Start›Haus & Bau›Teichpumpen-Rechner

Teichpumpen-Rechner

Teichvolumen und Besatz eintragen: Der Rechner nennt Umwälzung, Pumpenleistung mit Förderhöhe, Filtergröße mit UVC-Lampe und die Stromkosten im Jahr. Dazu der Wasserverlust durch Verdunstung.

Welche Pumpe braucht mein Teich?

Umwälzung alle 1 bis 3 Stunden je nach Besatz, 12 % Verlust je Meter Förderhöhe.

Beispiel: 10 m³ mit Goldfischen, 1,5 m Förderhöhe: 5.900 l/h, 45 W kosten 138 € im Jahr

Wie groß muss der Filter sein?

5 bis 10 % des Teichvolumens, UVC 1 bis 3 W je m³.

Beispiel: 10 m³ mit Goldfischen: 500 l Filter, 20 W UVC

Anzeige

300 × 250

Wie viel Wasser verdunstet?

1 mm Verdunstung = 1 l je m², im Sommer 3 bis 5 mm am Tag.

Beispiel: 20 m² bei 4 mm am Tag in 30 Tagen: 2.400 l, 12 cm Pegel

So funktioniert der Teichpumpen-Rechner

Der Teichpumpen-Rechner legt die Technik für den Gartenteich aus. Im ersten Kasten geben Sie Teichvolumen, Besatz und Förderhöhe ein; der Rechner bestimmt, wie oft das Wasser umgewälzt werden sollte, welchen Durchfluss der Filter braucht und welche Pumpenleistung in Litern pro Stunde laut Datenblatt nötig ist, weil die Förderleistung mit jedem Meter Höhe sinkt. Mit Wattzahl, Laufzeit und Strompreis kommen die Stromkosten der Teichpumpe im Jahr dazu. Der zweite Kasten rechnet das Filtervolumen als Anteil des Teichs und die Leistung der UVC-Lampe gegen Schwebealgen, abhängig von Besatz und Sonne. Der dritte Kasten schätzt die Verdunstung: Liter und Zentimeter Pegelverlust aus Wasserfläche, Millimetern am Tag und Zeitraum, abzüglich Regen, mit den Kosten fürs Nachfüllen.

Merksatz: Teichvolumen in Litern geteilt durch die Umwälzstunden ergibt den Durchfluss am Filter, und je Meter Förderhöhe kommen gut zehn Prozent Pumpenleistung obendrauf. Eselsbrücke für die Verdunstung: Ein Millimeter am Tag ist ein Liter je Quadratmeter, im Sommer sind es drei bis fünf.

Drei Beispiele:

  • 10 m³ mit Goldfischen, 1,5 m Förderhöhe, 45-W-Pumpe im Dauerlauf: Umwälzung alle 2 Stunden, 5.000 l/h am Filter, mit 18 % Höhenverlust 5.900 l/h laut Datenblatt. 394 kWh im Jahr, bei 35 Cent 137,97 €. Läuft die Pumpe nur 12 Stunden, halbieren sich die Kosten auf 68,99 €.
  • Filter für denselben Teich, halbschattig: 5 % des Volumens sind 500 Liter Filtervolumen, UVC 2 W je m³, also 20 W. Ein 25-m³-Koiteich in voller Sonne braucht 2.500 Liter Filter und 113 W UVC.
  • Verdunstung von 20 m² bei 4 mm am Tag über 30 Tage: 2.400 Liter, der Pegel sinkt um 12 cm. Nachfüllen kostet bei 4,50 € je m³ rund 10,80 €. Bei 5 mm sind es in einer Woche 700 Liter.

Formeln: Durchfluss = Liter / Umwälzstunden, Pumpenleistung = Durchfluss × (1 + Förderhöhe × 0,12), Filtervolumen = Teichvolumen × 3 bis 10 %, Verdunstung = Fläche × mm/Tag × Tage. Volumen und Folienbedarf eines neuen Teichs rechnet der Teichfolien-Rechner, die Pumpe für den Badebereich der Schwimmteich-Rechner.

Wissenswertes zum Thema

Umwälzung: Wie viel Pumpe ein Teich wirklich braucht

Die Faustregel der Teichpraxis lautet: Das gesamte Wasser soll je nach Besatz alle ein bis drei Stunden einmal durch den Filter. Ein Naturteich ohne Fische kommt mit einer Umwälzung in drei Stunden oder ganz ohne Pumpe aus, ein Goldfischteich braucht sie alle zwei Stunden, ein Koiteich mit seinem hohen Futtereintrag jede Stunde. Daraus folgt der Durchfluss am Filtereinlauf, und hier beginnt der häufigste Fehler beim Pumpenkauf: Die Literangabe auf der Verpackung gilt bei null Metern Förderhöhe, also wenn die Pumpe das Wasser nur auf gleicher Höhe bewegt. Jeder Meter, den das Wasser zum Filter oder zum Bachlaufstart hinauf muss, kostet Leistung, dazu die Reibung in langen oder dünnen Schläuchen, die man grob mit einem Meter je zehn Meter Schlauch ansetzt. Der Rechner schlägt zwölf Prozent je Meter auf; die genaue Pumpenkennlinie steht im Datenblatt und fällt bei kleinen Pumpen steiler ab als bei großen. Ein Wasserfall oder Bachlauf will zusätzlich etwa 1,5 Liter je Minute und Zentimeter Überlaufbreite, sonst rinnt er nur. Zu groß darf die Pumpe andererseits auch nicht sein: Ein Filter, der schneller durchströmt wird, als seine Bakterien arbeiten, reinigt schlechter, und ein Naturteich mit zu viel Strömung verliert seine Zonierung. Deshalb ist eine regelbare Pumpe oft die beste Wahl.

Filtergröße, UVC und der Strompreis

Ein Teichfilter arbeitet zweistufig: mechanisch gegen Schwebstoffe, biologisch durch Bakterien, die Ammonium über Nitrit zu Nitrat abbauen. Dafür braucht er Volumen und Besiedlungsfläche, als Faustwert 3 Prozent des Teichvolumens ohne Fische, 5 Prozent bei Goldfischen, 10 Prozent bei Koi. Die Herstellerangaben "für Teiche bis x Liter" gelten fast immer für Teiche ohne Fische und ohne Sonne; wer Fische hält, kauft den Filter für das Doppelte seines Volumens und liegt damit richtig. Die UVC-Lampe gehört vor den Filter: Sie verklumpt Schwebealgen, die das Wasser grün färben, so dass der Filter sie zurückhalten kann. Als Richtwert gelten 1 Watt je Kubikmeter ohne Fische, 2 Watt mit Goldfischen, 3 Watt bei Koi, in voller Sonne die Hälfte mehr; nach etwa 8.000 Betriebsstunden, also einer Saison im Dauerlauf, lässt die Strahlung nach, auch wenn die Röhre noch leuchtet. Beim Strom lohnt der Blick auf die Effizienz: Gute Teichpumpen fördern 100 bis 150 Liter je Stunde und Watt, alte Modelle nur die Hälfte. Da Teichpumpen bei Fischbesatz rund um die Uhr laufen, zählt jedes Watt 8.760 Stunden im Jahr; eine 45-W-Pumpe kostet bei 35 Cent knapp 140 Euro, eine 120-W-Pumpe am Koiteich fast 370 Euro. Ohne Fische darf die Pumpe nachts und im Winter aus, was die Kosten drittelt.

Verdunstung oder Leck? Den Wasserverlust einordnen

Dass der Teichpegel im Sommer sinkt, ist normal, und wie schnell, lässt sich berechnen. Eine freie Wasserfläche verdunstet in Mitteleuropa im Hochsommer 3 bis 5 Millimeter am Tag, bei Hitze, Wind und trockener Luft bis 8 Millimeter; im Frühjahr und Herbst sind es 1 bis 2. Jeder Millimeter ist ein Liter je Quadratmeter, bei 20 Quadratmetern Fläche also 80 Liter am Tag oder gut 2.000 Liter im Monat. Entscheidend ist dabei, dass der Pegelverlust in Zentimetern nicht von der Teichgröße abhängt: 4 Millimeter am Tag sind in 30 Tagen 12 Zentimeter, egal ob der Teich 5 oder 50 Quadratmeter hat. Bachläufe, Wasserfälle und Fontänen erhöhen die Verdunstung erheblich, weil sie die Oberfläche vervielfachen. Sinkt der Pegel deutlich schneller als berechnet, stimmt etwas nicht: Häufigste Ursachen sind ein Kapillarsog über Ufermatten, Pflanzen oder Folienränder, die Wasser wie ein Docht nach außen ziehen, ein undichter Bachlauf, dessen Folie irgendwo unter dem Niveau liegt, oder ein Riss in der Folie. Der Rechner liefert die Vergleichszahl; der Test ist einfach, Pumpe aus, Pegel markieren, zwei Tage warten. Nachgefüllt wird am besten mit Regenwasser, weil Leitungswasser Nährstoffe und Härte einträgt; wenn doch, dann in kleinen Portionen, damit die Temperatur nicht springt.

Ein Stück Geschichte

Gartenteiche sind so alt wie Gärten: Ägyptische Grabmalereien zeigen rechteckige Teiche mit Fischen und Lotos, und die Karpfenteiche der mittelalterlichen Klöster versorgten die Fastenküche. Den Koi als Zierfisch züchteten japanische Reisbauern in der Provinz Niigata ab dem frühen 19. Jahrhundert aus Speisekarpfen; nach einer Ausstellung in Tokio 1914 wurde er landesweit populär und kam ab den 1960er Jahren nach Europa. Mit ihm kam die Filtertechnik, denn Koi fressen viel und vertragen kein belastetes Wasser. Die erste elektrische Teichpumpe für den Privatgarten gab es in Deutschland in den 1950er Jahren, als Gartenbrunnen in Mode kamen; die Firma Oase aus Hörstel begann 1949 mit Pumpen und prägte später den Markt für Teichfilter und Bachlaufpumpen. Die UVC-Technik stammt aus der Trinkwasserdesinfektion, in der sie seit den 1950er Jahren eingesetzt wird, und wanderte in den 1980er Jahren in Aquaristik und Teichbau. Der Aufschlag je Meter Förderhöhe und die Umwälzzeiten je Besatz sind Erfahrungswerte aus dieser Zeit, die sich in Fachbüchern und Herstellerunterlagen bis heute halten, weil sie in der Praxis funktionieren.

Praktische Tipps

Kaufen Sie die Pumpe nach dem Durchfluss bei Ihrer Förderhöhe aus der Kennlinie, nicht nach der Maximalangabe, und den Filter für das Doppelte Ihres Teichvolumens, sobald Fische darin leben. Stellen Sie die Pumpe nicht an die tiefste Stelle, sondern etwa ein Drittel über dem Grund, damit sie im Winter die wärmste Wasserschicht nicht umwälzt und im Sommer keinen Schlamm ansaugt. Lassen Sie den Filter nach dem Einfahren nie länger als ein paar Stunden stromlos, die Bakterien sterben sonst ab. Tauschen Sie die UVC-Röhre jedes Frühjahr und reinigen Sie das Quarzglas. Beobachten Sie den Pegel mit einer Markierung und vergleichen Sie ihn mit dem Rechner, so erkennen Sie ein Leck früh. Für die Stromkosten der Dauerläufer im Haushalt hilft der Stromkosten-Rechner, für Regenwasser zum Nachfüllen der Zisternen-Rechner, und wer den Teich zum Badeteich erweitern will, findet Zonen und Kosten im Schwimmteich-Rechner.

Häufige Fragen

Welche Pumpenleistung braucht mein Teich?

Teichvolumen in Litern geteilt durch die Umwälzzeit: ohne Fische alle 3 Stunden, mit Goldfischen alle 2, bei Koi jede Stunde. 10 m³ mit Goldfischen brauchen 5.000 l/h am Filter, mit 1,5 m Förderhöhe rund 5.900 l/h laut Datenblatt.

Wie viel Leistung verliert die Pumpe durch die Förderhöhe?

Faustwert 10 bis 15 % je Meter, der Rechner nimmt 12 %. Dazu kommt Reibung im Schlauch, grob 1 m Förderhöhe je 10 m Schlauch. Die genaue Kennlinie steht im Datenblatt der Pumpe.

Wie groß muss der Teichfilter sein?

Etwa 3 % des Teichvolumens ohne Fische, 5 % mit Goldfischen, 10 % bei Koi: für 10 m³ mit Goldfischen 500 Liter. Herstellerangaben gelten meist für Teiche ohne Fische, deshalb den Filter für das Doppelte des Volumens kaufen.

Wie viel Watt UVC braucht der Teich?

1 W je m³ ohne Fische, 2 W mit Goldfischen, 3 W bei Koi, in voller Sonne 50 % mehr. 10 m³ mit Goldfischen: 20 W; 25 m³ Koiteich in der Sonne: rund 113 W. Die Röhre jährlich tauschen, nach 8.000 Stunden lässt die Wirkung nach.

Was kostet eine Teichpumpe an Strom?

Watt × Stunden × Tage geteilt durch 1.000 mal Strompreis. Eine 45-W-Pumpe im Dauerlauf braucht 394 kWh im Jahr, bei 35 Cent 137,97 €. Mit 12 Stunden am Tag 68,99 €. Eine 120-W-Pumpe am Koiteich kostet rund 368 € im Jahr.

Wie viel Wasser verdunstet aus dem Teich?

Im Sommer 3 bis 5 mm am Tag, das ist 3 bis 5 Liter je m². Bei 20 m² und 4 mm sind das 80 Liter am Tag, 2.400 Liter im Monat, der Pegel sinkt um 12 cm. Bachlauf und Fontäne erhöhen die Verdunstung deutlich.

Verdunstung oder Leck: Wie erkenne ich den Unterschied?

Mit dem Rechner die erwartete Verdunstung bestimmen, Pumpe abschalten, Pegel markieren und zwei Tage vergleichen. Sinkt er deutlich schneller als 3 bis 5 mm am Tag, liegt meist Kapillarsog über Ufermatten und Pflanzen, ein undichter Bachlauf oder ein Folienriss vor.

Muss die Teichpumpe im Winter laufen?

Ohne Fische nicht. Mit Fischen läuft sie gedrosselt weiter, aber nicht vom Grund, damit die 4 °C warme Tiefenschicht erhalten bleibt. Filter und UVC werden bei Wassertemperaturen unter 8 bis 10 °C meist abgebaut, weil die Bakterien kaum noch arbeiten.

Stand: Oktober 2026Geprüft von: Redaktion rechner24.net Quellen: Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL): Empfehlungen für Planung, Bau und Instandhaltung von privaten Schwimm- und Badeteichen, Herstellerunterlagen zu Teichpumpen, Durchlauffiltern und UVC-Klärern (Pumpenkennlinien, Dimensionierungstabellen), Deutscher Wetterdienst: Verdunstung freier Wasserflächen in Deutschland, Agrarmeteorologie, Industrieverband Heimtierbedarf (IVH): Ratgeber Gartenteich, Technik und Fischbesatz