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Schotter-Rechner

Wie viel Schotter die Tragschicht unter Einfahrt, Weg oder Terrasse braucht, in Tonnen, Kubikmetern, Big Bags und Euro.

Wie viel Schotter brauche ich?

Fläche, Dicke und Dichte eintragen, Preis optional.

Beispiel: Einfahrt 12 × 4 m mit 20 cm Tragschicht bei 1,7 t/m³ und 28 € je Tonne: 18,77 t, etwa 525,50 €

So funktioniert der Schotter-Rechner

Der Schotter-Rechner rechnet aus Länge, Breite und Schichtdicke das Volumen, schlägt 15 Prozent für Verdichtung und Verlust auf und macht daraus mit der Schüttdichte die Tonnen, die der Lieferant auf den Hof kippt. Dazu zeigt er, wie viele Big Bags zu einem Kubikmeter oder Säcke zu 25 Kilogramm das wären, und mit dem Preis je Tonne die Kosten ohne Lieferung. Die Voreinstellung von 1,6 Tonnen je Kubikmeter passt für Schotter 0/32 und 0/45, die Standardkörnungen für die Tragschicht.

Merksatz: Fläche mal Dicke mal 1,15 mal Dichte. Die Eselsbrücke: Ein Kubikmeter Schotter wiegt 1,6 Tonnen, verdichtet wird er zu 85 Prozent seines losen Volumens, und eine Einfahrt braucht 25 bis 40 Zentimeter, ein Gehweg 10 bis 15. Wer Schotter berechnen will, misst also Fläche und Aushubtiefe und rechnet in Tonnen, nicht in Kubikmetern, denn so wird verkauft.

Drei Beispiele:

  • Einfahrt 12 x 4 Meter, 20 Zentimeter, 1,7 t/m³, 28 Euro je Tonne: 48 Quadratmeter, 9,60 Kubikmeter lose, mit Zuschlag 11,04, also 18,77 Tonnen, 525,50 Euro, 12 Big Bags oder 751 Säcke.
  • Weg 10 x 3 Meter, 15 Zentimeter, 1,6 t/m³: 30 Quadratmeter, 4,50 Kubikmeter, mit Zuschlag 5,18, also 8,28 Tonnen, 6 Big Bags oder 332 Säcke.
  • Dieselbe Einfahrt mit 30 Zentimetern für Pkw-Verkehr: Die Hälfte mehr, rund 28 Tonnen, also eine Lkw-Ladung mit Dreiachser, die ab Kieswerk mit Lieferung 900 bis 1.000 Euro kostet.

Die Formeln: Volumen = Länge x Breite x Dicke, lose Menge = Volumen x 1,15, Tonnen = lose Menge x Schüttdichte, Big Bags = Kubikmeter aufgerundet, Säcke = Tonnen x 40. Für die Deckschicht aus Kies oder Splitt darüber gibt es den Kies-Rechner, für den Estrich unter Terrassenplatten im Haus den Estrich-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Schichtdicken: Was unter Weg, Einfahrt und Terrasse gehört

Die Tragschicht aus Schotter ist das Fundament jeder Pflasterfläche, und ihre Dicke hängt von der Last und vom Boden ab: Gartenwege und Terrassen für Fußgänger brauchen 10 bis 15 Zentimeter, Einfahrten und Stellplätze für Pkw 25 bis 30, Zufahrten, auf denen Müllwagen oder Lieferwagen fahren, 40 bis 50, und auf bindigem, lehmigem Boden, der Wasser hält, jeweils 10 Zentimeter mehr als auf Sand oder Kies. Darauf kommt das Pflasterbett aus Splitt 2/5 oder Brechsand mit 3 bis 5 Zentimetern, das der Kies-Rechner übernimmt, und darauf der Stein, sodass die Aushubtiefe für eine Einfahrt bei 25 Zentimetern Schotter, 4 Zentimetern Bett und 8 Zentimetern Pflaster 37 Zentimeter beträgt, ein Volumen, das beim Aushub als Erde anfällt und entsorgt werden muss. Schotter wird in Lagen von höchstens 15 Zentimetern eingebaut und jede Lage mit der Rüttelplatte verdichtet, mindestens 80 Kilogramm für Wege, 150 bis 200 für Einfahrten, in zwei bis drei Übergängen, bis sich nichts mehr setzt; wer 30 Zentimeter auf einmal rüttelt, bekommt oben eine feste Kruste und unten lose Steine, die nach dem ersten Winter Spurrillen geben. Eine Trennlage aus Geotextil zwischen Boden und Schotter verhindert auf weichem Grund, dass der Schotter im Lehm versinkt, und das Gefälle von 2 Prozent weg vom Haus wird schon in der Tragschicht angelegt. Die Aushubmenge als Erdvolumen rechnet der Mutterboden-Rechner in Tonnen.

Körnung, Dichte, Material: Was man bestellt

Die Zahlen hinter dem Schotter sind die Körnung in Millimetern: 0/32 enthält alles von Staub bis 32 Millimeter und verdichtet sich dank der feinen Anteile zu einer festen Platte, der Standard für Tragschichten unter Pflaster; 0/45 und 0/56 für dickere Schichten und schwere Lasten, 32/56 als grobes Material ohne Feinanteil für Drainagen und Frostschutz, 16/32 als Gleisschotter-Optik für Beete, und Schottertragschicht nach ZTV SoB, auf die Tiefbauer sich beziehen. Die Schüttdichte liegt bei Kalkstein- und Granitschotter bei 1,5 bis 1,7 Tonnen je Kubikmeter lose, bei Basalt und Diabas 1,7 bis 1,8, bei Recyclingschotter aus gebrochenem Beton und Ziegel 1,4 bis 1,6, feucht schwerer als trocken; der Rechner lässt die Dichte frei, die Voreinstellung 1,6 ist der Mittelwert. Recyclingschotter kostet 10 bis 20 Euro je Tonne statt 20 bis 40 und ist für Tragschichten unter Einfahrten zugelassen, aber nicht überall, weil Auslaugung ins Grundwasser je nach Herkunft begrenzt ist; Natursteinschotter aus dem regionalen Steinbruch ist die sichere Wahl. Gekauft wird nach Tonnen ab Werk oder frei Baustelle, als lose Schüttung ab 5 bis 10 Tonnen, als Big Bag mit rund 1 Kubikmeter oder 1,5 Tonnen für 60 bis 120 Euro und als 25-Kilo-Sack im Baumarkt für 3 bis 6 Euro, was je Tonne das Vierfache ist und nur für Reparaturen taugt. Was Kies und Splitt für die Schicht darüber kosten, rechnet der Kies-Rechner.

Kosten, Lieferung, Eigenleistung

Der Schotter selbst ist der kleinste Posten: 18,77 Tonnen für 525 Euro, dazu die Lieferung mit Kipper, 60 bis 150 Euro je Fuhre je nach Entfernung vom Werk, bei Mengen über 25 Tonnen mit dem Sattelkipper günstiger je Tonne, oder der eigene Anhänger mit 750 Kilogramm Nutzlast für 25 Fahrten, was niemand macht. Die Rüttelplatte kostet im Verleih 40 bis 80 Euro am Tag, der Minibagger für den Aushub 150 bis 250, die Entsorgung des Aushubs 15 bis 30 Euro je Tonne, und wer eine 48 Quadratmeter große Einfahrt selbst anlegt, kommt mit Schotter, Splitt, Pflaster, Randsteinen und Maschinen auf 3.000 bis 5.000 Euro Material, während der Garten- und Landschaftsbauer 100 bis 180 Euro je Quadratmeter berechnet, also 5.000 bis 9.000 Euro. Die Eigenleistung lohnt sich bei Wegen und Terrassen, bei Einfahrten entscheidet die Verdichtung über die Haltbarkeit, und ein Fehler dort zeigt sich erst nach zwei Jahren. Der Zuschlag von 15 Prozent im Rechner ist die Erfahrung: Schotter setzt sich beim Verdichten um 10 bis 15 Prozent, ein Rest bleibt im Anhänger, und ein Big Bag mehr ist billiger als eine Nachlieferung mit Mindestmenge. Wer im Rechner die Dichte aus dem Lieferschein des Werks einträgt, trifft die Tonnen auf ein paar Prozent genau. Was der Zaun um die Einfahrt kostet, rechnet der Zaun-Rechner.

Ein Stück Geschichte: McAdam und die Straße aus gebrochenem Stein

Schotter als Straßenbaustoff ist eine Erfindung von 1816: Der Schotte John Loudon McAdam erkannte, dass eine Straße aus kleinen, kantigen, gebrochenen Steinen, in Lagen verdichtet und mit Gefälle, sich unter dem Verkehr selbst verfestigt und Wasser abführt, und dass die römischen Straßen mit ihren großen Platten dafür zu starr waren; die "macadamisierte" Straße machte Großbritannien zum Land der Postkutschen, und das Wort steckt bis heute im "Makadam" und im englischen "tarmac", Teermakadam. Davor stammte das Prinzip der Tragschicht aus dem Römischen Reich, dessen Straßen auf vier Lagen ruhten, vom groben Stein bis zur Deckschicht, 1,5 Meter tief, was sie 2.000 Jahre überdauern ließ. In Deutschland regelten die preußischen Chausseen ab 1788 den Aufbau, die ZTV SoB, die Technischen Vertragsbedingungen für Schichten ohne Bindemittel, gibt es seit 1983, und die Rüttelplatte, die den Handstampfer ablöste, kam in den 1950ern von Wacker aus München. Der Verdichtungszuschlag von 15 Prozent, mit dem der Rechner arbeitet, steht in jedem Tiefbaukalkulator seit es Schüttgut auf Lkw gibt; McAdam hätte ihn mit dem Pferdewagen genauso gebraucht.

Praktische Tipps

Messen Sie die Fläche nach dem Aushub, nicht nach dem Plan, Einfahrten werden beim Graben breiter. Rechnen Sie bei lehmigem Boden 10 Zentimeter mehr und legen Sie Geotextil. Bestellen Sie 0/32 für die Tragschicht und lassen Sie sich die Schüttdichte vom Werk nennen, sie steht auf dem Lieferschein. Nehmen Sie die Tonnen aus dem Rechner und runden Sie auf die nächste Lieferstufe auf, eine halbe Tonne zu wenig kostet eine zweite Fuhre. Bauen Sie in Lagen von 10 bis 15 Zentimetern ein und rütteln Sie jede Lage mit mindestens 150 Kilogramm, bei Einfahrten dreimal. Legen Sie das Gefälle von 2 Prozent in der Tragschicht an, nicht erst im Pflasterbett. Und lassen Sie den Schotter nicht wochenlang als Haufen liegen, Regen wäscht die Feinanteile aus, die ihn fest machen. Wie viel Splitt für das Pflasterbett obendrauf gehört, zeigt der Kies-Rechner.

Häufige Fragen

Wie viel Schotter brauche ich für eine Einfahrt?

Fläche mal Schichtdicke mal 1,15 Verdichtungszuschlag mal Dichte. Für 12 x 4 Meter mit 20 Zentimetern und 1,7 t/m³ sind das 11,04 Kubikmeter und 18,77 Tonnen, bei 28 Euro je Tonne rund 525 Euro ohne Lieferung. Für Pkw-Einfahrten sind 25 bis 30 Zentimeter üblich.

Wie viel wiegt ein Kubikmeter Schotter?

Lose 1,5 bis 1,8 Tonnen je nach Gestein: Kalkstein und Granit 1,5 bis 1,7, Basalt 1,7 bis 1,8, Recyclingschotter 1,4 bis 1,6, feucht mehr. Der Rechner ist auf 1,6 voreingestellt, die genaue Dichte steht auf dem Lieferschein des Werks.

Wie dick muss die Schottertragschicht sein?

Gartenwege und Terrassen 10 bis 15 Zentimeter, Pkw-Einfahrten und Stellplätze 25 bis 30, Zufahrten für Lieferwagen 40 bis 50. Auf lehmigem Boden jeweils 10 Zentimeter mehr und ein Geotextil darunter. Dazu kommen 3 bis 5 Zentimeter Splittbett und die Steinstärke.

Welche Körnung für die Tragschicht?

Schotter 0/32 für Wege und Pkw-Einfahrten, 0/45 oder 0/56 für dicke Schichten und schwere Lasten. Die 0 bedeutet, dass Feinanteile enthalten sind, die beim Verdichten die Platte bilden. 32/56 ohne Feinanteil ist für Drainagen, nicht für Tragschichten.

Warum 15 Prozent Zuschlag?

Weil Schotter beim Verdichten um 10 bis 15 Prozent an Volumen verliert und ein Rest im Anhänger oder am Rand bleibt. Für 9,60 Kubikmeter eingebaute Schicht braucht man 11,04 Kubikmeter lose. Bei Splitt reichen 5 bis 10 Prozent.

Wie viele Big Bags oder Säcke sind das?

Ein Big Bag fasst etwa einen Kubikmeter oder 1,5 Tonnen, ein Sack 25 Kilogramm. 18,77 Tonnen sind 12 Big Bags oder 751 Säcke. Säcke kosten je Tonne das Vierfache der losen Schüttung und lohnen sich nur für kleine Reparaturen.

Was kostet Schotter?

Ab Kieswerk 20 bis 40 Euro je Tonne für Natursteinschotter, 10 bis 20 für Recyclingschotter, dazu Lieferung mit 60 bis 150 Euro je Fuhre. Big Bags kosten 60 bis 120 Euro, Säcke 3 bis 6 Euro. Die Einfahrt mit 18,77 Tonnen kostet samt Lieferung rund 600 bis 700 Euro.

Wie wird Schotter richtig verdichtet?

In Lagen von höchstens 15 Zentimetern, jede Lage mit der Rüttelplatte in zwei bis drei Übergängen, mindestens 80 Kilogramm Platte für Wege, 150 bis 200 für Einfahrten. Zu dicke Lagen werden nur oben fest und setzen sich später. Der Schotter sollte erdfeucht sein, nicht trocken und nicht nass.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: ZTV SoB-StB (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für Schichten ohne Bindemittel im Straßenbau), DIN EN 13285 (Ungebundene Gemische), DIN 18318 (Verkehrswegebauarbeiten, Pflasterdecken), FLL: Richtlinie für Planung, Bau und Instandhaltung von Pflasterflächen im Garten- und Landschaftsbau, Ersatzbaustoffverordnung (Einsatz von Recyclingschotter)