Start›Haus & Bau›Mutterboden-Rechner

Mutterboden-Rechner

Mutterboden in m³, Tonnen, Big Bags und Säcken, mit Setzungszuschlag und Kosten.

Wie viel Mutterboden brauche ich?

Fläche, Dicke und Dichte eintragen, Preis optional.

Beispiel: Beetfläche 20 × 12 m mit 30 cm bei 1,4 t/m³ und 22 € je Tonne: 115,92 t, etwa 2.550,24 €

So funktioniert der Mutterboden-Rechner

Der Mutterboden-Rechner rechnet aus Länge, Breite und gewünschter Schichtdicke die Menge Mutterboden, die Sie für Rasen, Beet oder Gemüsegarten brauchen, legt 15 Prozent Zuschlag drauf, weil sich lose geschütteter Boden setzt, und rechnet das Volumen mit der Dichte in Tonnen um, denn Erde wird nach Gewicht verkauft. Dazu zeigt er die Anzahl Big Bags zu einem Kubikmeter, die Zahl der 25-Kilo-Säcke aus dem Baumarkt, die Kosten bei Ihrem Preis pro Tonne und als Bonus die Menge Rasensamen für die Fläche.

Merksatz: Länge mal Breite mal Dicke in Metern ist Kubikmeter, mal 1,3 bis 1,5 sind Tonnen, und 15 Prozent kommen drauf, weil sich die Erde setzt. Die Eselsbrücke: Ein Kubikmeter ist ein Big Bag, gut 50 Säcke oder anderthalb Tonnen, und eine Lkw-Ladung sind sechs bis zehn Kubikmeter.

Drei Beispiele:

  • Rasenfläche 20 × 12 m, 30 cm, 1,4 t/m³, 22 €/t: 72 m³ rein, 82,80 m³ mit Zuschlag, 115,92 t, 2.550,24 €, 83 Big Bags oder 4.637 Säcke, 6 kg Rasensamen.
  • 15 × 10 m, 20 cm, 1,3 t/m³: 34,50 m³ mit Zuschlag, 44,85 t, 35 Big Bags, 1.794 Säcke, 3,8 kg Rasensamen.
  • Gemüsebeet 6 × 4 m, 40 cm: 9,6 m³ rein, 11,04 m³ mit Zuschlag, bei 1,4 t/m³ rund 15,5 t, eine Lkw-Fuhre.

Formeln: Volumen = Länge × Breite × Dicke / 100 (Dicke in cm), Bedarf = Volumen × 1,15, Tonnen = Bedarf × Dichte, Kosten = Tonnen × Preis. Für Kies und Splitt unter Wegen und Terrassen rechnet der Kies-Rechner mit anderen Dichten, für Schotter im Unterbau der Schotter-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Wie viel Mutterboden Sie wirklich brauchen

Die Schichtdicke hängt davon ab, was wachsen soll: Rasen kommt mit 15 bis 20 Zentimetern Mutterboden aus, wenn darunter kein Bauschutt liegt, Staudenbeete und Hecken brauchen 30 bis 40, Gemüse und Obststräucher 40 Zentimeter, und Bäume ein Pflanzloch mit dem doppelten Ballendurchmesser. Der Rechner nimmt Länge und Breite für rechteckige Flächen, bei L-förmigen Gärten rechnen Sie zwei Rechtecke und addieren, bei runden Flächen Radius mal Radius mal 3,14. Der Setzungszuschlag von 15 Prozent ist der Erfahrungswert für frisch geschütteten, lockeren Boden, der nach dem ersten Regen und dem Walzen 10 bis 20 Prozent an Höhe verliert; wer den Boden mit der Rüttelplatte verdichtet, braucht eher 20 Prozent, wer ihn nur abzieht, 10. Die Dichte ist die zweite Stellschraube: Trockener, humoser Mutterboden wiegt 1,2 bis 1,3 Tonnen je Kubikmeter, normaler erdfeuchter 1,4, lehmiger und nasser Boden bis 1,8, und weil der Händler nach Tonnen abrechnet und nach Kubikmetern liefert, lohnt die Frage, welche Dichte er ansetzt. Beim Beispiel 20 mal 12 Meter mit 30 Zentimetern sind 72 Kubikmeter rein, 82,80 mit Zuschlag und 115,92 Tonnen bei 1,4, das sind fünf bis sechs Lkw-Ladungen zu 20 Tonnen oder, wer es sich antun will, 83 Big Bags. Für die Fläche selbst, wenn sie nicht rechteckig ist, hilft der Flächenrechner.

Big Bag, Sack oder Lkw: Was sich wann lohnt

Sackware aus dem Baumarkt kostet 3 bis 6 Euro je 25-Kilo-Sack, das sind 150 bis 300 Euro je Kubikmeter und beim Rasenbeispiel 4.637 Säcke, sie lohnt sich nur für Hochbeete und Blumenkästen. Big Bags fassen einen Kubikmeter, wiegen 1,3 bis 1,5 Tonnen und kosten 60 bis 120 Euro inklusive Lieferung mit dem Kran-Lkw, sinnvoll bis etwa 5 Kubikmeter oder wenn der Boden an eine Stelle gesetzt werden muss, an die kein Kipper kommt. Ab 5 Kubikmetern ist die lose Lieferung per Lkw am günstigsten, 15 bis 35 Euro je Tonne für gesiebten Mutterboden plus 60 bis 150 Euro Anfahrt, je nach Entfernung, und ein Dreiachser bringt 10 bis 14 Tonnen, ein Vierachser bis 20; die 115,92 Tonnen des Beispiels kosten bei 22 Euro 2.550 Euro plus sechs Anfahrten. Gratis gibt es Mutterboden oft von Baustellen in der Nähe, wo er beim Aushub anfällt und entsorgt werden muss, aber ungesiebt, mit Steinen, Wurzeln und manchmal Bauschutt, und wer ihn nimmt, sollte ihn vorher gesehen haben. Gesiebter Mutterboden mit 10 bis 20 Millimetern Siebung ist für Rasen das Richtige, Beetboden mit Kompostanteil für Gemüse, und "Oberboden nach DIN 18915" ist die Bezeichnung, nach der Gartenbauer bestellen. Wie viele Lkw-Fuhren eine Menge sind und was der Transport je Tonne kostet, lässt sich mit dem Dreisatz-Rechner schnell überschlagen.

Einbau, Setzung und Rasensaat

Mutterboden wird in Lagen von 15 bis 20 Zentimetern aufgebracht, nicht in einem Schwung, und jede Lage leicht angewalzt, damit sich keine Hohlräume bilden, die später zu Dellen im Rasen werden; nasser Boden wird nicht verdichtet, weil er dann verschmiert und luftdicht wird. Vor dem Einbau wird der Untergrund gelockert, damit sich die Schichten verzahnen und Wasser abfließen kann, und bei Neubauten ist der verdichtete Baugrund das Hauptproblem, 20 Zentimeter Mutterboden auf Beton-hartem Lehm ergeben Staunässe. Nach dem Einbau sollte der Boden zwei bis vier Wochen setzen, bevor der Rasen gesät wird, ein Regen und einmal Walzen beschleunigen das, und die Setzung von 10 bis 20 Prozent ist der Grund, warum der Rechner 15 Prozent zuschlägt und warum die Fläche nach dem Abziehen höher stehen muss als der Gehweg. Rasensamen braucht 20 bis 30 Gramm je Quadratmeter, der Rechner rechnet mit 25, 6 Kilogramm für 240 Quadratmeter, und ausgesät wird im April und Mai oder September, wenn der Boden warm und feucht ist. Rollrasen ist die Alternative mit 5 bis 10 Euro je Quadratmeter, braucht dieselbe Bodenschicht und ist in drei Wochen begehbar. Unkraut, das aus Mutterboden kommt, stammt aus dem Samenvorrat im Boden und ist kein Mangel; zweimal Mähen vor der Rasenblüte regelt das. Was der Zaun um die neue Rasenfläche an Pfosten und Elementen braucht, rechnet der Zaun-Rechner.

Ein Stück Geschichte: Vom Schwarzerde-Streit zur DIN 18915

Dass die oberste Bodenschicht etwas Besonderes ist, wussten Bauern immer, aber der Begriff "Mutterboden" für den humusreichen Oberboden setzte sich erst im 19. Jahrhundert durch, als Justus von Liebig 1840 mit der Mineraltheorie erklärte, warum der Humus die Pflanzen nährt, und der russische Bodenkundler Dokutschajew 1883 mit seiner Studie über die Schwarzerde die Bodenkunde als Wissenschaft begründete. Rechtlich wurde der Mutterboden 1960 geschützt: § 202 Baugesetzbuch, damals noch Bundesbaugesetz, verlangt bis heute, dass Mutterboden bei Bauvorhaben "in nutzbarem Zustand zu erhalten und vor Vernichtung oder Vergeudung zu schützen" ist, deshalb liegt auf jeder Baustelle ein Mutterbodenhaufen, der nicht höher als zwei Meter sein darf, damit das Bodenleben nicht erstickt. Die DIN 18915 von 1973, zuletzt 2018 überarbeitet, regelt die Bodenarbeiten im Landschaftsbau, Lagerung, Einbau in Lagen, Verdichtung, und ist die Grundlage jedes Angebots vom Galabauer. Das Bundes-Bodenschutzgesetz von 1998 stellte den Boden als Schutzgut neben Wasser und Luft. Und der Handel mit Mutterboden ist ein eigenes Geschäft geworden, seit in Städten der Aushub von Baugruben als Abfall entsorgt werden muss, während zwanzig Kilometer weiter Neubaugebiete Erde für ihre Gärten kaufen; die Preise schwanken deshalb von null bis 40 Euro je Tonne, je nachdem, wer gerade mehr hat. Der Rechner rechnet, was seit 1960 auf jeder Baustelle geschützt wird.

Praktische Tipps

Messen Sie die Fläche nach dem Abtragen des alten Bodens, nicht vorher. Fragen Sie den Händler nach Dichte und Siebung, bevor Sie nach Tonnen bestellen. Bestellen Sie ab 5 Kubikmetern lose und lassen Sie kippen, wo der Boden hinkommt. Bauen Sie in Lagen ein und walzen Sie jede leicht an. Lassen Sie den Boden vor der Saat setzen. Legen Sie die Fläche zwei Zentimeter über Gehweghöhe an, die Setzung holt das ein. Schauen Sie sich Gratis-Boden an, bevor er kommt. Und rechnen Sie den Unterbau aus Kies oder Schotter getrennt mit dem Kies-Rechner.

Häufige Fragen

Wie viel Mutterboden brauche ich für 240 m² Rasen?

Bei 30 cm Schichtdicke 72 m³ rein, mit 15 Prozent Setzungszuschlag 82,80 m³, das sind bei 1,4 t/m³ rund 116 Tonnen oder 83 Big Bags. Für Rasen reichen meist 15 bis 20 cm, bei 20 cm wären es 55,2 m³ mit Zuschlag.

Wie viel wiegt ein Kubikmeter Mutterboden?

Trocken und humos 1,2 bis 1,3 Tonnen, erdfeucht etwa 1,4, lehmig und nass bis 1,8 Tonnen. Der Rechner lässt die Dichte einstellen. Weil Händler nach Tonnen abrechnen, lohnt die Frage, mit welcher Dichte sie rechnen.

Was kostet Mutterboden?

Lose geliefert 15 bis 35 € je Tonne für gesiebten Boden plus Anfahrt, im Big Bag 60 bis 120 € je Kubikmeter, als Sackware 150 bis 300 € je Kubikmeter. Beim Beispiel mit 115,92 Tonnen und 22 €/t sind das 2.550,24 € plus Transport. Von Baustellen gibt es ihn manchmal gratis, aber ungesiebt.

Warum rechnet der Rechner 15 Prozent Zuschlag?

Weil sich lose geschütteter Boden nach Regen und Walzen um 10 bis 20 Prozent setzt. Wer 30 cm haben will, muss 34 bis 35 cm einbauen. Bei Verdichtung mit der Rüttelplatte eher 20 Prozent einplanen, beim bloßen Abziehen reichen 10.

Wie dick muss die Mutterbodenschicht sein?

Rasen 15 bis 20 cm, Staudenbeete und Hecken 30 bis 40 cm, Gemüsebeete 40 cm, Bäume ein Pflanzloch mit doppeltem Ballendurchmesser. Darunter sollte der Untergrund gelockert sein, sonst entsteht Staunässe.

Wie viele Big Bags sind ein Kubikmeter?

Einer. Ein Big Bag fasst etwa einen Kubikmeter und wiegt 1,3 bis 1,5 Tonnen. Für 82,80 m³ wären das 83 Big Bags, was keinen Sinn ergibt; ab etwa 5 m³ ist die lose Lieferung per Lkw günstiger. 25-kg-Säcke braucht man 56 je Kubikmeter bei 1,4 t/m³, der Rechner rechnet sie nach Gewicht.

Wie viel Rasensamen für die Fläche?

Der Rechner rechnet mit 25 g je Quadratmeter, 6 kg für 240 m² und 3,8 kg für 150 m². Üblich sind 20 bis 30 g, Schattenrasen und Nachsaat brauchen mehr. Beste Saatzeit ist April bis Mai oder September bei warmem, feuchtem Boden.

Mutterboden oder Oberboden, was ist der Unterschied?

Keiner, Oberboden ist der Fachbegriff aus DIN 18915 und § 202 BauGB, Mutterboden der umgangssprachliche. Beide meinen die humusreiche oberste Schicht von 20 bis 40 cm. Gesiebter Oberboden ohne Steine und Wurzeln ist die Qualität, die man für Rasen bestellt.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: DIN 18915: Vegetationstechnik im Landschaftsbau, Bodenarbeiten, Baugesetzbuch § 202 Schutz des Mutterbodens, Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG), Deutsche Rasengesellschaft: Empfehlungen zur Rasenneuanlage