Rasensamen-Rechner
Fläche und Mischung wählen, der Rechner nennt Kilogramm, Packungen und Kosten. Dazu der Düngerbedarf im Jahr und was Rollrasen statt Aussaat kostet.
Wie viel Rasensamen brauche ich?
Neuanlage 20 bis 30 g/m², Nachsaat 15 bis 25 g/m² je nach Mischung.
Beispiel: 12 × 8 m Spielrasen neu: 2,4 kg, 1 Packung zu 2,5 kg
Wie viel Rasendünger?
Menge je Gabe nach Packung, kreuzweise streuen und wässern.
Beispiel: 100 m², 3 Gaben zu 40 g/m²: 12 kg im Jahr
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Rollrasen oder säen?
Verschnitt 5 bis 10 %, Rollen zu 1 m², Paletten und Gewicht.
Beispiel: 100 m² Rollrasen zu 6 €/m² plus 80 € Lieferung: 710 €, Aussaat 36 €
So funktioniert der Rasensamen-Rechner
Der Rasensamen-Rechner rechnet die Rasenfläche in Einkaufsmengen um. Im ersten Kasten wählen Sie die Mischung, Spiel- und Sportrasen, Zierrasen, Schattenrasen, Trockenrasen oder Blumenwiese, und ob es um eine Neuanlage oder eine Nachsaat geht. Der Rechner nennt die Saatgutmenge in Kilogramm, die Zahl der Packungen, die Kosten je Quadratmeter und nebenbei den Starterdünger und die Rasenerde zum Abdecken. Der zweite Kasten bestimmt den Rasendünger je Gabe und im Jahr mit Säcken und Kosten, der dritte vergleicht Rollrasen mit der Aussaat: Bestellmenge mit Verschnitt, Rollen, Paletten, Gewicht und Gesamtpreis inklusive Lieferung gegen Saatgut und Starterdünger für dieselbe Fläche.
Merksatz: Neuanlage 25 Gramm je Quadratmeter, Nachsaat 20, bei Schatten- und Zierrasen fünf mehr. Eselsbrücke: 100 Quadratmeter brauchen bei Neuanlage eine 2,5-Kilo-Packung, bei Nachsaat reicht sie für 125.
Drei Beispiele:
- Neuanlage 12 × 8 m Spielrasen: 96 m² × 25 g = 2,4 kg, eine Packung zu 2,5 kg, bei 12 € je kg 30 € oder 0,31 € je m². Für die Nachsaat derselben Fläche reichen 1,92 kg.
- Dünger für 100 m², drei Gaben zu 40 g/m²: 4 kg je Gabe, 12 kg im Jahr, zwei Säcke zu 10 kg für 36 €. Dazu alle zwei bis drei Jahre 15 kg Kalk.
- Rollrasen für 100 m² zu 6 € je m² plus 80 € Lieferung: mit 5 % Verschnitt 105 m², 105 Rollen auf drei Paletten mit 2,1 Tonnen, 710 €. Die Aussaat derselben Fläche kostet mit Saatgut und Starterdünger etwa 36 €.
Formeln: Saatgut = Fläche × g/m² / 1.000, Dünger im Jahr = Fläche × g/m² × Gaben / 1.000, Rollrasen = Fläche × (1 + Verschnitt) × Preis + Lieferung. Die Fläche krummer Rasenstücke liefert der Quadratmeter-Rechner, der Mutterboden für die Neuanlage steht im Mutterboden-Rechner.
Wissenswertes zum Thema
Warum 25 Gramm und nicht mehr
Die Aussaatmenge von 20 bis 30 Gramm je Quadratmeter wirkt wenig, wenn man die Tüte in der Hand hält, aber ein Gramm Rasensaat enthält je nach Grasart 1.000 bis 2.500 Körner. Bei 25 Gramm liegen also 25.000 bis 60.000 Samen auf jedem Quadratmeter, und ein dichter Rasen hat am Ende etwa 10.000 bis 20.000 Triebe je Quadratmeter. Mehr Saat bringt nichts, im Gegenteil: Zu dicht gesäte Keimlinge nehmen sich gegenseitig Licht und Wasser, bleiben schwach und fallen Pilzen zum Opfer. Die Regel-Saatgut-Mischungen (RSM) der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung geben für Gebrauchsrasen 20 bis 25 Gramm vor, für Zier- und Schattenrasen mit feineren Gräsern 25 bis 30, für Landschaftsrasen und Blumenwiesen deutlich weniger, weil dort Kräuter und Lücken erwünscht sind. Für die Nachsaat reichen 15 bis 20 Gramm, weil nur die Lücken gefüllt werden. Wichtiger als die exakte Grammzahl ist die gleichmäßige Verteilung: Die Menge halbieren, eine Hälfte längs, eine quer ausbringen, am besten mit dem Streuwagen, dann leicht einrechen, anwalzen und drei Wochen nicht austrocknen lassen. Der Rechner nennt dazu den Starterdünger mit rund 30 Gramm je Quadratmeter und die Rasenerde, mit der feine Saat dünn abgedeckt wird.
Düngen: Wie viel, wann und womit
Rasen ist eine Monokultur, die jede Woche geschnitten und damit laufend Nährstoffe entzogen bekommt; ohne Rasendünger wird er lückig, Moos und Klee übernehmen. Übliche Langzeitdünger werden mit 30 bis 50 Gramm je Quadratmeter und Gabe ausgebracht, zwei- bis viermal im Jahr: im Frühjahr, wenn der Boden über 10 Grad hat, im Frühsommer und im Herbst mit einem kaliumbetonten Herbstdünger, der die Gräser winterfest macht. Für 100 Quadratmeter und drei Gaben sind das 12 Kilogramm im Jahr, gut ein 10-Kilo-Sack plus Rest. Organische Dünger brauchen meist mehr Gramm je Quadratmeter, wirken dafür langsamer und schonender. Die Packungsangabe geht immer vor, der Rechner übernimmt das Umrechnen auf Fläche, Säcke und Kosten. Ausgebracht wird kreuzweise mit halber Streumenge je Bahn, damit keine Streifen entstehen, und anschließend gewässert, sonst verbrennt der Dünger die Halme fleckig. Kalk ist kein Dünger, sondern korrigiert alle zwei bis drei Jahre den pH-Wert, wenn eine Bodenprobe unter 5,5 zeigt; blind gekalkt wird nicht, denn zu hoher pH-Wert fördert Klee. Auch Vertikutieren gehört in den Rhythmus, einmal im Frühjahr, danach die Nachsaat mit 15 bis 20 Gramm aus dem ersten Kasten.
Rollrasen oder säen: Zeit gegen Geld
Der Vergleich im dritten Kasten fällt beim Preis eindeutig aus: Rollrasen kostet je nach Region und Menge 4 bis 8 Euro je Quadratmeter ab Hof, dazu Lieferung und bei großen Flächen das Verlegen, zusammen leicht das Zwanzigfache der Aussaat. Dafür ist der Rasen am Verlegetag grün, nach zwei bis drei Wochen begehbar und nach sechs Wochen belastbar, während ein gesäter Rasen acht bis zwölf Wochen braucht und in dieser Zeit weder Kinder noch Hunde verträgt. Rollrasen hat außerdem keine Lücken, in denen Unkraut keimt. Bestellt wird mit 5 Prozent Verschnitt bei rechteckigen und 8 bis 10 Prozent bei runden Flächen, geliefert in Rollen von meist 40 × 250 Zentimetern, also einem Quadratmeter, zu 50 bis 60 Quadratmetern je Palette. Jede Rolle wiegt um die 20 Kilogramm, 100 Quadratmeter sind zwei Tonnen, die der Lkw nicht bis in den Garten trägt. Die Bodenvorbereitung ist bei beiden Wegen gleich und oft der größte Aufwand: alte Grasnarbe entfernen, lockern, Steine lesen, einebnen, Starterdünger, walzen. Rollrasen muss am Liefertag verlegt werden, bei Hitze innerhalb weniger Stunden, und dann zwei Wochen täglich mit 15 bis 20 Litern je Quadratmeter gewässert werden, bis er angewachsen ist. Für kleine Flächen, Reparaturen und Hanglagen ist er die bessere Wahl, für große Flächen mit Zeit die Aussaat.
Ein Stück Geschichte
Der gepflegte Rasen ist eine Erfindung des Adels: Im 17. und 18. Jahrhundert ließen englische und französische Schlossherren Grasflächen von Schafen kurz halten und von Gärtnern mit der Sense schneiden, ein Statussymbol, weil die Fläche keinen Ertrag brachte. Bezahlbar wurde Rasen 1830, als Edwin Budding in Gloucestershire den Rasenmäher patentieren ließ, abgeleitet von einer Maschine zum Scheren von Tuch. Mit ihm und den englischen Sportarten Golf, Tennis, Cricket und Fußball entstanden Rasengräserzüchtung und Saatgutmischungen; Deutsches Weidelgras, Wiesenrispe und Rotschwingel, die Grundlage fast jeder heutigen Mischung, wurden ab Ende des 19. Jahrhunderts gezielt selektiert. Rollrasen wurde in den USA ab den 1920er Jahren für Golfplätze gezogen und geschält, in Deutschland produzieren Fertigrasenbetriebe seit den 1960er Jahren, heute auf mehreren tausend Hektar. Die Regel-Saatgut-Mischungen, auf die sich die Aussaatmengen des Rechners stützen, gibt die FLL seit 1979 jährlich heraus; sie legen fest, welche Sorten in welchem Anteil in eine Mischung für Gebrauchs-, Sport- oder Landschaftsrasen gehören, und sind der Grund, warum eine RSM-Tüte verlässlicher ist als "Berliner Tiergarten" vom Wühltisch, hinter dem meist billiges Futtergras steckt.
Praktische Tipps
Säen Sie, wenn der Boden dauerhaft über 10 Grad hat, Mitte April bis Ende Mai oder im September, nie in Hitze oder Frost. Kaufen Sie RSM-Mischungen oder Markenqualität, die Ersparnis bei Billigsaat holt der Nachkauf in zwei Jahren wieder rein. Halten Sie die Saat drei Wochen feucht, lieber mehrmals täglich kurz als einmal viel, und mähen Sie erstmals bei acht bis zehn Zentimetern auf sechs. Düngen Sie nach Plan und wässern Sie danach ein. Für Rollrasen bereiten Sie den Boden fertig vor, bevor der Lkw kommt, und beginnen Sie an der längsten geraden Kante. Rechnen Sie bei allen drei Kästen mit der tatsächlichen Fläche abzüglich Beete und Wege. Wie viel Wasser der neue Rasen in den ersten Wochen braucht, hängt an Fläche und Wetter; eine Zisterne liefert es kostenlos, der Pflaster-Rechner hilft, wenn neben dem Rasen gleich der Weg entsteht, und für den Unterbau einer Rasenfläche auf schwerem Boden hat der Kies-Rechner die Mengen.
Häufige Fragen
Wie viel Rasensamen brauche ich pro m²?
Neuanlage 20 bis 30 g je m² je nach Mischung, Spiel- und Sportrasen 25 g, Zier- und Schattenrasen 30 g, Nachsaat 15 bis 25 g. Für 96 m² Spielrasen sind das 2,4 kg, für 200 m² Zierrasen 6 kg.
Wie viel m² Rasen bekomme ich aus 1 kg Samen?
Bei 25 g je m² reichen 1 kg für 40 m², eine 2,5-kg-Packung für 100 m², ein 10-kg-Sack für 400 m². Bei Nachsaat mit 20 g je m² sind es 50, 125 und 500 m².
Was passiert, wenn ich zu viel Rasensamen aussäe?
Die Keimlinge stehen zu dicht, nehmen sich Licht und Wasser weg, bleiben schwach und sind anfällig für Pilze. Mehr als 30 g je m² bringt keinen dichteren Rasen, nur höhere Kosten.
Wann ist die beste Zeit zum Rasen säen?
Mitte April bis Ende Mai und im September, wenn der Boden dauerhaft über 10 °C hat und genug Feuchtigkeit da ist. Im Hochsommer trocknet die Saat aus, im Spätherbst keimt sie nicht mehr vor dem Frost.
Wie viel Rasendünger pro m²?
Je nach Produkt 30 bis 50 g je m² und Gabe, zwei- bis viermal im Jahr. Für 100 m² und drei Gaben zu 40 g sind das 12 kg im Jahr. Kreuzweise streuen und danach wässern.
Was kostet Rollrasen pro m²?
Meist 4 bis 8 € je m² ab Hof plus Lieferung, verlegt vom Fachbetrieb 10 bis 20 € je m². Für 100 m² mit 5 % Verschnitt und 80 € Lieferung sind es bei 6 €/m² rund 710 €, die Aussaat kostet etwa 36 €.
Wie viel Verschnitt beim Rollrasen einplanen?
5 % bei rechteckigen Flächen, 8 bis 10 % bei runden oder verwinkelten. Rollen haben meist 40 × 250 cm, also 1 m²; eine Palette fasst 50 bis 60 m² und wiegt rund eine Tonne.
Wann kann ich neuen Rasen betreten?
Gesäten Rasen nach dem dritten Schnitt, also nach acht bis zwölf Wochen, Rollrasen vorsichtig nach zwei bis drei Wochen und voll nach etwa sechs Wochen, wenn sich die Soden nicht mehr anheben lassen.