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Fliesenbedarf-Rechner

Fliesenanzahl mit Fuge und Verschnitt, dazu Pakete, Kleber und Fugenmörtel für Boden und Wand.

Wie viele Fliesen brauche ich?

Fläche, Fliesenformat, Fuge und Verschnitt.

Beispiel: 8,5 m² mit 30 × 60 cm, 2 mm Fuge, 15 % Verschnitt: 54 Fliesen

Wie viele Pakete Laminat brauche ich?

Mit Verschnitt, Sockelleisten und Kosten.

Beispiel: 6,2 × 3,8 m mit 10 % Verschnitt: 14 Pakete à 1,99 m², 696,22 €

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Wie viel Kubikmeter hat der Raum?

Für Heizung, Klima, Luftentfeuchter.

Beispiel: 7,2 × 4,5 × 2,8 m sind 90,72 m³

So funktioniert der Fliesenbedarf-Rechner

Der Fliesen-Rechner rechnet, wie viele Fliesen Sie für eine Fläche brauchen: Aus Fläche, Fliesenlänge, Fliesenbreite und Fugenbreite ergibt sich die Zahl der Fliesen je Quadratmeter, daraus die Stückzahl ohne und mit Verschnitt, die Quadratmeter zum Kaufen, die Zahl der Pakete bei bekanntem Paketinhalt, dazu Fliesenkleber in Kilogramm und Fugenmörtel. Zwei weitere Kästen rechnen Laminat in Paketen und das Raumvolumen. Das gilt für Boden und Wand, für Bad, Küche, Flur, Terrasse und Balkon, für Feinsteinzeug, Steingut, Mosaik und Naturstein.

Merksatz: Die Fuge gehört zur Fliese, eine 60er-Fliese mit 3 Millimetern Fuge belegt 60,3 mal 60,3 Zentimeter, und der Verschnitt gehört zum Raum, 10 Prozent gerade, 15 diagonal, 20 bei vielen Ecken. Die Eselsbrücke: Eins durch Fliesenfläche gleich Stück je Quadratmeter, und dann aufrunden, zweimal, auf Fliesen und auf Pakete.

Drei Beispiele:

  • Boden 12 m², 60 × 60 cm, 3 mm Fuge, 10 %, 1,44 m² je Paket: 2,8 Fliesen je m², 34 ohne Verschnitt, 37 mit, 13,2 m², 10 Pakete, 42 kg Kleber, 7,2 kg Fugenmörtel.
  • Küchenspiegel 6 m², 20 × 25 cm, 2 mm Fuge, 10 %, 1,5 m² je Paket: 19,6 je m², 118 ohne, 130 mit Verschnitt, 6,6 m², 5 Pakete, 21 kg Kleber, 3,6 kg Mörtel.
  • Großformat 15 m², 120 × 60 cm, 3 mm, 15 %: 1,4 je m², 21 ohne, 24 mit Verschnitt, 17,25 m², 12 Pakete à 1,44 m², 53 kg Kleber, 9 kg Mörtel; Mosaik 4 m² mit 10 × 10 cm: 385 Stück, 404 mit 5 Prozent.

Formeln: Fliesen je m² = 1 / ((Länge + Fuge) × (Breite + Fuge)) in Metern, Stück = Fläche × Fliesen je m² × (1 + Verschnitt), aufgerundet, Pakete = m² mit Verschnitt / Paketinhalt, aufgerundet, Kleber ≈ 3,5 kg/m², Fugenmörtel ≈ 0,6 kg/m². Die Fläche selbst, bei Wänden abzüglich Fenster und Tür, liefert der Flächenrechner, und was unter den Fliesen an Estrich liegt, der Estrich-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Format, Fuge und Verschnitt: Was die Stückzahl bestimmt

Die Zahl der Fliesen je Quadratmeter ist eins durch die Fläche einer Fliese inklusive ihrer Fuge, und die Fuge ist nicht Kleinkram: Bei 10er-Mosaik mit 2 Millimetern Fuge sind es 96 Stück je Quadratmeter statt 100, 4 Prozent weniger, bei 60er-Fliesen mit 3 Millimetern 2,75 statt 2,78. Die Fugenbreite richtet sich nach Fliese und Raum: Rektifizierte Feinsteinzeugfliesen mit geschliffenen Kanten erlauben 2 Millimeter, kalibrierte 3 bis 4, Naturstein und handgeformte Fliesen 5 bis 10, und außen auf der Terrasse 5 Millimeter wegen der Temperaturdehnung. Der Verschnitt entsteht an jedem Rand, wo die letzte Fliese geschnitten wird, und an jedem Hindernis, Tür, Rohr, Steckdose, Fensterbank, Nische: 5 bis 10 Prozent bei gerader Verlegung in einem rechteckigen Raum, 10 bei Bädern mit Wanne und Dusche, 15 bei Diagonalverlegung und Großformaten, bei denen jeder Schnitt eine halbe Fliese kostet, 20 bei Fischgrät, verwinkelten Fluren und Treppen; Mosaik auf Netz braucht nur 5, weil es sich an jeder Stelle trennen lässt. Bei Wänden kommt die Höhe dazu, halbhoch 1,20 Meter oder raumhoch, und Fenster, Türen und die Fläche hinter der Badewanne werden abgezogen, die Fliesenspiegel in der Küche sind 60 Zentimeter hoch. Das Beispiel mit 12 Quadratmetern und 60er-Fliesen ergibt 34 Fliesen rechnerisch und 37 mit 10 Prozent, aber 13,2 Quadratmeter zum Kaufen, und weil Pakete 1,44 Quadratmeter enthalten, 10 Pakete, also 40 Fliesen, drei als Reserve. Wie groß die Fläche einer Wand mit schrägem Abschluss oder eines L-förmigen Bodens ist, rechnet der Flächenrechner.

Kleber, Fugenmörtel und was noch auf die Liste gehört

Der Fliesenkleber-Verbrauch hängt von der Zahnung des Spachtels ab, die nach Fliesengröße gewählt wird: 4 Millimeter für Mosaik, 6 für Fliesen bis 30 Zentimeter, 8 bis 10 für 60er, 12 für Großformate, und das ergibt 2 bis 5 Kilogramm je Quadratmeter; der Rechner setzt 3,5, so dass 12 Quadratmeter 42 Kilogramm brauchen, zwei 25-Kilo-Säcke, und bei Großformaten mit Buttering-Floating, Kleber auf Boden und Fliese, eher drei. Flexkleber ist heute Standard, auf Fußbodenheizung, Holz und Altfliesen Pflicht, Fließbettkleber für Bodenfliesen ab 60 Zentimetern, damit keine Hohlräume bleiben. Der Fugenmörtel hängt von Fugenbreite, Fugentiefe und Format ab, kleine Fliesen haben viel Fuge je Quadratmeter, 10er-Mosaik mit 2 Millimetern braucht dreimal so viel wie 60er mit 3; der Rechner rechnet grob 0,6 Kilogramm je Quadratmeter, 7,2 für die 12 Quadratmeter, und die Verbrauchstabelle des Herstellers ist genauer. Auf die Liste gehören außerdem: Grundierung für saugende Untergründe, Abdichtung in Dusche und um die Wanne, mit Dichtband in den Ecken, Entkopplungsmatte auf jungem Estrich und Holz, Fugenkreuze oder ein Nivelliersystem für Großformate, Silikon für Anschlussfugen an Wand und Wanne, Schienen für Außenecken, Fliesenschneider oder Nassschneider ab 60 Zentimetern, und ein Schwammbrett zum Auswaschen. Was Estrich unter dem Bodenbelag an Volumen und Gewicht hat, rechnet der Estrich-Rechner, und für die Wände gleich mit der Fliesenfläche die Farbe darüber der Farbrechner.

Verlegen: Muster, Reihenfolge, typische Fehler

Die Verlegung beginnt nie in der Ecke, sondern an einer Achse durch die Raummitte oder an der Sichtkante zur Tür, damit die Schnittfliesen an beiden Rändern gleich breit sind und nicht unter 5 Zentimeter fallen; wer das Beispiel mit 60er-Fliesen in einem 3,8 Meter breiten Raum rechnet, hat 6 ganze Fliesen und knapp 20 Zentimeter Rest, also an jedem Rand knapp 10, zu schmal, besser 5 ganze in der Mitte und zwei 40er an den Rändern. Verlegemuster ändern den Verschnitt: Kreuzfuge 5 bis 10 Prozent, Halbversatz oder Drittelversatz bei Holzoptik-Riegeln 10, Diagonal 15, Fischgrät 20, und bei rechteckigen Großformaten verlangen die Hersteller höchstens Drittelversatz, weil die Fliesen leicht gewölbt sind und beim Halbversatz Überzähne entstehen. Der erste Fehler ist der nicht ebene Untergrund, mehr als 3 Millimeter auf 2 Metern führen bei Großformaten zu Hohlstellen und Überzähnen, also vorher spachteln. Der zweite ist der fehlende Dehnungsabstand, Fliesen brauchen an Wänden und Türschwellen 5 Millimeter und bei Flächen über 40 Quadratmetern Dehnfugen. Der dritte ist zu wenig Kleber, Hohlräume unter Bodenfliesen brechen beim Möbelrücken. Der vierte ist das Verfugen am selben Tag, der Kleber muss 24 Stunden abbinden. Der fünfte sind Chargenunterschiede, alle Pakete aus einer Charge, die Nummer steht auf dem Karton, und drei Fliesen Reserve für Reparaturen. Der sechste ist der vergessene Verschnitt bei Nachbestellungen, die oft im Farbton abweichen. Für die Wandfläche hinter der Fliesenkante, die gestrichen wird, rechnet der Farbrechner den Bedarf.

Ein Stück Geschichte: Von Babylons Ischtar-Tor zur Feinsteinzeugplatte

Glasierte Ziegel schmückten um 575 v. Chr. das Ischtar-Tor in Babylon, das heute im Pergamonmuseum in Berlin steht, blaue Fliesen mit Löwen und Drachen, und die Perser, Römer und Byzantiner machten daraus Mosaik und Wandverkleidung; die islamische Welt brachte ab dem 9. Jahrhundert die Kunst der glasierten Fliese zur Blüte, Isfahan, Granada, die Alhambra, und von dort kam sie über die Mauren nach Spanien und Portugal, wo "azulejo" aus dem Arabischen "al-zulaydsch", der kleine polierte Stein, entstand. Die Delfter Kachel des 17. Jahrhunderts, weiß mit blauer Bemalung, verkleidete Küchen und Kamine in Nordeuropa, und die Industrialisierung machte die Fliese ab 1850 zum Massenprodukt, in England mit Minton, in Deutschland mit Villeroy & Boch in Mettlach, deren "Mettlacher Platten" ab 1852 Bahnhöfe, Metzgereien und Hausflure bis heute bedecken. Das Dünnbettverfahren mit Fliesenkleber statt dicker Mörtelschicht kam in den 1950er Jahren, erfand das Fliesenlegen neu und ist seit Jahrzehnten in der DIN 18157 genormt. Feinsteinzeug, bei 1.200 Grad gesintert, mit unter 0,5 Prozent Wasseraufnahme und so hart, dass es nur der Nassschneider trennt, verdrängte ab 1990 das Steingut vom Boden, und die Großformate bis 3 mal 1,5 Meter, die seit 2010 aus Italien kommen, sind 6 Millimeter dünn und werden mit Saughebern verlegt. Der Rechner rechnet die Stückzahl, die in Babylon noch niemand brauchte, weil der König alles bezahlte.

Praktische Tipps

Messen Sie jede Wand einzeln und ziehen Sie Fenster, Türen und Wanne ab. Rechnen Sie mit der Fuge, die der Fliesenhersteller empfiehlt. Nehmen Sie 10 Prozent Verschnitt im Bad, 15 bei Diagonal und Großformat. Kaufen Sie alles aus einer Charge und drei Fliesen Reserve. Planen Sie die Verlegeachse so, dass keine Randfliese unter 5 Zentimeter fällt. Wählen Sie die Spachtelzahnung nach Fliesengröße und rechnen Sie den Kleber danach. Lassen Sie den Kleber 24 Stunden abbinden, bevor Sie verfugen. Und lassen Sie bei Dusche und Terrasse die Abdichtung nicht weg. Der Trittschall und die Dämmung unter Bodenbelägen im Obergeschoss rechnen sich über die Fläche, der Laminat-Rechner liefert sie mit Verschnitt.

Häufige Fragen

Wie viele Fliesen brauche ich für 12 m²?

Bei 60 × 60 cm mit 3 mm Fuge belegt eine Fliese 0,3636 m², das sind 2,75 je Quadratmeter und 34 Fliesen für 12 m². Mit 10 Prozent Verschnitt 37 Fliesen oder 13,2 m², bei 4 Fliesen je Paket mit 1,44 m² also 10 Pakete. Dazu 42 kg Kleber und 7,2 kg Fugenmörtel.

Wie viel Verschnitt bei Fliesen?

5 bis 10 Prozent bei gerader Verlegung in rechteckigen Räumen, 10 Prozent im Bad mit Wanne und Dusche, 15 bei Diagonalverlegung und Großformaten, 20 bei Fischgrät und verwinkelten Fluren, 5 bei Mosaik auf Netz. Nachbestellungen weichen oft im Farbton ab, deshalb lieber etwas mehr.

Wie rechne ich Fliesen pro Quadratmeter?

Eins geteilt durch die Fläche einer Fliese inklusive Fuge in Metern: 60 × 60 cm mit 3 mm Fuge sind 0,603 × 0,603 = 0,3636 m², also 2,75 je m². 20 × 25 cm mit 2 mm sind 0,202 × 0,252 = 0,0509 m², 19,6 je m². 10er-Mosaik mit 2 mm: 96 je m².

Wie viel Fliesenkleber brauche ich?

Etwa 3,5 kg je Quadratmeter bei 8-mm-Zahnung, 42 kg für 12 m², 21 kg für 6 m². Mosaik mit 4-mm-Zahnung braucht 2 kg, Großformate mit 12-mm-Zahnung und Buttering-Floating 4 bis 5 kg. Verkauft wird in 25-kg-Säcken, für 12 m² also zwei.

Wie viel Fugenmörtel für Fliesen?

Grob 0,6 kg je Quadratmeter, 7,2 kg für 12 m² mit 60er-Fliesen. Kleine Formate und breite Fugen brauchen deutlich mehr, Mosaik das Dreifache, Naturstein mit 8 mm Fuge das Doppelte. Die Verbrauchstabelle des Herstellers rechnet mit Fliesenmaß, Fugenbreite und Fugentiefe genauer.

Welche Fugenbreite ist richtig?

Rektifizierte Feinsteinzeugfliesen 2 mm, kalibrierte Fliesen 3 bis 4 mm, Naturstein und handgeformte Fliesen 5 bis 10 mm, Terrasse und Balkon 5 mm wegen der Temperaturdehnung. Die Fuge gehört in die Berechnung, bei Mosaik macht sie 4 Prozent der Stückzahl aus.

Wo fange ich mit dem Verlegen an?

Nicht in der Ecke, sondern an einer Achse durch die Raummitte oder an der Sichtkante zur Tür, damit die Schnittfliesen an beiden Rändern gleich breit sind und nicht unter 5 cm fallen. Bei 60er-Fliesen in 3,8 m Breite besser fünf ganze in der Mitte und zwei 40er an den Rändern als sechs ganze und zwei 10er.

Gilt der Rechner auch für Wandfliesen?

Ja, die Rechnung ist dieselbe. Die Fläche ist Wandlänge mal Fliesenhöhe, halbhoch 1,20 m oder raumhoch, abzüglich Fenster, Tür und Wanne. Ein Küchenspiegel mit 60 cm Höhe und 10 m Länge sind 6 m², bei 20 × 25 cm und 10 Prozent Verschnitt 130 Fliesen.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: DIN 18157-1: Ausführung keramischer Bekleidungen im Dünnbettverfahren, Hydraulisch erhärtende Dünnbettmörtel, DIN 18352: Fliesen- und Plattenarbeiten (VOB Teil C), Fachverband Fliesen und Naturstein: Merkblatt Verlegung großformatiger Fliesen, Herstellerangaben zu Verbrauch von Flexkleber und Fugenmörtel (Verbrauchsrechner)