Bundesverband Mineralische Rohstoffe (MIRO): Kies- und Sandförderung in Deutschland